Arbeitsmarktstatistik auf regionaler Ebene

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Datenauszug vom April 2018.

Aktualisierung des Artikels geplant: November 2019.

Im Fokus

Die höchsten regionalen Beschäftigungsquoten wurden in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Schweden verzeichnet.

Die tschechische Hauptstadtregion Praha wies mit 1,7 % die niedrigste Arbeitslosenquote in allen Regionen der EU auf.

Quelle: Eurostat

Ein gut funktionierender Arbeitsmarkt mit hochqualifizierten Arbeitskräften, die schnell neue Fähigkeiten erwerben können, wird zunehmend als Voraussetzung für eine dynamische und wettbewerbsfähige Wirtschaft angesehen. Statistiken zur Analyse der Arbeitsmarktentwicklung werden von den Entscheidungsträgern der Europäischen Union (EU) verwendet, um beispielsweise die Strategie Europa 2020 zu überwachen oder auf die Anforderungen der Wirtschafts- und Währungspolitik der EU zu reagieren. Die Arbeitsmärkte sind nicht nur für Regierungen und politische Entscheidungsträger von großer Bedeutung, sondern auch für die persönliche Entwicklung, da Beschäftigung unter anderem die Selbstständigkeit, finanzielle Sicherheit und das Gefühl der Zugehörigkeit ermöglichen. Obgleich die EU die Integration aller Mitglieder der Gesellschaft in den Arbeitsmarkt fördert, werden bestimmte Gruppen weiterhin diskriminiert (unterrepräsentiert oder ausgeschlossen).

Vollständiger Artikel

Im Rahmen ihrer Priorität, eine vertiefte und fairere Wirtschafts- und Währungsunion zu gewährleisten, bemüht sich die EU, mehr Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen zu schaffen, indem sie Gerechtigkeit und demokratische Rechenschaftspflicht miteinander verbindet. Die europäische Säule sozialer Rechte soll wirksame Bürgerrechte garantieren, indem sie Folgendes gewährleistet: Chancengleichheit und Arbeitsmarktzugang, faire Arbeitsbedingungen, Sozialschutz und soziale Inklusion. Diese Initiative beruht auf 20 Grundsätzen. Gleichzeitig arbeitet die EU an einer Reihe weiterer Initiativen, wie etwa Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (Mindeststandards für Eltern- und Erziehungsurlaub, um mehr Männer zur Übernahme von Aufgaben außerhalb der Erwerbstätigkeit zu ermutigen) oder neuer Wege zur Gewährleistung einer angemessenen sozialen Absicherung für Selbständige und Personen, die in der Gig-Economy arbeiten.

Dieser Artikel enthält eine Analyse der Arbeitsmärkte der EU und bietet einen Überblick über die regionale Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Eurostat erstellt und veröffentlicht Arbeitsmarktstatistiken für die EU-Regionen, die einzelnen EU-Mitgliedstaaten sowie das EU-28-Aggregat; darüber hinaus sind Daten für einen Teil der EFTA- und Kandidatenländer verfügbar; subnationale Statistiken werden für Regionen auf der NUTS-Ebene 2 und nach Verstädterungsgrad dargestellt.

Im Jahr 2017 bestand die Bevölkerung der EU-28 aus 380,2 Millionen Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren. Die wirtschaftlich aktive Bevölkerung – auch als Erwerbsbevölkerung bezeichnet – umfasste 245,8 Millionen Menschen in diesem Alter, während 134,4 Millionen Menschen zu den nichterwerbstätigen Personen zählten (d. h. weder erwerbstätig noch arbeitslos); die letztgenannte Personengruppe der Nichterwerbspersonen besteht überwiegend aus Schülern, Studenten, Rentnern und Personen, die sich um andere Familienmitglieder kümmern, aber auch aus Ehrenamtlichen und Menschen, die aufgrund einer Behinderung nicht arbeiten können. Die Erwerbsbevölkerung der EU-28 im Alter von 15 bis 74 Jahren setzt sich zusammen aus arbeitenden Personen (Erwerbstätige; 227,0 Millionen) und Personen, die nicht erwerbstätig sind, aber aktiv Arbeit suchen und zur Verfügung stehen (Arbeitssuchende; 18,8 Millionen). Aus Infografik 1 geht hervor, wie sich die Erwerbsbevölkerung der EU-28 im Detail zusammensetzt.

