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Die Globalisierung meistern: Regionen können von EU-Unterstützung profitieren

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Die Europäische Kommission hat heute (Freitag) einen Bewerbungsaufruf für zwei Pilotprojekte zur Anpassung an die Globalisierung in den Regionen gestartet. Wer ausgewählt wird, kann von einer maßgeschneiderten finanziellen und technischen EU-Unterstützung für den Umbau der Wirtschaft und Industrie profitieren. Die für Regionalpolitik zuständige Kommissarin Corina Crețu sagte dazu: Auf fünf Faktoren kommt es an, wenn eine Region in einer globalisierten Volkswirtschaft in der Wertschöpfungskette aufsteigen will: Innovation, Digitalisierung, Dekarbonisierung, Ausbau von Kompetenzen und Abbau von Investitionshindernissen. Unsere heute eingeleiteten Pilotprojekte zeigen, dass die EU bereit ist, ihre Regionen bei jedem Schritt auf diesem Weg zu begleiten.“

29/09/2017

Die zwei Pilotprojekte wurden im Juli 2017 von der Kommission vorgestellt. Sie zielen darauf ab, die europäischen Regionen stärker dabei zu unterstützen, in ihre Wettbewerbsnischen zu investieren („intelligente Spezialisierung“) und die erforderliche Innovation und Widerstandsfähigkeit sowie das notwendige Wachstum zu generieren, um die Globalisierung zu meistern.

Aufruf 1: Zielgerichtete Unterstützung für vom industriellen Wandel betroffene Regionen

Einige Regionen tragen die Kosten der Globalisierung, ohne bisher von den mit der Globalisierung verbundenen Vorteilen zu profitieren. Sie sind häufig gekennzeichnet durch einen massiven Arbeitsplatzabbau, verbunden mit dem Fehlen angemessener Kompetenzen, hohen Arbeitskosten und Deindustrialisierung.

Regionen, die vor diesen konkreten Herausforderungen stehen, können folgende Angebote in Anspruch nehmen:

1. Zielgerichtete Unterstützung durch in „regionalen“ Teams organisierte Kommissionsexperten aus verschiedenen Generaldirektionen, die den Regionen bei der Konzeption regionaler Strategien für den wirtschaftlichen Wandel helfen.

Je nach spezifischen Bedürfnissen und Vorteilen der Regionen wird die Kommission externe Experten engagieren, um die Arbeit der Regionen zu unterstützten. Dabei kann es sich beispielsweise um Experten für Finanzierungsinstrumente, Unternehmensberater oder Wissenschaftler aus dem Bereich fortschrittlicher Fertigungsverfahren handeln. Für diese externen Experten stellt die Kommission bis zu 200 000 Euro je Region aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit.

2. Zusätzliche Unterstützung der Regionen durch die Europäische Beobachtungsstelle für Cluster und den industriellen Wandlungsprozess bei der Entwicklung von Clusterstrategien und dem Aufbau besserer Verbindungen zwischen lokalen Unternehmen, Forschungszentren und der Wissenschaft.

3. Bis zu 300 000 Euro aus dem EFRE für die Unterstützung der zügigen Umsetzung der regionalen Strategien für den wirtschaftlichen Wandel, sofern ausreichende Fortschritte bei deren Entwicklung erzielt werden.

Der Aufruf richtet sich insbesondere an „Übergangsregionen“ und „stärker entwickelte Regionen“. Das Ergebnis wird eine Vorauswahl von fünf Regionen sein. Je nachdem, wie groß das Interesse ist, veröffentlicht die Kommission einen erneuten Aufruf mit einem neuen, vergleichbaren Budget, um weitere fünf Regionen in die Vorauswahl aufzunehmen.

Aufruf 2: Interregionale Partnerschaften zur Entwicklung wettbewerbsfähiger europäischer Wertschöpfungsketten

Dieses Pilotprojekt stellt darauf ab, „bankfähige“ interregionale Projekte in vorrangigen Bereichen wie Big Data, Bioökonomie, Ressourceneffizienz, vernetzte Mobilität, Gesundheit, aktives Altern oder Cybersicherheit zu vermarkten und auszubauen.

Transnationale Partnerschaften regionaler Behörden aus mindestens vier verschiedenen EU-Mitgliedstaaten mit Universitäten, Forschungszentren, Clustern und Unternehmen können sich um die Unterstützung der Kommission für die Entwicklung ihrer Projekte und die Erschließung neuer Märkte bewerben.

Fünf bis zehn ausgewählte Partnerschaften werden zielgerichtete Unterstützung durch spezielle Teams der Kommission erhalten, die Experten aus mehreren Fachabteilungen sowie externe Fachleute umfassen. Der Aufbau dieser Partnerschaften wird mit insgesamt 1 Mio. EUR aus dem EFRE unterstützt.

Nächste Schritte:

Die Regionen können sich bis zum 31. Oktober 2017 bewerben. Die Ergebnisse der Aufrufe werden Anfang Dezember veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Die Globalisierung meistern: Regionen können von EU-Unterstützung für den Aufbau widerstandsfähiger Volkswirtschaften profitieren

Inforegio – Wie kann man sich bewerben?

Factsheet – Pilotaktionen: Intelligente Spezialisierung

Factsheet – Was ist intelligente Spezialisierung?

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.