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Europa leistet die meiste Entwicklungshilfe in der Welt

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Gegen die Armut in der Welt hilft die Europäische Union tatkräftig: Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind die weltweit größten Geber von Entwicklungshilfe. Sie geben zusammen mehr als die Weltmacht USA.


01.03.2017 - Mehr als die Hälfte der weltweit geleisteten Entwicklungshilfe kommt aus Europa. 2015 stellten die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten die Rekordsumme von insgesamt 68 Milliarden Euro bereit – das waren 15 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. In der Flüchtlingskrise stockten die Staaten somit ihre Hilfe erneut auf.

Auch wenn man die Ausgaben auf die Wirtschaftskraft bezieht, war die EU weit vorne. Der Anteil der Entwicklungshilfe an der jährlichen Wirtschaftsleistung stieg auf 0,47 Prozent und lag damit mehr als doppelt so hoch wie bei Nicht-EU-Ländern (0,21 Prozent). Die Vereinten Nationen haben als Ziel 0,7 Prozent vorgegeben, was die EU-Staaten wegen der Wirtschaftskrise und der klammen Haushaltskassen bislang aber nicht leisten können. Sie wollen diesen Wert aber bis 2030 erreichen. Für Deutschland liegt der Anteil bei 0,52 Prozent.

Wichtigstes Ziel der EU-Entwicklungspolitik ist laut EU-Vertrag „die Bekämpfung und auf längere Sicht die Beseitigung der Armut“. Dazu gehört etwa, für Lebensmittel, sauberes Wasser und Schulen zu sorgen und Seuchen wie Aids zu bekämpfen. Weitere Ziele sind die Verteidigung der Menschenrechte und der Demokratie, die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und die Folgen von Klimawandel und Umweltproblemen anzugehen. Mit ihren Entwicklungsprogrammen unterstützt die EU in 160 Partnerländern die Umsetzung dieser Ziele. Um die Wirkung der Entwicklungshilfe zu verbessern, soll sie sich auf ganz arme Länder konzentrieren. So erhalten etwa die Länder der Sahelzone Nahrungsmittelhilfe.

Als wichtigster Handelspartner der Entwicklungsländer gewährt die EU ihnen zollfreien Zugang zum europäischen Markt. Solche Anreize sollen die dortigen Regierungen dazu bringen, internationale Standards nach europäischem Vorbild wie etwa Grundrechte oder Arbeitnehmerrechte zu übernehmen.

Damit die Umsetzung von Projekten und Programmen erfolgreich verläuft, arbeitet die EU eng mit internationalen Partnern wie der OECD, der UNICEF und den Vereinten Nationen zusammen.

Mitteilung EU-Kommission vom 13.4.2016

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

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