Infografik 1: Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung, EU-28, 2017
(Tausend Personen)
Quelle: Eurostat (demo_pjangroup), (lfsa_pganws), (lfsa_eftpt), (lfsa_etgaed) und (lfsa_ugad)

Beschäftigungsquoten

Kernziel der Strategie Europa 2020: Beschäftigung von mindestens 75 % der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis zum Jahr 2020

Die Beschäftigungsquote ist der prozentuale Anteil der Erwerbstätigen (eines bestimmten Alters) im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (des gleichen Alters). In diesem Abschnitt werden Informationen über die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter dargestellt, hier definiert als Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren. Diese Altersgruppe wurde ausgewählt, um am unteren Ende der Altersspanne dem steigenden Anteil der noch in Ausbildung befindlichen jungen Menschen Rechnung zu tragen, die möglicherweise aufgrund ihrer Ausbildung vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Bei der Definition der Beschäftigungsquote wird die obere Altersgrenze in der Regel unter Berücksichtigung der unterschiedlichen (gesetzlichen) Renteneintrittsalter in Europa auf höchstens 64 Jahre festgelegt. Es gilt jedoch zu beachten, dass sich die Politik zunehmend um eine Anhebung des Renteneintrittsalters bemüht und es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft ein größerer Anteil älterer Menschen in der Erwerbsbevölkerung verbleiben wird.

Die Strategie Europa 2020 setzt als Teil ihrer Agenda für Wachstum und Beschäftigung ein Leitziel, wonach bis zum Jahr 2020 75 % aller 20- bis 64-Jährigen beschäftigt sein sollen. Um dieses Gesamtziel zu erreichen, wurden für jeden EU-Mitgliedstaat nationale Ziele festgelegt: Diese reichen von 80 % oder mehr in Dänemark, den Niederlanden und Schweden bis zu 70 % oder weniger in Irland, Griechenland, Kroatien, Italien, Malta und Rumänien; im nationalen Reformprogramm des Vereinigten Königreichs wurde kein Ziel festgelegt. Der Grund für diese Ziele besteht darin, die Zahl der Erwerbstätigen angesichts der Alterung der Bevölkerung und der damit verbundenen Herausforderungen in Bezug auf die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Finanzen und Sozialmodelle zu erhöhen.

Die höchsten regionalen Beschäftigungsquoten in der EU wurden in Åland (Finnland), Berkshire, Buckinghamshire und Oxfordshire (Vereinigtes Königreich) und Stockholm (Schweden) verzeichnet

Die Beschäftigungsquote der EU-28 für Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren lag im Jahr 2017 bei 72,2 %; dies ist der vierte Anstieg in Folge seit einem relativen Tiefstand von 68,4 % im Jahr 2013. Die Beschäftigungsquote der EU-28 stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte und lag damit leicht über den jährlichen Zuwächsen der letzten drei Jahre (die alle im Bereich von 0,8-1,0 Prozentpunkten lagen). Wenn die Beschäftigungsquote in den nächsten drei Jahren mit ähnlicher Geschwindigkeit weiter steigt, sollte das Ziel der Strategie Europa 2020 erreicht werden.

Karte 1 zeigt die Beschäftigungsquoten für Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren in den NUTS-2-Regionen; die höchsten Beschäftigungsquoten – die mindestens dem Europa-2020-Ziel von 75,0 % entsprechen – werden in den beiden dunkelsten Farbtönen dargestellt, wobei etwas weniger als die Hälfte (128 von 276) aller Regionen in der EU im Jahr 2017 eine solche Quote aufwiesen.

