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Deutschlands Forscher bekommen Milliarden aus dem EU-Programm „Horizont2020“

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Wirtschaftlicher Erfolg basiert oft auf innovativen Konzepten und neuen Ideen. Um im weltweiten Ideenwettbewerb mithalten zu können, steckt die EU Milliarden in die Förderung der Forschung, oft in grenzüberschreitenden Teams.


01.03.2017 - Exzellente Wissenschaft und industrielle Führung – so lauten die Ziele des EU-Programms für Forschung und Innovation namens „Horizont 2020“. Die EU stellt aus ihrem Haushalt zwischen 2014 und 2020 rund 80 Milliarden Euro Forschungsförderung bereit. Mehr als 14 Milliarden davon könnten nach Deutschland fließen, wenn die deutschen Unternehmer und Forscher weiter so gute Ideen haben.

Forschung an wichtigen Zukunftsthemen und globalen Herausforderungen ist häufig aus nationalen Forschungsbudgets nicht ausreichend finanziert und gelingt oft am besten in grenzüberschreitenden Teams. Ein Beispiel ist der Kampf gegen die Antibiotikaresistenz. Durch EU-geförderte Projekte erhoben Forscher Daten, die je nach Mitgliedstaat unterschiedliche Ursachen und das unterschiedliche Ausmaß des Problems zeigten. Es wurde sichtbar, wie und warum welche Mitgliedstaaten im Kampf gegen resistente Keime erfolgreich sind. Daran orientiert sich die Politik nun auch anderswo, um gegenzusteuern. 

Im vergangenen 7. Forschungsrahmenprogramm war Deutschland Spitze, 16.500 deutsche Forscher nahmen an 8000 EU-Projekten teil. Dabei war München besonders erfolgreich, gefolgt von Berlin, Köln, Stuttgart und Heidelberg.

Deutschland hat traditionell die fleißigsten Erfinder in Europa und verteidigt seit Jahren den ersten Platz als Europameister. Deutsche Erfinder meldeten 2015 genau 24.820 Patente beim Europäischen Patentamt (EPA) in München an. Von den insgesamt 160.000 Patentanmeldungen kamen mehr als 15 Prozent aus Deutschland. Im internationalen Vergleich lag Deutschland 2015 demnach hinter den USA auf dem zweiten Platz – und vor Japan.

Die EU sorgt auch dafür, dass Erfinder und innovative Unternehmen ihre Erfindungen europaweit leichter schützen lassen können. In der ersten Jahreshälfte 2017 startet das EU-Einheitspatent. Das Europäische Patentamt kann dann ein Patent erteilen, das in allen EU-Staaten automatisch gilt. Das spart Unternehmen viel Zeit und Geld. Zudem wird bei Streitfällen künftig ein europäisches Patentgericht entscheiden, was Unternehmen parallele Prozesse in mehreren EU-Staaten erspart.

Website EU-Kommission zu Horizont 2020 (Englisch)

Website der Nationalen Kontaktstellen zu Horizont 2020

Website zum Einheitspatent

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.