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Digitalgipfel in Tallinn: 18 EU-Gesetze für digitalen Binnenmarkt noch nicht beschlossen

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Juncker in Tallinn
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Heute (Freitag) setzen die Staats-und Regierungschefs der europäischen Union ihre Diskussionen auf dem digitalen Gipfeltreffen in Tallinn fort, an dem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ebenfalls teilnimmt. Während Junckers Vorschläge zur Zukunft Europas gestern beim informellen Abendessen debattiert wurden, liegt heute der Fokus auf der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft.

29/09/2017

Die EU-Kommission hat seit Beginn ihrer Amtszeit 24 Vorschläge vorgelegt, um den digitalen Binnenmarkt zu vollenden. Bisher wurden nur sechs vom Rat und vom Europäischen Parlament angenommen. 18 Gesetzesvorschläge der Kommission stehen noch zur Abstimmung,  beispielsweise zu ungerechtfertigtem Geoblocking und zur Modernisierung des Urheberrechts.

Insgesamt kommt die Digitalisierung in Europa voran, wie der diesjährige Digitalisierungsindex zeigt. Während Dänemark, Finnland und Schweden an der digitalen Spitze der EU-Staaten liegen, kommt Deutschland nur auf Platz elf. Es hat insbesondere Nachholbedarf bei der Verbesserung von Online-Behördendiensten.

Themen in Tallinn sind unter anderen die Cybersicherheit und die faire Besteuerung der digitalen Wirtschaft.

Der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der Estnische Premierminister Jüri Ratas werden gegen 17.15 Uhr eine Pressekonferenz abhalten.

Weitere Informationen:

Livestream und Mitschnitt der Pressekonferenz  auf EbS+

Alle Informationen zu dem Gipfel in Tallinn

Überblick über den Stand der Umsetzung des Digitalen Binnenmarktes

Zeitleiste und Stand der Beschlussfassung der digitalen Vorschläge der EU-Kommission

Faktenblatt zur fairen Besteuerung der digitalen Wirtschaft

Broschüre zu den Lücken der digitalen Fähigkeiten in Europa

Pressekontakt: Nikola John, Tel.: +49 (30) 2280-2410

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.