Vertretung in Deutschland

Die EU unterstützt ihre Nachbarn

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Einen „Ring stabiler, befreundeter Staaten“ um die EU herum zu etablieren – das ist das Ziel der Europäischen Nachbarschaftspolitik. Sie entstand 2004 nach der Osterweiterung der EU. Mit dieser Politik wird die EU weiterhin universelle Werte verteidigen und dabei nach Wegen suchen, Demokratie, Grundfreiheiten und Rechtsstaatlichkeit ebenso wie die Sicherheit wirksamer zu fördern.


01.03.2017 - Das Ziel ist, für Wohlstand und Sicherheit aller zu sorgen und gleichzeitig zu verhindern, dass Trennlinien zwischen der erweiterten EU und ihren Nachbarn entstehen. Diese Strategie stabilisiert den Kontinent und seine Nachbarn.

Die europäische Nachbarschaftspolitik bildet den Rahmen für die Zusammenarbeit mit 16 Partnerländern im Osten, Süden und Südosten der EU. In Osteuropa richtet sich der Fokus auf die Ukraine, Weißrussland und Moldawien sowie auf den südlichen Kaukasus (Armenien, Aserbaidschan und Georgien), in der Mittelmeerregion auf die nordafrikanischen Länder Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten sowie im Nahen Osten auf Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, Jordanien, Libanon und Syrien. Der Zweck der Nachbarschaftspolitik lautet, Demokratie, Wirtschaftsreformen und Sicherheit an den Außengrenzen der EU zu fördern. Es geht aber auch um die Eindämmung der irregulären Migration und den Kampf gegen Menschenschmuggel und Terrorismus.

Die EU übernimmt zudem Mitverantwortung bei der Vorbeugung und Beilegung von regionalen Konflikten: So vermittelte die EU ein Abkommen zwischen Serbien und dem Kosovo nach dem jahrzehntelangen Kosovo-Konflikt. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagt: „Länder aus allen Teilen der Welt bitten uns, ihren Friedensprozess zu unterstützen.“

Dabei hilft die EU ihren Nachbarländern mit politischem und technischem Fachwissen, aber auch finanziell mit rund 2 Milliarden Euro jährlich. Für den Zeitraum von 2014 bis 2020 hat die Europäische Union 15,4 Milliarden Euro Finanzhilfe für das Europäische Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument (ENPI) bereitgestellt. Unterstützung gibt es auch in Form von Krediten von der Europäischen Investitionsbank sowie der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Zudem bietet die EU Handels- und Visa-Erleichterungen an.

Ergänzend zur Europäischen Nachbarschaftspolitik sind 2008 die Union für das Mittelmeer und 2009 die Östliche Partnerschaft gegründet worden.

Überprüfung der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP): stärkere Partnerschaften für eine stärkere Nachbarschaft, 18.11.2015

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.