Die Polizeimission der Europäischen Union in Afghanistan

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Ausbildungskurs für weibliche Polizeiführungskräfte an der Polizeischule

Die Polizeimission der Europäischen Union in Afghanistan

Der FPI überwacht die Umsetzung und das Finanzmanagement der Polizeimission der Europäischen Union in Afghanistan (EUPOL Afghanistan). EUPOL Afghanistan ist die zweitgrößte zivile Mission im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU (GSVP). Die Mission besteht aus 290 internationalen Mitarbeitern, in erster Linie Polizeikräften und Rechtsexperten, sowie 200 lokalen Mitarbeitern.

Die Mission, die im Sommer 2007 begann, soll einen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen und effizienten zivilen Polizei leisten, die mit dem afghanischen Justizsystem zusammenarbeitet, um die Sicherheit der Bevölkerung zu verbessern. Die Mission führt ihre Überwachungs-, Beratungs- und Ausbildungstätigkeit auf der Ebene der Führungsstäbe des afghanischen Innenministeriums, Justizministeriums, dem Büro des Generalstaatsanwalts in Kabul und einer Reihe afghanischer Provinzen durch. Auf diese Art und Weise stellt EUPOL Afghanistan sicher, dass auch die Bedürfnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen lokaler Behörden beim Reformprozess berücksichtigt werden.

Auf diese Weise leistet die Mission einen Beitrag zur Unterstützung des Reformprozesses der afghanischen Regierung, der zum Aufbau einer vertrauenswürdigen und effizienten Polizei führen wird, die internationale Standards respektiert sowie rechtsstaatliche Grundsätze und die Menschenrechte achtet.

Am 23. Juni 2014 stimmte der Rat der EU grundsätzlich einer Verlängerung der Mission bis Ende 2016 zu. Bis dahin sollen schrittweise eine Reihe von Aufgaben, vor allem die Ausbildung, an örtliche Behörden übergeben werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Afghanen langfristig selbst in der Lage sein werden, diese Aufgaben zu erfüllen.