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Fortschrittsbericht über Kinderarzneimittel

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Kinder
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Heute  (Donnerstag) hat die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht über die Fortschritte vorgelegt, die seit Inkrafttreten der Verordnung über Kinderarzneimittel vor zehn Jahren erzielt worden sind. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die positiven Entwicklungen im Bereich der Kinderarzneimittel, wie beispielsweise die Zulassung von 260 neuen Arzneimitteln, ohne diese EU-Vorschrift nicht möglich gewesen wären.

26/10/2017

Vytenis Andriukaitis, Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, bemerkte dazu: „Ich freue mich natürlich, dass der Zugang von Kindern zu sicheren, ihren Bedürfnissen entsprechenden Arzneimitteln insgesamt verbessert wurde. Ich werde mich jedoch darüber hinaus dafür einsetzen, dass diese Errungenschaften auch Kindern mit seltenen Krankheiten zugutekommen. Angesichts der Erfolge in der Krebsbehandlung bei Erwachsenen betrübt es mich sehr, dass wir nicht die gleichen Fortschritte bei der Bekämpfung von Krebserkrankungen bei Kindern machen. In den nächsten zehn Jahren müssen wir uns darauf konzentrieren, einen ähnlichen Durchbruch bei Kindern zu erzielen, indem wir die Anreize der Verordnung über Arzneimittel für die Behandlung seltener Krankheiten und der Verordnung über Kinderarzneimittel miteinander kombinieren und dafür sorgen, dass die Europäischen Referenznetzwerke– insbesondere das ERN PaedCan für Krebskrankheiten im Kindesalter – ihre volle Wirkung entfalten.“

Die Kinderarzneimittel-Verordnung ermöglicht außerdem hohe Investitionserträge. Der Bericht räumt jedoch auch ein, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, damit die Kinderarzneimittel-Verordnung und die Verordnung über Arzneimittel zur Behandlung seltener Krankheiten gemeinsam ihre Wirkung im Hinblick auf die Behandlung seltener Krankheiten bei Kindern entfalten können. 

Nächste Schritte

Im Zuge der Bewertung der Wirkung der Kinderarzneimittel-Verordnung führte die Kommission von November 2016 bis Februar 2017 eine gezielte Konsultation der Interessenträger durch. Nach der Annahme des Berichts wird Kommissar Andriukaitis die Ergebnisse auf einer Konferenz am 21. November 2017 in Brüssel vorstellen, an der Vertreter aus dem Bereich der Zulassung, Patientenvereinigungen und andere Interessenträger teilnehmen werden.

Weitere Informationen:

Die vollständige Pressemitteilung

Bericht über die Situation in Bezug auf Kinderarzneimittel in der EU

10 Jahre EU-Verordnung über Kinderarzneimittel: Fragen und Antworten

Pressekontakt: Laura Bethke Tel.: +49 (30) 2280 2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.