Xylella fastidiosa - DE

Xylella fastidiosa - DE

Worum handelt es sich bei Xylella fastidiosa?

Xylella fastidiosa (Wells et al.), auch Feuerbakterium genannt, ist weltweit eines der gefährlichsten Pflanzenbakterien, das zahlreiche Krankheiten verursacht und enorme wirtschaftliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft, öffentliche Gärten und die Umwelt hat.

Es gibt weltweit vier häufig auftretende Unterarten von Xylella fastidiosa (fastidiosa, pauca, multiplex und sandyi), zudem wurden aber noch weitere Unterarten (z. B. morus) sowie Rekombinationen innerhalb einer Unterart oder zwischen verschiedenen Unterarten identifiziert. Das Bakterium besiedelt das Xylemgewebe der Pflanzen und wird in der Regel durch xylemsaugende Insektenvektoren übertragen.

Die Bandbreite der Symptome für einen Befall mit Xylella fastidiosa reicht von nicht ausgedrückten Infektionen bis zum Absterben der Pflanzen innerhalb eines bestimmten Zeitraums, je nach der Art der Wirtspflanze, der Menge an infiziertem Material, der betroffenen Unterart oder aber spezifischen Rekombinationen innerhalb einer Unterart oder zwischen Unterarten sowie den klimatischen Bedingungen.

Aus der wissenschaftlichen Literatur geht hervor, dass das Bakterium weltweit in mehr als 300 Pflanzenarten nachgewiesen oder aus diesen isoliert wurde, obwohl nicht alle diese Pflanzen anfällig sind und nicht alle Pflanzenarten von allen Unterarten von Xylella fastidiosa befallen werden. Im Gebiet der Union wurden mehrere wirtschaftlich bedeutsame Kulturpflanzen wie z. B. Oliven-, Pflaumen-, Mandel- und Kirschbäume, aber auch weit verbreitete Zierpflanzen (z. B. Myrten-Kreuzblume und Oleander) als Wirtspflanzen ausgemacht. Viele andere weit verbreitete Pflanzenarten im Unionsgebiet sind potenzielle Wirte. Überträger der Krankheit in der EU sind Zikaden, die im gesamten Gebiet der EU weit verbreitet sind. Das Risiko einer Ausbreitung der Krankheit in andere Teile der EU ist somit sehr hoch, wenn nicht unmittelbar nach jedem neuen Ausbruch strenge Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen werden

Jüngste Entwicklungen

EU-Recht

Erhebungen

EU-Finanzhilfen

EU-Forschungsprogramm

Rettung befallener Pflanzen

Rolle der Bürgerinnen und Bürger