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Größtes EU-Hilfsprogramm erreicht eine Millionen Flüchtlinge in Türkei

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Zusammenarbeit mit der Türkei

Das von der Europäischen Kommission 2016 gestartete Hilfsprogramm „Soziales Sicherheitsnetz für Notsituationen“ kommt inzwischen fast einer Millionen in der Türkei lebenden Flüchtlinge aus Syrien zugute. Hilfsbedürftige Flüchtlingsfamilien erhalten in Form einer Debitkarte etwa 30 Euro pro Person und Monat sowie zusätzliche vierteljährliche Aufschläge. Mit den elektronischen Geldkarten können sie dann. notwendige Gebrauchsgüter in lokalen Läden einkaufen.

17/10/2017

„Der heutige Tag ist ein Meilenstein in Anbetracht der maßgeblichen Verbesserung der Lebensbedingungen, die wir durch unser bislang umfangreichstes Hilfeprogramm erreichen konnten und zeigt, dass die EU ihren Verpflichtungen gegenüber der Türkei in vollem Umfang nachkommt. Unsere Hilfe hat bereits das Leben von 1 Million Menschen zum Positiven verändert. Dank des Engagements und der Arbeit unserer Partner wird sich diese Wirkung noch weiter verstärken. Die Türkei beherbergt weiterhin die größte Flüchtlingspopulation weltweit. Es ist unsere humanitäre und moralische Pflicht, Flüchtlingen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, Hilfe zu leisten“, sagte Christos Stylianides, Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, heute (Dienstag) bei seinem Besuch in der Türkei.

Es ist das mit 348 Mio. Euro ausgestattete Programm ist das größte humanitäre Hilfsprojekt, das die EU jemals finanziert hat. Es wird im Rahmen des Welternährungsprogramms und von dem Türkischen Roten Halbmond in Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung umgesetzt. Dieses kosteneffiziente Vorgehen bietet den Flüchtlingen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was sie kaufen möchten und kurbelt zugleich die örtliche Wirtschaft an. Alle Finanzmittel werden eng überwacht werden, damit sie sinnvoll ausgegeben werden.

Die Registrierung von Flüchtlingen für die Teilnahme an diesem Programm ist im November 2016 angelaufen, und die ersten Finanztransfers erfolgten Ende Dezember desselben Jahres. Die EU und ihre Partner werden das Projekt fortführen mit dem Ziel, bis Ende dieses Jahres 1,3 Millionen Flüchtlinge zu erreichen.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Unterstützung für 1 Million Flüchtlinge in der Türkei im Rahmen des von der EU finanzierten sozialen Sicherheitsnetzes für Notsituationen

Informationsblatt: EU-Fazilität für Flüchtlinge in der Türkei

Website: Soziales Sicherheitsnetz für Notsituationen (Emergency Social Safety Net – ESSN)

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.