Unterstützung des IfS für palästinensische Flüchtlinge

Unterstützung des IfS für palästinensische Flüchtlinge

Das Instrument für Stabilität arbeitet mit der Relief and Works Agency der Vereinten Nationen (UNRWA – Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten) zusammen, um palästinensischen Flüchtlingen dabei zu helfen, im Syrienkonflikt ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Der Bürgerkrieg in Syrien hat gerade schwache und gefährdete Personen besonders hart getroffen, vor allem Frauen, Kinder und auch viele palästinensische Flüchtlinge. Vor Beginn des Bürgerkriegs bot Syrien eine relativ sichere Zuflucht für die nahezu 519.000 registrierten palästinensischen Flüchtlinge, von denen die meisten in der Umgebung von Damaskus lebten. Ihre Situation hat sich seitdem erheblich verschlechtert.

Die meisten palästinensischen Flüchtlinge sind sich ihres prekären Status bewusst und haben es daher vermieden, in dem Konflikt Stellung zu beziehen. Dies hat sie jedoch nicht davor bewahrt, zwischen die Fronten der Kriegsparteien zu geraten. Die Kämpfe fanden in der Nähe der Flüchtlingslager statt und drangen bis dorthin vor – vor allem im Lager Yarmouk in Damaskus. Bis zum November 2013 wurden mehr als die Hälfte der palästinensischen Flüchtlinge innerhalb Syriens vertrieben oder mussten in Nachbarländer fliehen. 80 % sind auf Hilfe angewiesen (Zahlen der Vereinten Nationen).

Das Instrument für Stabilität arbeitet mit der UNRWA zusammen, um Hilfe zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können sowohl palästinensische Flüchtlinge als auch syrische Bürger ihren Lebensunterhalt sichern und Kinder und Jugendliche ihre Ausbildung fortsetzen. Verbesserte Sicherheits- und Schutzmaßnahmen ermöglichen es den UNRWA-Mitarbeitern (in erster Linie palästinensische Flüchtlinge), ihre Arbeit fortzusetzen, obwohl die bewaffneten Auseinandersetzungen unvermindert weitergehen. Diejenigen, die aus Syrien fliehen mussten (vor allem in den Libanon), wurden bei der Unterbringung unterstützt. Mehr über die EU-Unterstützung

Über dieses Projekt wurden auch alternative Lernmodule entwickelt: 400 Unterrichtsstunden auf der Grundlage des syrischen Lehrplans in den Fächern Mathematik, Arabisch, Englisch und Naturwissenschaften wurden produziert und über Satellit ausgestrahlt. Auf diese Weise können palästinensische Flüchtlinge und syrische Kinder auch dann weiter am Unterricht teilnehmen, wenn sie wegen der militärischen Auseinandersetzungen nicht zur Schule gehen können.