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EU-Investitionsoffensive für Drittländer: Grünes Licht für die ersten fünf Investitionsbereiche

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Die neue EU-Investitionsoffensive für Drittländer nimmt konkrete Gestalt an. Die Kommission hat sich heute (Donnerstag) auf fünf konkrete Investitionsbereiche, die sogenannten „Investitionsfenster“, geeinigt. Dazu gehören die Bereich „Nachhaltige Energie“, „Finanzierung von Kleinsten und Mittleren Unternehmen“, „Nachhaltige Landwirtschaft“, „Nachhaltige Städte“ „Digitale Entwicklung“. Die Investitionsoffensive soll 44 Mrd. Euro für nachhaltige Investitionen in Afrika und den Nachbarländern der EU mobilisieren.

23/11/2017

Die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini erklärte: „Die Investitionsoffensive für Drittländer wird in den schwächsten Gebieten in Afrika und in der EU-Nachbarschaft private Mittel in noch nie dagewesener Höhe zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung mobilisieren. Damit senden wir kurz vor Beginn des Gipfeltreffens der Afrikanischen und der Europäischen Union in Abidjan ein deutliches Signal für den Übergang von dem Konzept der Hilfe zu einem Konzept der echten Partnerschaft.“

Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, fügte hinzu: „Mit der heutigen Entscheidung legen wir einen Fahrplan für nachhaltige Investitionen fest. Die Erschließung des Potenzials nachhaltiger Energiegewinnung und die Förderung der Digitalisierung zur Gründung oder Unterstützung kleinster, kleiner und mittlerer Unternehmen werden zu einer nachhaltigen Entwicklung und einer Verringerung der Armut beitragen, zu unser aller Vorteil.“

EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen Johannes Hahn führte weiter aus: „Diese „Investitionsfenster“ bieten echte Chancen für viele Menschen und Unternehmen in Partnerländern und in der Europäischen Union. Das nachhaltige Wachstum, auf das wir abzielen, können wir nur erreichen, wenn wir den privaten Sektor einbeziehen und bestmögliche Voraussetzungen schaffen. Die Investitionsoffensive für Drittländer wird greifbare Vorteile für unsere Nachbarschaft und darüber hinaus mit sich bringen, neue Arbeitsplätze schaffen und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, der Wirtschaft, der Ordnungspolitik, der Konnektivität und damit auch zu, einer stärkeren Gesellschaft beitragen.“

Hintergrund

Die europäische Investitionsoffensive für Drittländer (EIP) wurde im September 2016 von Präsident Juncker vorgeschlagen. Ein Jahr später wird nun der Startschuss für die konkrete Umsetzung dieses Plans gegeben.

Zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung wird die Investitionsoffensive eine neue Generation von Finanzinstrumenten – insbesondere Garantien und Instrumente der Risikoteilung – in traditionellere Formen der Unterstützung wie Zuschüsse integrieren und auf die Kombination von Zuschüssen und Darlehen setzen. Umfangreiche technische Hilfe ist vorgesehen, die zur Ausgereiftheit und finanziellen Tragfähigkeit der Projekte und Geschäfte der Begünstigten beitragen wird. Die EU wird zudem ihren Dialog mit den Partnerländern ausbauen und einen strukturierten Dialog mit der Privatwirtschaft führen, um das Investitionsklima und das Unternehmensumfeld in den Partnerländern zu verbessern.

Der innovative und ganzheitliche Ansatz der EIP beruht auf den Mischfinanzierungsinstrumenten der Kommission und den über zehn Jahre gesammelten Erfahrungen im Bereich der Mischfinanzierung.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: EU-Investitionsoffensive für Drittländer: Grünes Licht für die ersten fünf Investitionsbereiche

Fragen und Antworten zur EU-Investitionsoffensive für Drittländer

Factsheet: Investitionsoffensive für Drittländer (EIP)

Investitionsoffensive für Drittländer (EIP)

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280- 2340