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Die EU bietet einen neuen Freiwilligendienst: das Europäische Solidaritätskorps

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Unterstützung für Flüchtlinge oder Hilfe bei Erdbeben: In einem neuen EU-Programm können sich junge Leute europaweit engagieren und Erfahrungen im Ausland sammeln. Über 20.000 Menschen haben sich bereits angemeldet. Die ersten Einsätze sollen in diesem Jahr starten.


01.03.2017 - Ende 2016 hat die EU-Kommission den Startschuss für ein „Europäisches Solidaritätskorps“ gegeben. Dieses neue Programm soll Jugendliche dazu motivieren, sich freiwillig bei Notfällen grenzübergreifend zu engagieren. Junge Freiwillige zwischen 18 und 30 Jahren sollen im Rahmen von Projekten helfen, etwa bei Krisen wie der Flüchtlingskrise oder nach Erdbeben wie jüngst in Italien. Das EU-Angebot soll die europäische Solidarität und berufliche Qualifikation von jungen Leuten fördern.

Die Teilnehmer bekommen entweder ein reguläres Gehalt - oder zumindest ihre Reise- und Lebenshaltungskosten bezahlt, auch Unterkünfte und ein Taschengeld werden gestellt. Das Solidaritätskorps bietet die Möglichkeit, für zwei bis zwölf Monate Freiwilligendienst zu leisten, ein Praktikum oder eine Ausbildung zu absolvieren oder eine Stelle anzutreten. Damit soll der Einsatz auch als Sprungbrett in eine längerfristige Beschäftigung dienen.

Tätig werden können junge Leute etwa im Bereich Bildung, Gesundheit, Integration in die Gesellschaft, Bau von Unterkünften und Einrichtungen, Renovierung und Verwaltung, Aufnahme von Migranten, Umweltschutz oder Naturkatastrophen. Am Schluss wird ihnen ein Zertifikat ausgestellt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagt: „Für mich ist dies das Herzstück der Europäischen Union. Nicht die Verträge oder industrielle und wirtschaftliche Interessen verbinden uns, sondern unsere Werte.“ Bis 2020 hofft die EU-Kommission auf 100.000 Teilnehmer. Bewerben kann man sich für das Solidaritätskorps im Internet unter www.europa.eu/solidarity-corps. Die ersten Entsendungen sollen in der ersten Jahreshälfte starten.

Website zum Solidaritätskorps

Fragen und Antworten zum Solidaritätscorps