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EU will Handel mit Folterinstrumenten weltweit verbieten

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Die von der EU gemeinsam mit Argentinien und der Mongolei angestoßene Initiative zum Handelsverbot für Folterinstrumente ist gestern (Montag) gestartet. Im Rahmen der UN-Vollversammlung in New York wurde die „Allianz für folterfreien Handel“ mit inzwischen 58 teilnehmenden Staaten auf den Weg gebracht. Die Initiative zielt darauf ab, den Handel mit Gütern zu beenden, die zur Vollstreckung der Todesstrafe oder zur Folter verwendet werden.

19/09/2017

Darunter fallen mit Metallspitzen versehene Schlagstöcke, Elektroschock-Gürtel und Greifer, mit denen man Menschen an der Taille oder an Gliedmaßen packt und ihnen Elektroschocks verabreicht, ebenso  Chemikalien zur Exekution von Menschen und die dafür verwendeten Zwangsinjektionssysteme.

Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström begrüßte, dass sich weltweit so viele Staaten der Initiative angeschlossen haben. „Diese Waren dienen allein dem Zweck, schreckliche Schmerzen zu verursachen und Menschen zu töten. Jetzt ergreifen wir konkrete Maßnahmen, diesen verabscheuungswürdigen Handel zu beenden. Ich bin erfreut, dass so viele Länder auf der Welt nun die gemeinsame Erklärung unterzeichnet haben und der Allianz beigetreten sind. Wenn wir zusammenstehen, können wir zeigen, dass wir diesen Handel nicht länger dulden“, sagte Malmström.

Weitere Informationen:

Daily News vom 18. September 2017

Die Website der Allianz: www.torturefreetrade.org

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.