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Die EU schützt Frauen und Kinder vor Menschenhandel und Missbrauch

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Menschenhandel und sexueller Missbrauch von Frauen und Kindern sind abscheuliche Verbrechen. Die EU hat spezielle Programme entwickelt, um gegen die Täter vorzugehen.


01.03.2017 - Mehr als drei Viertel der Opfer von Menschenhandel oder Missbrauch in der EU sind Frauen. Die meisten von ihnen werden, auch mit Gewalt, zur Prostitution gezwungen oder gegen wenig Lohn zur Arbeit. Immer häufiger sind auch Kinder betroffen. Der Großteil der Opfer kommt aus dem Gebiet der 28 EU-Staaten, die meisten von ihnen aus Bulgarien und Rumänien. Zum Menschenhandel zählen etwa Zwangsprostitution, unfreiwillige Arbeit oder Organhandel. In den Jahren 2013 bis 2014 wurden laut EU Bericht insgesamt 15.846 Frauen, Männer, Mädchen und Jungen als Opfer von Menschenhandel in der EU registriert.

Europa geht vereint gegen Menschenhandel vor. Dazu gehören die Prävention, der Opferschutz, die Strafverfolgung und die internationale Zusammenarbeit. Die EU-Kommission hat zum Beispiel eine elektronische Plattform ins Leben gerufen, auf der sich rund 100 Organisationen aus ganz Europa austauschen. Die Verbände wollen darüber Ideen, Erfahrungen und Initiativen zur Opferhilfe teilen.

Das EU-Recht garantiert den Opfern von Menschenhandel verbriefte Rechte, darunter den Anspruch auf Rechtsberatung, medizinische Betreuung und auf einen befristeten Aufenthalt.

Bericht über Fortschritte beim Kampf gegen den Menschenhandel vom 19.5.2016

EU-Richtlinie von 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Menschenhandel

Broschüre der EU-Kommission zu den Rechten der Opfer von Menschenhändlern

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.