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Europäische Werte sind in unseren Genen: Die EU inspiriert andere in der Welt

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Seit 70 Jahren Frieden, der auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit baut. Mit seinen Werten und seiner Lebensform ist Europa weltweit Vorbild für Veränderungen und demokratischen Wandel.


01.03.2017 - Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1951, begann mit der Montanunion die Geschichte der Europäischen Union. 1957, also vor 60 Jahren, unterzeichneten sechs Staaten die Römischen Verträge, die als Gründungsdokument gelten: Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg und die Niederlande. Das Ziel war von Anfang an, Frieden und Wohlstand auf dem Kontinent zu fördern - das liegt gewissermaßen in den Genen der Union. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beschreibt es so: „Ein wesentlicher Bestandteil unserer europäischen Art zu leben, sind unsere Werte: Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit. Werte, für die wir jahrhundertelang mit Worten und Waffen gekämpft haben.“

Dabei steht die EU allen beitrittswilligen demokratischen Ländern in Europa offen. Mit ihrer funktionierenden Marktwirtschaft und den stabilen Demokratien zog die EU im Lauf der Jahre wie ein Magnet immer mehr Staaten an. Die Union wuchs von sechs auf inzwischen 28 Länder und erstreckt sich vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer. In ihr leben heute mehr als 500 Millionen Menschen.

Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 half die EU dabei, die Spaltung zwischen Ost und West zu überwinden. Viele ehemals kommunistische Länder Mittel- und Osteuropas wurden 2004 und 2007 Mitglied. Die EU stärkte demokratische Kräfte und förderte das Wirtschaftswachstum. 2013 trat Kroatien als 28. Land der EU bei. Wenn das Vereinigte Königreich den Austritt aus der EU - wie im Referendum 2016 beschlossen - wie geplant vollzieht, wird die EU erstmals ein Mitglied weniger haben – ein schmerzhafter Einschnitt.

Demgegenüber machen sich fünf weitere Beitrittskandidaten Hoffnung auf die Mitgliedschaft. Es sind vor allem die Länder des Westbalkans Albanien, die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und Serbien. Über einen Beitritt der Türkei wird zwar weiter verhandelt, er ist aber aufgrund der aktuellen Demokratiedefizite in weite Ferne gerückt. Mit ihrer Nachbarschaftspolitik unterstützt die EU Stabilität, Sicherheit und Wohlstand auch in den Ländern unmittelbar jenseits ihrer Außengrenzen.

In jedem Fall ist die EU nach wie vor Vorbild für viele Regionen in der Welt. Kein anderer Kontinent hat solche Formen der Zusammenarbeit entwickelt. Gemeinsam sind wir der größte Wirtschaftsraum der Welt, der wichtigste Handelspartner für China ebenso wie für die USA. Wir sind der größte Geber von humanitärer Hilfe und investieren in eine nachhaltige Zukunft, in Klimaschutz und Konfliktprävention. „Die Welt von heute braucht eine Macht, die Frieden und Konfliktprävention in ihrer DNA hat“, sagt die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Website der EU-Kommission zur Erweiterung

Website der EU-Kommission zu potentiellen Beitrittsländern (Englisch)

Rede von Federica Mogherini in Berlin am 7.12.2016 (Englisch)

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.