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Die EU fördert ein Europa der Kulturen

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Nicht nur in Politik und Wirtschaft ist die EU für ihre Mitglieder da – sondern auch in der Kultur. Zahlreiche Förderprogramme verhelfen Regisseuren, Schauspielern, Sängern und anderen Kunstschaffenden zum Durchbruch. Was wäre zum Beispiel das Kino ohne den europäischen Film?


01.03.2017 - Einem der Gründerväter Europas, Jean Monnet, wird der Ausspruch in den Mund gelegt: „Wenn man alles noch einmal machen müsste, würde ich mit der Kultur anfangen“. Er gilt als Ausdruck der Erkenntnis, dass die Kultur ein wichtiger Motor der europäischen Einigung ist. Denn Europa teilt eine jahrhundertelange gemeinsame Kulturgeschichte.

Zwar ist jeder Staat selbst für seine Kulturpolitik zuständig, die EU unterstützt die Mitgliedsländer aber im Kulturbereich. Das Ziel lautet, die kulturelle Vielfalt und das Kulturerbe zu wahren, Künstler in ihrem Schaffen zu unterstützen und den kulturellen Austausch zu fördern. Ende 2015 wurde unter dem Eindruck des Flüchtlingszustroms der interkulturelle Dialog dieser Zielsetzung hinzugefügt.

Mehr als sieben Millionen Arbeitsplätze entfallen auf die Kultur- und Kreativbranchen in Europa. Europäische Filme sind so vielfältig wie etwa die Kassenschlager „Die fabelhafte Welt der Amélie“ oder „Goodbye Lenin“. Damit das möglich ist, greift die EU seit 1990 Regisseuren und Produzenten von Filmen für Kino und Fernsehen finanziell unter die Arme. Um die Qualität des europäischen Films zu sichern, subventioniert die EU Filmfestivals, fördert den Verleih und Vertrieb von europäischen Koproduktionen sowie die Entwicklung von TV-Serien und unterstützt Kinonetzwerke wie etwa das Netzwerk „Europa Cinemas“, in dem sich Kinos mit einem hohen Programmanteil europäischer Filme zusammengeschlossen haben.

Die Zahlen belegen den Erfolg der Filmförderung: Seit dem Start hat sich die Anzahl der europäischen Filme in den Kinos verdreifacht, der Marktanteil stieg von anfänglich unter zehn bis heute auf über 33 Prozent.

Die EU hat das Programm „Kreatives Europa“ als zentrales Instrument der EU-Kulturförderung. „Kreatives Europa“ stellt bis 2020 rund 1,46 Milliarden Euro bereit, um die Kultur- und Kreativbranche Europas zu stärken. Unter seinem Dach werden die Programme KULTUR und MEDIA fortgeführt.

2016 startete außerdem ein neuer Garantiefonds, um kleine Kreativunternehmen zu fördern. So unterstützt das Programm internationale Tourneen und Ausstellungen, aber auch Literaturübersetzungen von Belletristik sowie die Fortbildung junger Künstler.

Auch das 1976 gegründete Europäische Jugendorchester wird als Kulturbotschafter seit langem gefördert. Über 3000 Musiker haben über die Jahre in dem Jugendorchester gespielt, es ist zu einem Symbol für die kulturelle Vielfalt Europas geworden. Die Zukunft des Orchesters, das schon mit großen Dirigenten wie Leonard Bernstein oder Herbert von Karajan zusammengearbeitet hat, ist auf Initiative der EU-Kommission gesichert.

Website Creative Europe Media

Website zur Kultur in der EU

Website der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur

Pressekontakt: Gabriele Imhoff, Tel.: +49 (30) 2280-2820

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.