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Europa bekämpft die Ursachen der Migration

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Die Gründe, weshalb Menschen ihre Heimat verlassen, sind vielfältig: Krieg, Armut oder politische Verfolgung. Mit neuen Migrationspartnerschaften will die EU den Menschen bessere Perspektiven in ihrer Heimat bieten.


01.03.2017 - Aus Syrien flüchten Menschen wegen des  Krieges, aus Eritrea wegen Armut und Unterdrückung, aus Nigeria wegen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram oder einfach auf der Suche nach einem besseren Leben. Die EU arbeitet mit einigen Ländern Afrikas verstärkt zusammen, damit sich die Lebensbedingungen verbessern und damit Flüchtlinge näher an ihrer Heimat bleiben können.

Die EU will die Ursachen der Migration somit an der Wurzel packen. So hat die Europäische Union einen Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika von mehr als 2,4 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt und dem Europäischen Entwicklungsfonds kombiniert mit Beiträgen der Mitgliedstaaten und anderer Geber eingerichtet, um die Entwicklung und die Sicherheit in besonders betroffenen Regionen zu unterstützen.

Mit neuen Migrationspartnerschaften hat die EU ihre Zusammenarbeit mit zunächst sieben afrikanischen Staaten verstärkt, um gemeinsam die humanitäre Situation vor Ort zu verbessern, das Schlepperwesen zu bekämpfen und Rückführungen zu erleichtern. Bisher gibt es solche Vereinbarungen mit Äthiopien, Mali, dem Niger, Nigeria und dem Senegal. Die EU will diese Herkunfts- und Transitländer mit einem „Mix aus positiven und negativen Anreizen“ zur Zusammenarbeit bewegen, so dass möglichst wenige Menschen ihre Heimat verlassen, Migranten in Transitländern aufgenommen werden und mehr Migranten ohne Asylberechtigung in ihre Heimatländer zurückgeführt werden können. Im Gegenzug stellt die EU den kooperativen Staaten Handelserleichterungen und mehr Entwicklungshilfe in Aussicht. So ist in Niger die Zahl der Migranten, die die Wüste Richtung Libyen durchqueren, von 70.000 im Mai auf 1.500 im November 2016 gesunken.

Zur Bekämpfung von Fluchtursachen will die EU-Kommission über einen milliardenschweren Investitionsfonds den Privatsektor in Afrika stärker in Gang bringen.  Sie hat deshalb im September 2016 eine Investitionsoffensive für Afrika und die EU-Nachbarschaft von 44 Milliarden Euro vorgeschlagen. Mit der Absicherung von Risiken sollen private Unternehmen Anreize bekommen, um zum Beispiel in die Energiewirtschaft und das verarbeitende Gewerbe in Afrika zu investieren. Denn eine der Hauptursachen der Migration ist, dass das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungsländern auf dem niedrigsten Stand seit 2003 verharrt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagt: „Unser neuer Plan wird Menschen Alternativen bieten, die sich andernfalls gezwungen sähen, auf der Suche nach einem besseren Leben den Tod zu riskieren.“

Erste Ergebnisse der Migrationspartnerschaften mit afrikanischen Ländern

Website des Nothilfe-Treuhandfonds der EU für Afrika

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.