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Die EU garantiert die Rechte des Käufers, wenn das Produkt Mängel hat

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Einen Fön mit sechs Monaten Garantie gekauft – und nach acht Monaten geht er kaputt? In solch einem Fall haben Verbraucher in der EU garantierte Rechte, die kein Händler umgehen darf.


01.03.2017 - Hat ein Produkt Mängel, ist  der Händler in der Pflicht. Nach EU-Recht muss ein Händler Waren nachbessern, ersetzen, ihren Preis mindern oder den Kaufpreis erstatten, wenn sie sich als mangelhaft erweisen oder wenn sie nicht so aussehen oder funktionieren, wie in der Werbung angegeben war. Der Kunde genießt mindestens zwei Jahre lang eine kostenlose Gewährleistung. Ein Beispiel: Wenn Sie sich einen Fön kaufen, auf den der Verkäufer sechs Monate Garantie gewährt, und das Gerät nach acht Monaten kaputt geht, haben Sie gemäß EU-Verbraucherschutzgesetz trotzdem die kostenlose zwei Jahre Gewährleistung. Die vom Verkäufer angebotene Sechs-Monats-Garantie ist ein Zusatzdienst.

Zweites Beispiel: Sie kaufen sich einen Laptop, mit dem zunächst alles in Ordnung zu sein scheint. Nach einem Jahr stellen Sie aber fest, dass der Speicher des Laptops kleiner ist, als angegeben war. Damit haben Sie das Recht, von dem Händler eine teilweise Kostenerstattung zu verlangen.

Wenn der Kunde mit dem Verhalten und der Antwort des Händlers nicht zufrieden ist, kann er sich an das Europäische Verbraucherzentrum in Kehl wenden oder ein Verbraucherzentrum in dem Land, in dem er die Ware gekauft hat. Händler müssen auch auf Möglichkeiten zur außergerichtlichen Streitbeilegung hinweisen.

EU-Kommission zu Gewährleistung und Rücksendungen

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.