Der Kimberley-Prozess, der Kampf gegen „Blutdiamanten“

Der Kimberley-Prozess, der Kampf gegen „Blutdiamanten“

Die Europäische Union ist ein wichtiges Zentrum für den Handel mit Diamanten. In Städten wie Antwerpen und London treffen sich Diamantenhändler aus aller Welt. In der Europäischen Union werden die Kriterien für die Ein- oder Ausfuhr von Rohdiamanten in einer Verordnung festgelegt, die sicherstellt, dass die Vorschriften des „Kimberley-Prozesses“ (KP) eingehalten werden.

Was ist der Kimberley-Prozess?

Im Mai 2000 trafen sich im südafrikanischen Kimberley diamantenproduzierende Länder, um über Wege zu diskutieren, wie man den Handel mit "Blutdiamanten" stoppen kann und um zu verhindern, dass Rebellenorganisationen mit dem Verkauf dieser Diamanten kriegerische Auseinandersetzungen finanzieren.

Im Dezember 2000 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine bahnbrechende Resolution, mit der die Einführung des Kimberley-Prozess-Zertifikationssystems (KPZS) beschlossen wurde. Dieses System trat 2003 in Kraft.

Derzeit zählt das KPZS 54 Teilnehmer, die insgesamt 80 Staaten (wobei die EU als ein Teilnehmer zählt) repräsentieren.

Die Rolle des FPI

  • Die Europäische Union wird im Kimberley-Prozess durch den FPI vertreten. Beraten wird sie durch den KP-Ausschuss der EU. Die Kommission koordiniert und überwacht auch die Umsetzung der KP-Vorschriften innerhalb der EU.
  • Der FPI hat den Vorsitz in der KP-Working Group on Monitoring (WGM) (Arbeitsgruppe für die Überwachung des Kimberley-Prozesses) inne und überwacht die Einhaltung der KPZS-Kriterien.
  • Der FPI leistet auch einen allgemeineren Beitrag zu politischen Maßnahmen bei anderen natürlichen Ressourcen, die in Konfliktgebieten für die Finanzierung von Kriegen genutzt werden können.