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Europa ist weltweit der größte Geber von humanitärer Hilfe

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Ob bei der Bewältigung der Hungersnot in Somalia, der Flüchtlingskrise rund um Mossul im Irak oder nach dem Erdbeben in Nepal – die EU hilft bei den großen Krisen und Katastrophen auf dem Globus. Das ist weltweit vorbildlich. Gemeinsam sind die EU und ihre Mitglieder der weltweit größte Geber von lebensrettender humanitärer Hilfe.


01.03.2017 - Seit 1992 stellt die EU-Kommission humanitäre Hilfe in mehr als 110 Ländern bereit. Trotz der Wirtschaftskrise und klammer Haushalte beträgt das Budget dafür jährlich rund eine Milliarde Euro – das entspricht einem Prozent des EU-Gesamthaushaltes oder umgerechnet zwei Euro pro EU-Bürger jedes Jahr. Damit hilft die EU rund 120 Millionen Opfern von bewaffneten Konflikten und Naturkatastrophen pro Jahr – und rettet Leben. So erhalten Menschen in außereuropäischen Ländern, die zum Opfer von Naturkatastrophen oder Kriegen und Konflikten werden, Sofort- und Nothilfe.

Die Nothilfe-Gelder kommen derzeit vor allem in der Flüchtlingskrise zum Einsatz. Nach EU- Schätzungen mussten weltweit 65 Millionen Menschen aufgrund von Konflikten und Gewalt ihre Heimat verlassen, darunter 21,3 Millionen Flüchtlinge und 40,8 Millionen Vertriebene, die innerhalb ihres Landes bleiben. Die Nothilfe wird aber auch bei Erdbeben, Epidemien oder etwa Terroranschlägen genutzt.

Der größte Anteil der Gelder (etwa 40 Prozent) geht in Nahrungsmittel. Das Geld fließt aber auch in Gesundheit und medizinische Hilfe, die Bereitstellung von Wasser und Sanitäreinrichtungen, Zelte und Unterkünfte sowie Schulunterricht in Notlagen. Damit das Geld auch wirklich ankommt, kooperiert die EU mit internationalen Partnern wie den Vereinten Nationen. Die meisten Hilfsgelder (40 Prozent) gehen nach Afrika, wichtige Hilfsregionen sind auch der Nahe Osten, die Mittelmeerregion, Asien und Lateinamerika.

Neben der Bereitstellung von Soforthilfe koordiniert die Abteilung der Europäischen Kommission für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz im Ausland (ECHO) auch die europäische Katastrophenhilfe bei Einsätzen überall in der Welt. Seit 2001 koordiniert Brüssel damit die Hilfe der beteiligten Staaten in Europa und im Rest der Welt.

Das Preisgeld für die Verleihung des Friedensnobelpreises 2012 hat die EU-Kommission damals übrigens auf zwei Millionen Euro aufgestockt und in die EU-Initiative „Kinder des Friedens“ gesteckt – also für Kinder, die in Konfliktregionen leben.

Website der EU-Kommission zur Katastrophenhilfe (Englisch)

Mitteilung EU-Kommission zur Verwendung des Preisgeldes für den Friedensnobelpreis

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.