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Die EU schafft saubere Luft und ist weltweit führend beim Klimaschutz

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Feinstaub, Smog und stinkende Abgase - in vielen Städten ist die Luft nicht mehr gut. Die EU macht deshalb beim Umweltschutz weltweit Druck und hat sich ehrgeizige Einsparziele für das Treibhausgas CO2 gesetzt, das für die Erderwärmung mitverantwortlich ist.


01.03.2017 - „Wir Europäer sind Weltführer beim Klimaschutz“, sagt EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Europa kann sich rühmen, das erste rechtsverbindliche globale Klimaschutzabkommen vermittelt zu haben. Ende 2015 haben in Paris 195 Länder den historischen Klimavertrag unterzeichnet, der Ende 2016 offiziell in Kraft getreten ist. Juncker sagt: „Die Koalition der Ambitionierten, die die Einigung in Paris erst ermöglicht hat, wurde von Europa geschmiedet.“ Indem die EU vorranging und immer wieder ihre Partner wie die
G-20-Staaten und die Vereinten Nationen dazu aufgerufen hat, ihrem Beispiel zu folgen.

In dem Abkommen verpflichten sich die Staaten, die gefährliche Erderwärmung mindestens auf „deutlich unter zwei Grad“ im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Angestrebt wird als Ziel 1,5 Grad. Viele Wissenschaftler halten bei diesem Wert die Veränderungen durch den Klimawandel für gerade noch steuerbar.

Nun muss dieses Ziel in konkrete Schritte und Zeitpläne übersetzt werden. Hierfür strebt die Weltgemeinschaft im UN-Klimavertrag den Abschied von Öl, Gas und Kohle an. Auch Klima-Schwergewichte wie die USA, China, Brasilien und Indien haben das Pariser Abkommen ratifiziert – daran krankte es beim Vorgänger, dem Kyoto-Protokoll, bis zum Schluss. Nach dessen Auslaufen, im Jahr 2020, soll die Vereinbarung in Kraft treten. Das Pariser Abkommen muss nun durch Verpflichtungen der einzelnen Staaten in die Tat umgesetzt werden.  Die nächste Klimakonferenz findet im November 2017 in Bonn am Sitz des UN-Klimasekretariats statt.

Die EU ist Vorreiter, denn sie hat sich als Ganzes bereits im Oktober 2014 drei Klimaziele gesetzt: Bis 2030 wollen die Staaten mindestens 40 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als 1990. Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis zum Jahr 2030 etwa 27 Prozent der gesamten Energieerzeugung ausmachen und der Energieverbrauch im Vergleich zu 2014 um 27 Prozent sinken. Die Staaten müssen noch nachbessern, um diese Ziele wirklich zu erreichen.

Die saubere Luft ist eines der großen umweltpolitischen Ziele der Europäischen Union. Die EU hat auch Grenzwerte zur Luftreinheit festgelegt, die jeder EU Staat erfüllen muss, um die Gesundheit der Bürger zu schützen. Denn Bronchitis oder Asthma haben zugenommen. Schon 1999 haben sich die EU-Staaten auf Mindeststandards zur Luftreinheit geeinigt. Seit 2005 sind bestimmte Höchstwerte für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Blei vorgeschrieben. Die EU-Staaten müssen diese umsetzen, und dafür etwa Tempolimits, Fahrverbote
oder Auflagen für die Industrie nutzen und können etwa schadstoffarme Autos steuerlich begünstigen.

Text Pariser Abkommen (Englisch)

EU-Kommission zu Klimazielen

EU-Richtlinie zur Luftqualität

Pressekontakt: Claudia Guske, +49 (30) 2280-2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.