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Europa macht das Fliegen sicher, günstig und nachhaltiger

Sommerurlaub in Bulgarien? Osterferien in Spanien? Dank des Wettbewerbs unter den Fluggesellschaften im EU-Binnenmarkt ist Fliegen für fast alle erschwinglich geworden. Dabei hat die EU die Rechte der Reisenden gestärkt und das Fliegen mit der „schwarzen Liste“ sicherer gemacht: Airlines, die unsere Sicherheitsanforderungen verfehlen, dürfen europäische Ziele nicht anfliegen. Nun geht es vor allem darum, klimafreundlicher zu reisen.

Für fast alle EU-Bürger ist Klimaschutz eine wichtige Sache, vor allem für die junge Generation. Die EU-Staaten haben sich mit dem europäischen Grünen Deal das Ziel gesetzt, dass im Jahr 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freigesetzt werden. Dazu muss auch die Luftfahrt ihren Beitrag leisten.

Dank neuer Technologien, des Emissionshandels und Investitionen an Flughäfen ist es zwar gelungen, in der EU den Treibstoffverbrauch pro Flug zu drosseln. Der jüngste Bericht zu Abflügen in Europa zeigt, dass die CO2 Emissionen im EU-Flugverkehr halb so stark gestiegen (+10 Prozent) sind, wie die Zahl der Flüge (+20 Prozent) seit 2014. Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch ist im Vergleich zu 2014 um 8 Prozent zurückgegangen, im Vergleich zu 2005 sogar um 25 Prozent.

Aber der Luftverkehr dürfte in den kommenden Jahren nach der Corona-Pandemie wieder deutlich zunehmen – der jüngste Bericht prognostiziert plus 42 Prozent bis 2040. Deshalb ist es wichtig, schnell und gemeinsam zu handeln, um die Umweltbelastung durch das Fliegen zu reduzieren. Wenn es im Himmel voller wird, müssen auch das Flugverkehrsmanagement und die Flugsicherungsdienste effizienter werden. Die EU arbeitet daher seit 1999 daran, die nationale Zersplitterung im Luftraum aufzuheben und einen einheitlichen europäischen Luftraum zu schaffen. Das spart Reisezeit, Kerosin und Klimagase.

Der Preis für Mobilität muss die Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt und die Gesundheit widerspiegeln. Die derzeitigen Steuerbefreiungen, die für Luftkraftstoffe gelten, will die EU-Kommission im Rahmen der Überarbeitung der Energiebesteuerungsrichtlinie auf den Prüfstand stellen. Außerdem wollen die EU-Staaten bis 2030 das große europäische Verkehrsnetz mit insgesamt 9 multimodalen Verkehrskorridoren mit einer Länge von 15 000 km von Finnland bis Malta und Polen bis Portugal vollenden. Durch den Ausbau von Bahnstrecken wird so mancher Kurzstreckenflug überflüssig.

Die EU hat schon in viele Strecken investiert, um Fahrgäste zu motivieren, auf die umweltfreundlichere Bahn umzusteigen. Beispielsweise wurde der Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Nürnberg und Berlin in den vergangenen Jahren aus EU-Programmen mit fast 380 Mio. Euro gefördert. Damit hat sich die Fahrzeit um 2,5 Stunden auf knapp drei Stunden von Berlin nach Nürnberg verkürzt, nach München schafft es der ICE nun unter vier Stunden.

Pressekontakt: Nikola John , Tel.: +49 (30) 2280-2410

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.