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10 Jahre Europäischer Forschungsrat: 7000 Wissenschaftler profitieren von EU-Förderung

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Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) fördert seit 10 Jahren exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit bahnbrechenden Forschungsprojekten. Seitdem wurden rund 7.000 Spitzenforscher („Champions“) und mehr als 50.000 Mitglieder in Forschungsteams, meist Doktoranden und Postdoktoranden, mit 12 Mrd. Euro gefördert. Über 1,9 Mrd. Euro gingen an mehr als 1000 Forscherinnen und Forscher in Deutschland. „Wenn die Europäische Union beherzt handelt, geschehen wundervolle Dinge“, sagte Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation zu diesem Jubiläum.

09/03/2017

(09.03.2017) - Die meisten der ERC-Preisträger sind unter 40 Jahre alt, mehr als 70 Prozent von ihnen haben Projekte durchgeführt, die zu Entdeckungen oder bedeutenden Fortschritten geführt haben.

EU-Kommissar Moedas sagte weiter: „Der Europäische Forschungsrat ist als Teilbereich des EU-Programms Horizont 2020 der schlagende Beweis dafür. In seinen ersten zehn Jahren hat der ERC fast 7.000 Spitzenforscher in ganz Europa gefördert, damit sie ihre besten Ideen weiterverfolgen können. Über die akademische Forschung hinaus sind bereits unzählige Menschen in den Genuss der positiven Auswirkungen des ERC und der von ihm geförderten Entdeckungen gekommen.“

Zur Feier des Jubiläums organisieren Forschungsinstitute und Behörden in Europa während der ERC-Woche vom 13. bis 19. März viele Veranstaltungen. In Deutschland sind z.B. zwischen dem 14. und 16. März Veranstaltungen unter anderem in Bonn, Hamburg, Karlsruhe und Berlin geplant.

So wird am 14. März in Bonn das 10-jährige Bestehen des ERC mit einer großen Veranstaltung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Nationalen Kontaktstelle ERC gefeiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Informationen und Tipps zur Antragstellung bei den ERC-Förderlinien. Neben allgemeinen Hinweisen werden erfolgreiche Antragstellende sowie Gutachtende aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für Fragen zur Verfügung stehen. Am 21. März wird die ERC-Woche in Brüssel ihren Abschluss finden mit einer Wissenschaftskonferenz und einer feierlichen Veranstaltung.

Finanziert wird der Forschungsrat über das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020. Von 2014 bis 2020 verfügt der ERC über ein Budget von 13 Mrd. Euro, 2017 stehen davon 1,8 Mrd. Euro zur Verfügung.

Gefördert wird eine als Pionierforschung oder Frontier Research bezeichnete grundlagenorientierte Forschung. Der Begriff Frontier Research verdeutlicht das neue Verständnis einer bahnbrechenden und visionären Forschung, bei der die Grenzen zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung, zwischen klassischen Disziplinen sowie zwischen Forschung und Technologie aufgehoben werden.

Der ERC ergänzt die thematischen Bereiche des Rahmenprogramms mit Fördermaßnahmen, die es Wissenschaftler/innen erlauben, Projektvorschläge völlig themenoffen und ohne unmittelbare Anwendung durchzuführen. Die Fördermaßnahmen des ERC richten sich an exzellente einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeder Nationalität, die ihr Forschungsprojekt in Europa durchführen möchten. Die "ERC Grants" ermöglichen es diesen Personen, Teams frei zusammenzustellen und bahnbrechende Forschung über mehrere Jahre finanziert zu bekommen. Es stehen sowohl Grants für jüngere als auch etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Ten years of the European Research Council: A European success story

ERC-Woche: Liste der Veranstaltungen

ERC Press Pack

ERC achievements – infographic

Video: 10 years, 10 portraits

Nationale Kontaktstelle zum ERC

Veranstaltungen der Nationalen Kontaktstelle ERC

Pressekontakte ERC: Marcin Mońko, Tel: +32 (0) 2 296 66 44; Madeleine Drielsma, Tel: +32 (0) 2 298 76 31

Pressekontakt EU-Kommissionsvertretung: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.