Vertretung in Deutschland

Die EU macht es möglich, in jedem EU-Staat zu leben und zu arbeiten

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In der EU kann sich jeder aussuchen, wo er leben will. Ob man sich als Rentner in der spanischen Sonne niederlässt, als Studentin in Italien dem Dolce Vita frönt oder ein Unternehmen in einem anderen EU-Land gründet – alles ist möglich.


01.03.2017 - Europa steht für das gute Gefühl, unkompliziert umziehen zu können, wenn man Lust darauf hat. Denn jeder Bürger eines EU-Staates ist gleichzeitig auch Bürger der Europäischen Union. Damit hat er ureigene Rechte und die Freiheit, selbst wählen zu können, in welchem EU-Land er arbeiten, studieren oder seinen Ruhestand verbringen möchte. Grundlage dafür sind die in den europäischen Verträgen festgelegte Arbeitnehmerfreizügigkeit, Niederlassungsfreiheit und Dienstleistungsfreiheit. Jeder Staat muss Bürger aus der Union in punkto Beschäftigung, Sozialleistungen und Steuern genauso wie seine eigenen Bürger behandeln.

Heute gibt es EU-weit mehr als 14 Millionen EU-Bürger, die längerfristig in einem anderen Mitgliedstaat leben. Die meisten davon arbeiten, viele sind aber auch Rentner oder Studenten, die ausreichend Geld für ihren Lebensunterhalt und einen Krankenversicherungsschutz haben müssen.

Nach der EU-Osterweiterung 2004 fürchteten viele eine Armutszuwanderung oder einen Missbrauch der Sozialsysteme in Deutschland von Osteuropäern. Die Zahlen belegen dies aber nicht. In den meisten Mitgliedstaaten tragen mobile EU-Bürger aus anderen EU-Staaten zum Sozialsystem bei. Sie zahlen mehr Steuern und Sozialbeiträge, als sie an Leistungen erhalten, und nehmen nicht mehr Sozialleistungen in Anspruch als die Staatsangehörigen des Landes selbst.

Das EU-Recht zieht klare Grenzen: Es gibt ein Recht auf Freizügigkeit, aber kein Recht darauf, frei Sozialleistungen eines anderen EU Staates zu beziehen. Denn nur arbeitende EU-Bürger haben Anspruch auf Sozialleistungen. Das hat der Europäische Gerichtshof in mehreren Urteilen bekräftigt.

Die Zuwanderung von Arbeitskräften stärkt auch die deutsche Wirtschaft, weil die Unternehmen wegen des Fachkräftemangels und der alternden Bevölkerung mehr Arbeitnehmer brauchen.

In Deutschland hilft der Europaservice der Bundesagentur für Arbeit bei der Jobsuche im Ausland.

Text der EU-Freizügigkeitsrichtlinie

Website Bundesagentur für Arbeit

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.