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Europa hilft in der Syrien-Krise

Millionen Menschen mussten Syrien wegen des Krieges verlassen. Die EU ist keine Kriegspartei und unterstützt die UN bei ihren Bemühungen für eine politische Lösung. Gemeinsam haben die EU-Staaten mehr syrischen Flüchtlingen eine Zuflucht geboten als jedes andere Land, das nicht an Syrien angrenzt. Die EU investiert in die Schulbildung geflohener syrischer Kinder und sorgt für bessere Bedingungen für die Geflohenen in den Nachbarländern. Seit Ausbruch des Krieges 2011 hat die EU die syrische Bevölkerung mit 17 Milliarden Euro unterstützt.

Die EU hat zum Jahreswechsel 2020 ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 297 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen zugunsten von Flüchtlingen und Aufnahmeeinrichtungen in Jordanien und Libanon zur Verfügung gestellt. Die Mittel stammen aus dem Regionalen Treuhandfonds der EU für Flüchtlinge aus Syrien. Er wurde als Reaktion auf die Syrien-Krise gegründet wurde und unterstützt Menschen, die vor dem syrischen Krieg fliehen ebenso wie die Länder, die Flüchtlinge aufnehmen. Das Mandat des Treuhandfonds wurde verlängert. Die Projekte des Treuhandfonds können bis Ende 2023 fortgesetzt werden.

Die EU ruft alle Parteien auf, den bereits ein Jahrzehnt andauernden Krieg zu beenden. Der Hohe Vertreter sagte bei einem Besuch in der Türkei Anfang März 2020: „Wir haben ein gemeinsames Interesse den Konflikt in Syrien zu beenden. Nur so werden wir in der Lage sein, das Leiden der Zivilbevölkerung zu beenden.“

Innerhalb Syriens hat die humanitäre Hilfe der EU über 40 humanitäre Partner unterstützt, die überall dort tätig sind, wo Bedarf besteht, im ganzen Land. Sie versorgen Millionen Menschen in Syrien mit Nahrungsmittelhilfe, Gesundheitsdiensten, psychosozialer Unterstützung und Unterkünften,

Wasser und sanitären Einrichtungen sowie Bildung, wo immer möglich.

Libanon, Jordanien, Ägypten und Türkei haben zusammen mehr als fünf Millionen syrische Flüchtlinge registriert. In der Coronavirus-Pandemie wird aus dem EU-Treuhandfonds zum Beispiel ein Projekt in Jordanien finanziert, um die Gesundheitsversorgung syrischer Flüchtlinge zu verbessern. Ein anderes Projekt wendet sich an syrische und jordanische Frauen in Aufnahmegemeinschaften. Es stärkt deren Zugang zu Arbeitsplätzen und unterstützt Entwicklung kleiner Unternehmen. Olivér Várhelyi‚ EU-Kommissar für Nachbarschaft, sagt: „Die Tätigkeit des EU-Treuhandfonds hat entscheidend dazu beigetragen, Menschen, die vor dem syrischen Krieg fliehen, lebenswichtige Hilfe zu leisten und die Länder zu unterstützen, die Flüchtlinge aufnehmen.“

Pressekontakt: Laura Bethke , Tel.: +49 (30) 2280-2200

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.