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Hilfe für Entwicklungsländer durch Handel und Investitionen

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Heute (Dienstag) hat die Kommission eine neue Strategie vorgelegt, wie die Entwicklungsländer besser dabei unterstützt werden können, durch Handel und Investitionen die Armut zu bekämpfen und mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den am wenigsten entwickelten Ländern und auf Ländern in fragilen Situationen.

14/11/2017

Der EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, erklärte hierzu: „Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten sind zusammen bereits heute die größten Geber von Handelshilfe in der Welt. Wir legen eine neue Strategie vor, damit die komplexen Herausforderungen der heutigen Zeit besser bewältigt werden können und wir mit unseren Maßnahmen eine größere Wirkung erzielen. Es gilt, die Armut zu bekämpfen, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern und vor allem dafür zu sorgen, dass niemand zurückgelassen wird.“

Was ist neu an der Handelshilfe-Strategie 2017?

  • Bessere Verknüpfung und Koordinierung der für Handelshilfe zur Verfügung stehenden Instrumente der Entwicklungsfinanzierung sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene.
  • Verbesserung der Synergien mit anderen Instrumenten wie den EU-Handelsabkommen, Handelsregelungen oder der innovativen EU-Investitionsoffensive für Drittländer („Externer Investitionsplan“), durch die Investitionen in eine nachhaltige Entwicklung gefördert werden sollen. Eines der Ziele besteht darin, lokale kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Nutzung ihrer Chancen zu unterstützen.
  • Stärkung der sozialen und der ökologischen Nachhaltigkeit in Verbindung mit einem inklusiven Wirtschaftswachstum. Dies soll beispielsweise durch verstärkte Einbeziehung der Stakeholder geschehen, etwa durch einen strukturierten Dialog mit dem Privatsektor, der Zivilgesellschaft und lokalen Behörden.
  • Gezielteres Eingehen auf die am wenigsten entwickelten und auf fragile Länder sowie maßgeschneiderte Konzepte je nach länderspezifischen Besonderheiten.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind die größten Geber von Handelshilfe weltweit. Allein 2015 hat die EU hierfür eine jährliche Rekordsumme von 13,16 Mrd. Euro bereitgestellt.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Handelshilfe für Entwicklungsländer: Wohlstand durch Handel und Investitionen

Mitteilung der Kommission zur Aktualisierung der gemeinsamen EU-Strategie für Handelshilfe von 2007

Website zur Handelshilfe

Gemeinsamen EU-Strategie für Handelshilfe von 2007

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280- 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.