Die Regionen, in denen mindestens vier von fünf Personen im erwerbsfähigen Alter erwerbstätig waren (durch den dunkelsten Farbton auf der Karte gekennzeichnet), gehörten zu den dynamischsten Arbeitsmärkten, die häufig durch eine niedrige Arbeitslosigkeit und eine relativ hohe Erwerbstätigenquote bei Frauen gekennzeichnet sind. Diese 41 Regionen mit den höchsten Beschäftigungsquoten befanden sich in Deutschland (17 verschiedene Regionen), dem Vereinigten Königreich (14) und Schweden (6), wobei auch zwei Regionen aus der Tschechischen Republik und jeweils eine Region aus den Niederlanden und Finnland vertreten waren. Letztere war insofern von besonderem Interesse, da Åland – ein Archipel in der Ostsee – mit 88,2 % die höchste Beschäftigungsquote der EU aufwies. Die zweithöchsten Beschäftigungsquoten in der EU wurden in Berkshire, Buckinghamshire and Oxfordshire (85,2 %; eine Region westlich von London im Vereinigten Königreich) und Stockholm (84,2 %; die schwedische Hauptstadtregion) verzeichnet. Interessanterweise waren unter diesen 41 Regionen intraregionale Unterschiede innerhalb der Regionen in einigen der größeren Mitgliedstaaten festzustellen; so wurden beispielsweise in den südlichen (eher als in den nördlichen) Regionen Deutschlands und des Vereinigten Königreichs geringfügig höhere Beschäftigungsquoten verzeichnet.

Am anderen Ende der Skala lagen Regionen mit den niedrigsten Beschäftigungsquoten für Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren am häufigsten in den südlichen Teilen der EU. Im Jahr 2017 gab es fünf Regionen, in denen weniger als die Hälfte der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter beschäftigt war: vier davon in Süditalien – Sicilia, Calabria, Campania und Puglia – und eine weitere war die französische Überseeregion Mayotte. Die niedrigste regionale Beschäftigungsquote lag bei 44,0 % und wurde in der italienischen Inselregion Sicilia verzeichnet. Im Gegensatz zu den intraregionalen Mustern für Deutschland und das Vereinigte Königreich waren die Beschäftigungsquoten in Italien in den südlichen (eher als in den nördlichen) Regionen tendenziell niedriger.
Karte 1: Beschäftigungsquote nach NUTS-2-Region, 2017
(Anteil der 20- bis 64-Jährigen in Prozent der Bevölkerung)
Quelle: Eurostat (lfst_r_lfe2emprt) und (lfsi_emp_a)
Abbildung 1 enthält Informationen über die Beschäftigungsquoten von Personen im erwerbsfähigen Alter nach dem Verstädterungsgrad. Auf aggregierter Ebene gab es kaum Unterschiede zwischen den Beschäftigungsquoten der EU-28 in ländlichen Gebiete (72,6 %), Städten und Vororten (jeweils 72,0 %). In den östlichen Teilen der EU und den baltischen Mitgliedstaaten waren Menschen, die in Städten lebten, jedoch üblicherweise viel häufiger erwerbstätig. Dies gilt insbesondere für Bulgarien, wo die Beschäftigungsquote der in Städten lebenden Personen um 14,4 Prozentpunkte höher war als die der in ländlichen Gebieten lebenden Personen, wobei auch in Litauen (13,7 Punkte) und Kroatien (10,3 Punkte) zweistellige Unterschiede zugunsten der in Städten lebenden Personen zu verzeichnen waren. Die Situation in den westlichen Mitgliedstaaten war häufig umgekehrt, da die höchsten Beschäftigungsquoten in der Regel für die in ländlichen Gebieten lebenden Menschen und die niedrigsten Quoten für die in Städten lebenden Menschen verzeichnet wurden, für die in einigen Fällen ein höheres Risiko von Armut und sozialer Ausgrenzung kennzeichnend war. In Belgien lag die Beschäftigungsquote für in ländlichen Gebieten lebende Personen im erwerbsfähigen Alter bei 72,2 %, und damit um 9,9 Prozentpunkte höher als bei den Personen, die in Städten lebten. Ein ähnliches Muster wurde in mehreren anderen westlichen Teilen der EU beobachtet, unter anderem in Österreich – wo der Unterschied zwischen den Erwerbstätigen in ländlichen Gebieten und den in Städten lebenden Menschen nur unwesentlich geringer war (9,5 Punkte) –, Deutschland (5,5 Punkte), den Niederlanden (5,2 Punkte), Frankreich (3,9 Punkte) und dem Vereinigten Königreich (2,9 Punkte).
Abbildung 1: Beschäftigungsquote nach Verstädterungsgrad, 2017
(Anteil der 20- bis 64-Jährigen in Prozent der Bevölkerung)
Quelle: Eurostat (lfst_r_ergau)

Teilzeitbeschäftigung

Moderne Wirtschaftssysteme sind durch flexible Arbeitsformen gekennzeichnet, von denen viele durch die Einführung von Informations- und Kommunikationstechnologien entstanden sind. „Flexicurity“ ist ein Kofferwort, das verwendet wird, um eine Strategie zu beschreiben, mit der gleichzeitig die Wünsche der Arbeitgeber nach einer flexibleren Belegschaft und der Wunsch der Arbeitnehmer nach mehr Sicherheit am Arbeitsplatz gestärkt werden sollen.

