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Mittelmeer in Gefahr

Die Fischbestände im Mittelmeer nehmen ab. Einige sind nahezu erschöpft. Alles in allem sind 93 % der bewerteten Fischbestände überfischt. Vor sinkenden Beständen haben nicht nur Fischer gewarnt, die immer weniger Fisch fangen, sondern auch Wissenschaftler, die die Situation über die Jahre beobachtet haben.

Im Mittelmeer gibt es schätzungsweise 10 000 – 12 000 verschiedene Meereslebewesen. Doch dieser außergewöhnliche Artenreichtum ist in großer Gefahr. Er wird bedroht von Umweltverschmutzung und Klimawandel, am meisten jedoch durch Überfischung. Wird ein gemeinsames Handeln weiter hinausgezögert, könnte dies irreversible Schäden und einen Zusammenbruch wichtiger Bestände zur Folge haben, die für den Fischereisektor von wesentlicher Bedeutung sind.

Rasches Handeln ist nötig

Da es sich um eine gemeinsame Ressource handelt, wäre dies für alle ein Verlust, doch die Folgen für die Fischer und insbesondere für die kleinen Küstenfischereien wären verheerend. Ihre einzige Erwerbsquelle stünde auf dem Spiel, ganz zu schweigen von ihrer traditionellen Lebensweise, die verloren gehen würde. Steigende Erträge, die mit Nachhaltigkeit einhergehen, müssen daher die Zielvorgabe sein, damit die Fischereien wieder auf Kurs gebracht werden.

Was wird bereits getan?

2003 unterzeichneten die Mittelmeerländer in Venedig eine Erklärung, in der das Fundament für eine Verbesserung der wissenschaftlichen Forschung, für den Schutz gefährdeter Gebiete und für die Beschränkung des Fischereiaufwands gelegt wurde. Die EU-Mitgliedstaaten reduzierten ihre Fangflotten in dem Bemühen, eine nachhaltige Fischerei sicherzustellen. Unsere EU-Gesetzgebung zeichnet sich aus durch nationale und internationale Bewirtschaftungspläne, Fangbeschränkungen und Umweltschutzanforderungen. Durch intensive multilaterale Zusammenarbeit werden all die anderen Mittelmeeranrainerstaaten ermutigt, sich an die gleichen Regeln zu halten.

Und die Erfahrung hat gezeigt, dass wir erfolgreich sein können – wenn wir die Herausforderungen gemeinsam anpacken. Die erstaunliche Erholung des Blauflossenthuns im Mittelmeer zeigt dies eindrucksvoll. Eine konzertierte Aktion zur besseren Bewirtschaftung dieser betroffenen Fischerei brachte konkrete Ergebnisse und zum ersten Mal seit vielen Jahren werden nun die Fangquoten erhöht.

Doch es muss noch mehr getan werden. Aus diesem Grund startet Kommissar Vella über die Notwendigkeit der besseren Umsetzung und Regelung bereits bestehender Maßnahmen hinaus eine Mittelmeerstrategie, um die Lage bei den Fischbeständen zu verbessern.

Zentraler Ansatz dieser Strategie ist die Schärfung des Bewusstseins für die Dringlichkeit und die Dimensionen des Problems, aber auch die Mobilisierung eines sofortigen und entschiedenen Handelns aller, einschließlich der südlichen und östlichen Länder des Mittelmeers. Die jüngsten Treffen haben bestätigt, dass der politische Wille zum Handeln vorhanden ist. Beim gemeinsamen Ministertreffen aller Mittelmeerländer am 27. April werden weitere Impulse gesetzt, die eine umfassende Herangehensweise ermöglichen.

Wie können Sie helfen?

An der Basis können Maßnahmen von kleinen Fischereien und Küstengemeinden ergriffen werden, aber auch von nationalen Behörden, Politikern, wichtigen Akteuren, großen industriellen Flotten, NRO und Wissenschaftlern. Die nationale, EU- und multilaterale Politik muss mit einer Stimme sprechen, damit kurz-, mittel- und langfristige Ziele festgelegt werden können.

Die Botschaft ist klar: Jeder muss seiner Verantwortung nachkommen. Jeder – die Verbraucher eingeschlossen – muss seinen Beitrag leisten, wenn echte und bleibende Veränderungen erreicht werden und sich wieder wirtschaftlich gesunde und rentable Fischereien entwickeln sollen, sodass nicht nur bestehende Arbeitsplätze gesichert, sondern auch neue geschaffen werden können.

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