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Europa macht das Telefonieren billiger

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Wer hat das nicht schon erlebt: Man sitzt im Urlaub am Strand und telefoniert vergnügt nach Hause oder liest seine Mails und lädt Fotos hoch. Und ein paar Wochen später bekommt man einen Schock beim Blick auf die Handy-Rechnung. Die EU steuert seit Jahren dagegen – mit Erfolg: Ab dem 15. Juni 2017 werden alle Europäerinnen und Europäer in der EU reisen können, ohne Roaming-Gebühren zu zahlen.


01.03.2017 - Die Preise für Telekommunikation sind  seit Jahren drastisch gefallen, beim Festnetz ebenso wie mobil. Ein Grund neben dem technischen Fortschritt und leistungsfähigeren Netzen dafür ist, dass die EU seit 1998 alle nationalen Telefon-Monopole abgeschafft hat. Ein offener Markt sorgt über den Wettbewerb für fallende Preise.

Der Vergleich zeigt, wie billig Telefonieren inzwischen geworden ist: 1997 kostete ein Zehn-Minuten-Ferngespräch per Festnetz innerhalb Deutschlands umgerechnet noch 2,88 Euro – heute, zwanzig Jahre später, nur noch einen Cent. Wer damals genauso lange in die USA per Festnetz telefonierte, zahlte umgerechnet 7,41 Euro – heute sind es nur noch etwa 6 Cent.

Beim Telefonieren oder Surfen mit dem Handy im Ausland sind die Roaming-Aufschläge auf Druck der EU-Kommission ebenfalls deutlich gesunken. Unter Roaming versteht man die Möglichkeit, in ausländischen Mobilfunknetzen zu telefonieren, SMS zu schreiben oder Daten-Dienste zu nutzen. Für die Weiterleitung verlangen die Anbieter Gebühren, die den Kunden in Rechnung gestellt werden.

2007 hat die Kommission erste Regeln für Obergrenzen bei den Roaming-Tarifen eingeführt. Seitdem sind die Extrakosten im EU-Ausland erheblich gesunken, nach Berechnungen der Kommission für Telefonate um mehr als 90 Prozent. Auch Daten-Roaming ist seit 2012 um 96 Prozent günstiger geworden.

Ab 15. Juni 2017 ist endgültig Schluss mit Roaming bei vorübergehenden Auslandsreisen: dann werden Verbraucher ihre Mobilgeräte in der EU zu den Bedingungen ihrer inländischen Verträge nutzen können. Darauf haben sich Vertreter des Europäischen Parlaments, des Ministerrates und der Kommission Anfang Februar 2017 geeinigt. Wenn Verbraucher die vertraglichen Nutzungsgrenzen beim Roaming überschreiten, gelten strikte Preisobergrenzen (3,2 Cent pro Minute für Anrufe, 1 Cent pro SMS und 7,70 Euro pro GB Daten).   

Abschaffung der Roaming-Aufschläge

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.