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Die EU vernetzt Europa – 5G und kostenloses WLAN in Dörfern und

Bei der Arbeit, zuhause oder unterwegs – die Menschen erwarten stets gute Netzanbindung, um in den sozialen Medien zu kommunizieren, ihre Mails zu checken oder zu arbeiten. Dafür braucht man eine gute Internetanbindung, auch im öffentlichen Raum. Dafür sorgt auch die EU.

In vielen Teilen der Welt sind Smartphone-Nutzer es bereits gewöhnt, an öffentlichen Plätzen kostenloses WLAN zu haben. Die EU-Kommission hat 2016 ein Programm aufgelegt, um mehr öffentliche Orte in europäischen Städten und Dörfern mit einem freien und schnellen Internetzugang auszustatten. Dabei geht es etwa um Bibliotheken, Parks oder öffentliche Gebäude. Bis Ende 2020 werden zwischen 6.000 und 8.000 Städte und Gemeinden von der EU-Förderung Gebrauch gemacht haben. Die Gemeinden bekommen Gutscheine von der EU-Kommission, mit denen sie Ausgaben für die technische Ausrüstung und die Installation der WiFi4EU- Hotspots decken können.

Voraussetzung ist, dass die Städte kein bestehendes privates oder öffentliches WiFi-Angebot verdrängen und die Netzbetreiber eine Mindestgeschwindigkeit anbieten können. Damit zielt die Initiative vor allem auf die Gebiete ab, in denen es ansonsten keine WLAN-Netze gibt.

Von Aichach in Bayern bis Zörbig in Sachsen-Anhalt – auch vielen deutschen Gemeinden hat die EU bereits kostenlose Internet-Hotspots finanziert. Beim dritten Aufruf der EU-Kommission im September 2019 waren 142 deutsche Gemeinden dabei, beim zweiten Aufruf waren es 500 und beim ersten 220. Die Kommission wählt die Kommunen nach dem Prinzip „first-come, first-served“ aus und sorgt gleichzeitig für ein EU-weites Gleichgewicht.

Oberstes Ziel der EU-Kommission ist es, alle Regionen in der EU mit superschnellem Internet zu versorgen. Folgende drei Ziele sollen bis 2025 EU-weit erreicht werden:

Schulen, Hochschulen, Forschungszentren, Verkehrsknotenpunkte, Anbieter öffentlicher Dienste (etwa Krankenhäuser und Verwaltungen) sowie Unternehmen, die sich in hohem Maße auf Digitaltechnik stützen, sollten eine äußerst leistungsstarke Gigabit-Internetanbindung haben (mit Sende- und Empfangsgeschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde).

Alle europäischen Privathaushalte sollten, egal ob auf dem Land oder in der Stadt, einen Internetanschluss mit einer Empfangsgeschwindigkeit von mindestens 100 Mbit/s haben, die auf Gigabit-Geschwindigkeit aufgerüstet werden kann.

Alle Stadtgebiete sowie alle wichtigen Straßen- und Bahnverbindungen sollten durchgängig mit einer 5G-Anbindung, also mit drahtlosen Kommunikationssystemen der 5. Generation, versorgt werden. Als Zwischenziel sollte bis 2020 mindestens eine Großstadt in jedem Mitgliedstaat auf gewerblicher Grundlage mit 5G-Technik ausgerüstet werden.

Gleichzeitig müssen die 5G-Netze auch sicher sein. Daher hat die EU 2020 Regeln für mehr Sicherheit im 5G-Mobilfunknetz geschaffen. Margrethe Vestager, die zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin, sagt: „Mit 5G können wir Großes vollbringen. Die Technologie unterstützt personalisierte medizinische Behandlungen, die Präzisionslandwirtschaft und Energienetze, die alle Arten erneuerbarer Energien aufnehmen können. Dies wird sich positiv auswirken. Aber nur, wenn wir unsere Netze sichern können. Nur dann werden die digitalen Neuerungen allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.“

Pressekontakt: Nikola John , Tel.: +49 (30) 2280-2410

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.