Fischerei

Fischereimanagement

Fischereimanagement

Fischereimanagement

Fischereiinspektoren kontrollieren die Netze

Fischer fangen ihre Erzeugnisse in Fischbeständen, die im Allgemeinen über eine hohe, jedoch nicht unbegrenzte Reproduktionsfähigkeit verfügen. Wenn die Fischerei nicht reguliert wird, verschwinden möglicherweise ganze Bestände oder wird die Tätigkeit selbst unrentabel. Ein Bewirtschaftungssystem für die Fischerei ist aus folgenden Gründen von allgemeinem Interesse:

  • Erhalt der Reproduktionsfähigkeit der Bestände für langfristigen Ertrag
  • Grundlage für einen gewinnträchtigen Industriezweig
  • gerechte Aufteilung der Fangmöglichkeiten
  • Erhalt der Meeresressourcen  

Das wichtigste Ziel der Fischereibewirtschaftung im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) ist es, möglichst bis 2015 und spätestens bis 2020 hohe, langfristige Erträge für alle Bestände zu sichern. Der Fachbegriff dafür ist „höchstmöglicher Dauerertrag“. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, unerwünschten Beifängen und verschwenderischen Praktiken Einhalt zu gebieten, indem schrittweise eine Pflicht zur Anlandung durchgesetzt wird. Vor Kurzem wurden Vorschriften und Verwaltungsstruktur der neuen GFP überarbeitet, um Regionalisierung und mehr Konsultationen von Interessenträgern zu ermöglichen.

Die Fischereiverwaltung kann in Form von Ein- oder Ausgabekontrolle oder einer Kombination von beiden erfolgen. Zur Eingabekontrolle gehören:

Die Ausgabekontrolle kann darin bestehen, die in einer bestimmten Fischerei gefangenen Mengen zu begrenzen, vor allem durch das System der zulässigen Gesamtfangmengen (TAC und Quoten).

Die Gemeinsame Fischereipolitik stützt sich immer häufiger auf Mehrjahrespläne, die oft verschiedene Bewirtschaftungsinstrumente kombinieren.

Die Fischereiverwaltung beruht auf Daten und wissenschaftlicher Beratung. Überdies gewährleisten Kontrollmaßnahmen, dass die Vorschriften umgesetzt und von allen Fischern eingehalten werden.