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Die EU stärkt die Gesundheitssysteme und macht Medikamente

Spätestens die Coronavirus-Pandemie hat es gezeigt: Gefahren für die Gesundheit kennen keinen nationalen Grenzen. Europäische Investitionen sollen deshalb die Gesundheitssysteme aller EU-Länder stärken. Dank gemeinsamer Reserven von Schutzausrüstung und medizinischen Geräten sollen Patientinnen und Patienten europaweit auch in Krisensituationen bestmöglich behandelt werden können. Und: die EU stellt sicher, dass Medikamente erschwinglich und verfügbar sind.

„Wir wollen nie wieder eine Situation erleben, in der eine Ärztin oder ein Arzt entscheiden muss, welcher Patient lebensrettende Geräte erhält“, sagt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. „EU4Health“ heißt das neue Gesundheitsprogramm für die Jahre 2021-2027. Es hat drei allgemeine Ziele: 1) die Menschen in der EU vor Gefahren wie Pandemien besser zu schützen; 2) sicherzustellen, dass Arzneimittel und Medizinprodukte in der gesamten EU verfügbar und bezahlbar sind und 3) Investitionen in die öffentliche Gesundheit zu fördern und so das medizinische Personal zu stärken.

Ncht nur Pandemien stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar. Krankheiten wie Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und Diabetes sind die Hauptursachen für Behinderung, schlechten Gesundheitszustand und vorzeitige Todesfälle in der Europäischen Union. Das hat erhebliche soziale und wirtschaftliche Folgen, deshalb möchte die Kommission Programme zur Vorsorge und Früherkennung in den EU-Staaten noch stärker fördern.

Der staatliche Rahmen für die Gesundheitswirtschaft ist eine sensible Aufgabe für die Gesetzgeber vor allem in den Mitgliedstaaten. Gemeinsame europäische Regeln verhindern Rabattschlachten und Dumpingpreise. Dank mehrerer Urteile des Europäischen Gerichtshofs ist der europäische Arzneimittelmarkt gleichzeitig durchlässiger geworden Tabletten beim Versandhandel bestellen oder ein Rezept ohne Verluste im europäischen Ausland einlösen – all das hat die EU möglich gemacht. Vor allem Bürgerinnen und Bürger, die sehr viel reisen oder in Grenzregionen leben, profitieren davon. Seit 2004 ist staatlich approbierten Apothekern in Deutschland auch der Versandhandel etwa mit apothekenpflichtigen Medikamenten erlaubt. Jeder Kunde kann sich Medikamente per Post, per Telefon oder Internet bestellen.

Pressekontakt: Claudia Guske , Tel.: +49 (30) 2280-2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.