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Die EU senkt die Zahl der Verkehrstoten

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Ein Glas Alkohol zu viel getrunken, eben mal aufs Handy geschaut oder das Gaspedal durchgedrückt - und schon ist der Unfall passiert. Auf Europas Straßen sterben zwar immer weniger Menschen, die EU  will die Zahl der Verkehrstoten aber weiter senken.  Strenge europaweite Regeln sollen Raser bremsen.


01.03.2017 - Die Europäische Union hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Zahl der Verkehrstoten soll bis 2020 im Vergleich zum Jahr 2010 halbiert werden. Dabei wurden schon wichtige Erfolge erzielt. Während 2001 noch 54.000 Personen auf Europas Straßen starben, waren es 2010 nur noch 31.500 Menschen und 2015 laut EU-Bericht nur noch 26.000.

Mit europaweiten Vorgaben versucht die EU, in allen Staaten für mehr Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Oft ist zu schnelles Fahren der Grund für einen Unfall. Um Temposünder zu bestrafen, hat die EU dafür gesorgt, dass Knöllchen inzwischen europaweit verfolgt werden. Wer also im Urlaub in Italien zu schnell fährt und geblitzt wird, dem wird das Bußgeld nach Hause zugestellt. Die Behörden haben inzwischen ein System, um untereinander Knöllchen auszutauschen. Zwar klappt das noch nicht immer, aber laut EU-Kommission ist die Zahl der  Verkehrsverstöße, die grenzüberschreitend verfolgt wurden, zwischen 2013 und 2015 um das Vierfache gestiegen. Dazu gehören zu schnelles Fahren, das Überfahren einer roten Ampel und Fahren ohne Sicherheitsgurt.

Die EU unterstützt außerdem die Mitgliedstaaten dabei, die Straßen gut instand zu halten. Die Europäische Kommission setzt sich auch für Aktionen ein, um Autofahrer für Gefahren zu sensibilisieren. Denn oft ist Alkohol, manchmal sind auch Drogen im Spiel, wenn ein Unfall passiert. In Deutschland läuft deshalb die Plakatkampagne „Runter vom Gas“ des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats.

Die EU hat außerdem gemeinsame Regeln für die Erste Hilfe aufgestellt. Das 2015 EU-weit eingeführte E-Call-System, das bei einem Unfall automatisch den 112-Notruf wählt, um Rettungskräfte zu alarmieren, kann Schätzungen zufolge die Zahl der Verkehrstoten um etwa vier Prozent reduzieren.

Übersicht über die EU-Gesetzgebung im Verkehrsbereich

Mitteilung EU-Kommission zur Sicherheit im Straßenverkehr vom einen 30.3.2016

Mitteilung EU-Kommission zu Knöllchen ohne Grenzen vom 29.11.2016

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.