Zur Quantifizierung des Arbeitsaufwands kann eine einfache Zählung der Erwerbstätigen herangezogen werden. Die Politik ist jedoch zunehmend an detaillierteren Analysen interessiert, z. B. durch die Unterscheidung von Vollzeitbeschäftigten und Teilzeitbeschäftigten (es gilt zu beachten, dass diese Einstufung in der Regel auf einer spontanen Antwort der Befragten beruht). Es gibt eine Reihe von Gründen, warum eine Person eine Teilzeitbeschäftigung wählen oder annehmen kann, zum Beispiel: mehr Flexibilität, um andere Dinge zu tun; mehr Abwechslung am Arbeitsplatz, möglicherweise durch die Kombination von Teilzeitstellen; Ergänzung eines Einkommens oder einer Rente; Vermeidung von Arbeitslosigkeit; Suche nach finanzieller Unabhängigkeit; Vermeidung von Kosten für Kinderbetreuung.

Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in sieben niederländischen Regionen arbeitete in Teilzeit

Die auf Karte 2 dargestellten Daten beziehen sich auf den Anteil der Beschäftigten, die in Teilzeit arbeiteten: Im Jahr 2017 betraf diese Art der Beschäftigung etwa jede fünfte Person (20,3 %) in der gesamten EU-28. Eines der auffälligsten Merkmale der Karte ist das einheitliche Muster der Teilzeitbeschäftigungsquoten, die für verschiedene Regionen in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten erfasst wurden. Ein weiteres Merkmal der Karte ist die deutliche Aufteilung in östliche und westliche Regionen, wobei die Teilzeitbeschäftigungsquoten in der Regel in den östlichen Regionen deutlich niedriger sind. Diese Muster spiegeln vermutlich die Reife der Arbeitsmärkte und die Auswirkungen der nationalen Arbeitsgesetzgebung sowie ein hohes Maß an Übereinstimmung in den einzelnen Mitgliedstaaten in Bezug auf die Einstellung zur Teilzeitarbeit wider.

Im Jahr 2017 wurden die höchsten Teilzeitbeschäftigungsanteile systematisch in den Niederlanden verzeichnet. In der Tat belegten die 12 niederländischen Regionen die ersten 12 Plätze in einer Rangliste der Teilzeitbeschäftigungsquoten in den NUTS-2-Regionen. In sieben von ihnen arbeitete mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren inTeilzeit, wobei die höchste Quote (56,4 %) in der Universitätsregion Groningen lag. Der niedrigste Teilzeitbeschäftigungsanteil in den 12 niederländischen Regionen lag in Zuid-Holland (48,8 %); damit war sie jedoch noch immer 14,1 Prozentpunkte höher als die zweithöchste regionale Teilzeitbeschäftigungsquote in der EU-28, die in Devon (Vereinigtes Königreich; 34,7 %) verzeichnet wurde. Im Allgemeinen wurden die höchsten Teilzeitbeschäftigungsquoten außerhalb der Niederlande im Vereinigten Königreich, in Deutschland und in Österreich verzeichnet.

Am anderen Ende der Skala befanden sich 42 EU-Regionen, in denen im Jahr 2017 weniger als 7,5 % der Gesamtzahl der Beschäftigten in Teilzeit beschäftigt waren. Diese lagen vor allem in den östlichen Regionen der EU – Bulgarien, Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei – aber auch in fünf Regionen Griechenlands. Der niedrigste Anteil an Teilzeitbeschäftigung wurde mit 0,6 % in der rumänischen Hauptstadtregion Bucuresti - Ilfov verzeichnet. Diese Situation wurde in mehreren EU-Mitgliedstaaten beobachtet, in denen die Hauptstadtregionen Spaniens, Frankreichs, der Slowakei, Finnlands, Schwedens und des Vereinigten Königreichs jeweils geringe Teilzeitbeschäftigungsanteile (im Verhältnis zum nationalen Durchschnitt) verzeichneten, was möglicherweise die hohen Lebenshaltungskosten in den Hauptstädten widerspiegelt, wodurch sich einige Menschen nicht leisten können, nur in Teilzeit zu arbeiten, oder auch die größere Verfügbarkeit von Vollzeitarbeitsplätzen in den Hauptstadtregionen.
Karte 2: Teilzeitbeschäftigung nach NUTS-2-Region, 2017
(Anteil der Beschäftigten ab 15 Jahren in Prozent)
Quelle: Eurostat (lfst_r_lfe2eftpt)

Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit kann sich nicht nur auf das wirtschaftliche Wohl eines Landes auswirken (ungenutzter potenzieller Arbeitskräfteeinsatz und höhere Sozialleistungen), sondern auch auf das Wohlergehen arbeitsloser Personen. Die persönlichen und sozialen Belastungen durch Arbeitslosigkeit sind vielfältig und umfassen ein höheres Risiko für Armut (auf Englisch), Schulden oder Obdachlosigkeit, und die Stigmatisierung der Arbeitslosigkeit kann zu einem Rückgang des Selbstwertgefühls, einem Zusammenbruch der familiären/persönlichen Beziehungen oder sozialer Ausgrenzung (auf Englisch) führen.

Die Arbeitslosenstatistik von Eurostat folgt den Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) (auf Englisch): Eine arbeitslose Person ist eine Person im Alter zwischen 15 und 74 Jahren, die ohne Arbeit ist, jedoch in den letzten vier Wochen aktiv eine Beschäftigung gesucht hat und innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Arbeit aufnehmen kann. Die Arbeitslosenquote entspricht der Zahl der Arbeitslosen und wird als prozentualer Anteil an der gesamten Erwerbsbevölkerung ausgedrückt.

Im Jahr 2017 gab es in der EU-28 18,8 Millionen Arbeitslose, was 7,6 % der gesamten Erwerbsbevölkerung entspricht. Diese jüngsten Zahlen sind zwar höher als zu Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 – 16,8 Millionen Arbeitslose und eine Arbeitslosenquote von 7,0 % –, stellen allerdings einen erheblichen Rückgang gegenüber der Situation im Jahr 2013 dar, als die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der EU-28 mit 26,3 Millionen (eine Quote von 10,9 %) ihren bisherigen Höhepunkt erreicht hatte.

Die niedrigste Arbeitslosenquote wurde in der tschechischen Hauptstadtregion Praha verzeichnet

Karte 3 zeigt, dass im Jahr 2017 die niedrigsten regionalen Arbeitslosenquoten der EU-28 hauptsächlich in der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Österreich, Polen und dem Vereinigten Königreich verzeichnet wurden. Die höchsten Arbeitslosenquoten wurden dagegen in Südeuropa, insbesondere in Griechenland, sowie in den südlichen Regionen Italiens und Spaniens verzeichnet. Die Verteilung der Arbeitslosenquoten in den NUTS-2-Regionen war insofern etwas verzerrt, als dass es 179 Regionen gab, die unter dem EU-28-Durchschnitt lagen, während die Arbeitslosenquote in 94 Regionen über dem EU-28-Durchschnitt lag.

Die niedrigste regionale Arbeitslosenquote der EU im Jahr 2017 wurde in der tschechischen Hauptstadtregion Praha mit 1,7 %verzeichnet, d. h. weniger als 1 von 50 Erwerbstätigen war arbeitslos. Es sei darauf hingewiesen, dass Åland (Finnland) die höchste Erwerbstätigenquote verzeichnete und daher auch eine sehr niedrige Arbeitslosenquote aufweisen dürfte (dieser Wert kann jedoch aus Gründen der Vertraulichkeit nicht veröffentlicht werden). 13 Regionen in der EU meldeten regionale Arbeitslosenquoten zwischen 2,0 und 2,5 %, die meisten davon (acht verschiedene Regionen) in Deutschland — fünf davon in Bayern — sowie zwei weitere Regionen aus der Tschechischen Republik, zwei Regionen aus Ungarn und eine Region aus dem Vereinigten Königreich.

