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Die EU senkt die Bankgebühren und die Kosten für den Kreditkarteneinsatz

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Was kostet ein Konto? Muss der Einsatz der Kreditkarte wirklich so teuer sein? All diese Punkte hat die EU-Kommission unter die Lupe genommen. Die neuen EU-Vorgaben spürt der Verbraucher direkt im Portemonnaie.


01.03.2017 - In ihrer Rolle als Verbraucherschützerin überwacht die EU-Kommission auch die Bankgebühren. 2014 hat die EU ein Gesetz für mehr Transparenz erlassen. Bei der Berechnung von Kontokosten dürfen Banken seitdem keine versteckten Gebühren mehr verlangen. Finanzinstitute müssen alle Gebühren, Kosten und Provisionen, die für Kontoeröffnung, Kontoführung oder -schließung anfallen, offenlegen. Damit hat der Kunde die Möglichkeit, zu vergleichen und sich für das beste Angebot zu entscheiden.

Für viele Kunden ist es Alltag, bargeldlos mit Karte einzukaufen. Daran verdienen die Banken, aber manchmal auch die Händler kräftig. Seit 2016 gilt zum ersten Mal europaweit ein Limit für die Gebühren, die Banken verlangen dürfen, wenn Verbraucher mit Kreditkarten oder EC-Karten zahlen. Deren Höhe bemisst sich am Einkaufwert. Kauft ein Kunde eine Kamera für 100 Euro und zahlt mit Kreditkarte, fällt im Schnitt ein Euro an.

Von Herbst 2017 an werden für den Kunden bei der Zahlung mit Kredit- und EC-Karten überhaupt keine Extra-Zuschläge mehr anfallen. Einige Unternehmen verlangen solche Aufschläge beim Online-Kauf mit Kreditkarte, zum Beispiel bestimmte Fluggesellschaften . Anbieter müssen zudem bestimmte Anforderungen in punkto Authentifizierung und Sicherheit erfüllen.

Außerdem hat die EU dafür gesorgt, dass der Kontowechsel leichter wird – auch über  Grenzen hinweg. Seit 2016 haben alle Bürger in der EU das Recht auf ein Girokonto, auch wenn sie keinen festen Wohnsitz haben. Mit dem Konto können sie grundlegende Funktionen nutzen, etwa Geld überweisen oder Bargeld am Automaten abheben. Das gilt etwa für Obdachlose, aber auch für Flüchtlinge. In Deutschland sind nach Schätzungen etwa 670.000 Bürger ohne Konto, also knapp ein Prozent der Verbraucher, EU-weit sind es etwa 30 Millionen Bürger über 16 Jahren.

Die EU hat außerdem den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr schneller und sicherer gemacht. Seit 1. Februar 2016 gelten für alle Bankkunden die internationale Kontonummer IBAN und die internationale Bankleitzahl BIC. Sie tragen dazu bei, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren, zu beschleunigen und günstiger zu machen. Der Zahlungsverkehrsraum Sepa („Single Euro Payments Area“) umfasst 34 Länder. Neben den 28 EU-Staaten machen Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino mit.

EU-Richtlinie zu Gebühren bei Karteneinsatz

EU-Richtlinie zu Bankgebühren, Kontowechsel und dem Recht auf ein Girokonto von 2014

Fragen und Antworten zu Sepa (Englisch)

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.