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EU und Arktis-Anrainer schließen Abkommen über Fischerei in der arktischen Hochsee

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Die Europäische Union und ihre Partner in der Arktis (Kanada, China, Dänemark, Japan, Korea, Norwegen, Kanada, die Russische Föderation und die Vereinigten Staaten) haben gestern (Donnerstag) Abend ein Abkommen geschlossen, um unregulierte kommerzielle Fischerei in der arktischen Hochsee zu verhindern. Dies gilt solange, bis ausreichend wissenschaftliche Informationen für die nachhaltige Nutzung der Fischbestände in der Region verfügbar sind. Das Abkommen tritt in Kraft, sobald alle zehn Vertragsparteien das Abkommen unterzeichnet und ratifiziert haben.

01/12/2017

Die arktische Region erwärmt sich fast doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, was zu einer Veränderung der Größe und Verteilung der Fischbestände führt. Infolgedessen wird die arktische Hochsee mittel- bis langfristig für die kommerzielle Fischerei attraktiver.

Bislang waren die meisten arktischen Hochseegebiete jedoch von keinem internationalen Erhaltungs- und Bewirtschaftungsregime erfasst. Das Abkommen, das in Washington in der fünften und letzten Verhandlungsrunde erzielt wurde, wird ein erster Schritt zur Schaffung regionaler Fischereiorganisationen für den zentralen Arktischen Ozean sein, um sicherzustellen, dass die künftige Fischerei nachhaltig betrieben wird.

Karmenu Vella, Kommissar für Umwelt, Fischerei und maritime Angelegenheiten erklärte: „Das Engagement und die Führungsstärke aller Parteien haben es ermöglicht, zu dieser historischen Vereinbarung zu gelangen, die das maritime Ökosystem für künftige Generationen bewahrt.“ 

Das Abkommen steht im Einklang mit der Position der Europäischen Union, dass keine kommerzielle Fischerei in der Arktis beginnen sollte, bevor nicht ein wissenschaftlich fundiertes Bewirtschaftungssystem eingeführt wurde. Die verantwortungsvolle Bewirtschaftung der hohen See hat eine herausragende Stellung in der Arktispolitik der EU und in der Internationalen Meerespolitik.

 

Weitere Informationen:

Die Arktis-Politik der EU

Internationale Meerespolitik

 

Pressekontakt: Laura Bethke, +49 (30) 2280-2190

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