Am anderen Ende der Skala wurden die höchsten regionalen Arbeitslosenquoten – auf Karte 3 durch den dunkelsten Farbton veranschaulicht – in vier Clustern zusammengefasst und beinhalten: alle 13 Regionen Griechenlands, acht Regionen hauptsächlich in Südspanien, die fünf französischen Überseeregionen und vier Regionen in Süditalien. Die nordgriechische Region Dytiki Makedonia verzeichnete mit 29,1 % die höchste Arbeitslosenquote der NUTS-2-Regionen in der EU, während es fünf weitere Regionen gab, in denen mehr als ein Viertel der Arbeitskräfte ohne Arbeit war: drei dieser Regionen lagen in Spanien – Extremadura, Andalucía und die Überseeregion Ciudad Autónoma de Melilla; eine weitere griechische Region – Dytiki Ellada; und eine französische Überseeregion – Mayotte.

Im Jahr 2017 waren Italien und Belgien durch einige der größten Unterschiede bei den Arbeitslosenquoten zwischen den NUTS-2-Regionen gekennzeichnet. In Italien gab es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle mit Arbeitslosenquoten von 3,1 % in der Provincia Autonoma di Bolzano/Bozen bis zu 21,6 % in Calabria; damit war die höchste Quote siebenmal so hoch wie die niedrigste. In Belgien erreichte die Arbeitslosenquote in der Hauptstadtregion Région de Bruxelles-Capitale/Brussels Hoofdstedelijk Gewest mit 14,9 % einen Höchststand, der 4,7 Mal so hoch war wie die Arbeitslosenquote in der Prov. West-Vlaanderen (3,2 %). Neben Belgien gab es zwei weitere Fälle, in denen die höchste regionale Arbeitslosenquote in der Hauptstadtregion verzeichnet wurde: Österreich und Deutschland. In der österreichischen Hauptstadtregion Wien war die Arbeitslosenquote mit 10,4 % 3,4 Mal so hoch wie in Salzburg (mit 3,1 % die niedrigste unter den österreichischen Regionen). In ähnlicher Weise war die Arbeitslosenquote in der deutschen Hauptstadtregion Berlin (7,0 %) 3,5 Mal so hoch wie in der westlichen Region Trier (2,0 %); dabei ist zu beachten, dass eine relativ hohe Zahl von Einwohnern aus Trier jeden Tag zur Arbeit über die Grenze nach Luxemburg pendelt.
Karte 3: Arbeitslosenquote nach NUTS-2-Region, 2017
(Anteil der 15- bis 74-Jährigen in Prozent der Erwerbsbevölkerung)
Quelle: Eurostat (lfst_r_lfu3rt)

Die Jugendarbeitslosenquote der EU-28 lag bei 16,8 % und war damit mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtarbeitslosenquote (7,6 %)

Ein Bereich, der für die Politik von besonderem Interesse ist, ist die Jugendarbeitslosigkeit. Die Leistungsfähigkeit der Jugendarbeitsmärkte ist eng mit den Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung verknüpft und spiegelt zumindest in gewissem Maße ein Missverhältnis zwischen den von jungen Menschen erworbenen Fähigkeiten und den Fähigkeiten wider, die von den Arbeitgebern (zur Besetzung freier Stellen) gefordert werden. Einige EU-Mitgliedstaaten haben in den letzten Jahren neue Arbeitsgesetze zur Liberalisierung der Arbeitsmärkte erlassen, indem sie beispielsweise ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten für die Einstellung von Personal durch befristete Verträge, Zeitarbeitsverträge oder Null-Stunden-Verträge anbieten. In einigen Ländern hat dies zu einer klaren Trennung zwischen Personen mit einer festen Vollzeitstelle und Personen mit einer möglicherweise „prekären“ Beschäftigung geführt; letztere sind häufig junge Menschen oder Personen mit einem relativ niedrigen Bildungsniveau.

Die Jugendarbeitslosenquote ist definiert als der Anteil der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren im Verhältnis zur gesamten Erwerbsbevölkerung des gleichen Alters. Es gilt zu beachten, dass ein relativ hoher Anteil der 15- bis 24-Jährigen nicht auf dem Arbeitsmarkt ist, da diese Personen ein Vollzeitstudium absolvieren (daher nicht für eine Erwerbstätigkeit zur Verfügung stehen und somit nicht zur Berechnung der Arbeitslosigkeit herangezogen werden). Es ist anzumerken, dass die Jugendarbeitslosenquote in mehreren Regionen relativ niedrig war und dass diese Daten (aufgrund des geringen Stichprobenumfangs) nicht veröffentlicht werden können und deshalb mit den Daten für die Regionen, für die keine Informationen verfügbar sind, gleichgestellt worden sind.

Im Jahr 2017, lag die Jugendarbeitslosenquote in der EU-28 bei 16,8 %. Die Informationen, die aufKarte 4 für die regionalen Jugendarbeitslosenquoten dargestellt werden, entsprechen vielen der bereits beobachteten Muster für die Gesamtarbeitslosenquote, obwohl diese häufig insofern verstärkt auftraten, als die Jugendarbeitslosenquoten für jede NUTS-2-Region in der EU durchweg höher waren als die Gesamtarbeitslosenquoten. Auf der Grundlage von Informationen für einen gemeinsamen Bezugszeitraum waren diese Unterschiede in drei rumänischen Regionen – Nord-Vest, Bucuresti - Ilfov und Centru – besonders ausgeprägt, da die Jugendarbeitslosenquote dort 4,1-5,7 Mal so hoch war wie die Gesamtarbeitslosenquote; auch in Herefordshire, Worcestershire and Warwickshire (Vereinigtes Königreich) lag das Verhältnis zwischen Jugendarbeitslosenquote und Gesamtarbeitslosenquote bei 4,1.

Nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise blieb die Jugendarbeitslosigkeit in mehreren Regionen in äußerster Randlage und im Süden ungebrochen hoch

Im Jahr 2017 verblieb der Anteil der arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren in 13 verschiedenen Regionen der EU-28 bei über 50,0 %. Vier davon befanden sich in Süditalien und drei in Griechenland; diese Liste umfasste auch zwei autonome Regionen aus Spanien, eine autonome Region aus Portugal und drei französische Überseeregionen. Mit Ausnahme des Sonderfalls von Ciudad Autónoma de Melilla (Spanien) wurden die höchsten Jugendarbeitslosenquoten der EU in den griechischen Regionen Voreio Aigaio (58,2 %) und Ipeiros (58,0 %) verzeichnet. Die niedrigsten Jugendarbeitslosenquoten wurden dagegen in Praha und der süddeutschen Region Oberbayern (beide mit einer Quote von 3,8 %) verzeichnet.
Karte 4: Jugendarbeitslosenquote nach NUTS-2-Region, 2017
(Anteil der 15- bis 24-Jährigen an der Erwerbsbevölkerung in %)
Quelle: Eurostat (lfst_r_lfu3rt)

Die Langzeitarbeitslosigkeit in der EU-28 war mehr als doppelt so hoch als die Gesamtarbeitslosenquote

Der letzte Abschnitt dieses Artikels enthält eine Analyse der Langzeitarbeitslosigkeit, die definiert ist als Gruppe der Erwerbslosen im Alter von 15 bis 74 Jahren, die seit mindestens 12 Monaten ohne Arbeit waren. Es ist anzumerken, dass die Langzeitarbeitslosenquote in Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit in mehreren Regionen relativ niedrig war und dass diese Daten (aufgrund des geringen Stichprobenumfangs) nicht veröffentlicht werden können und daher mit den Daten für die Regionen, für die keine Informationen verfügbar sind, gleichgestellt wurden.

Langzeitarbeitslosigkeit kann erhebliche Auswirkungen auf das individuelle Wohlbefinden haben und zu Selbstzweifeln, Ängsten oder Depressionen führen sowie zu einem höheren Risiko, in Armut oder soziale Ausgrenzung zu geraten. Des Weiteren sind Langzeitarbeitslose umso weniger attraktiv für potenzielle Arbeitgeber, je länger sie arbeitslos bleiben; dies könnte eine Diskriminierung durch die Arbeitgeber widerspiegeln, insofern Langzeitarbeitslose möglicherweise nicht gleichermaßen für eine freie Stelle berücksichtigt werden oder die relative Bedeutung ihrer bisherigen Berufserfahrung und Fähigkeiten herabgesetzt wird.

Der anhaltend hohe Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Gesamtarbeitslosigkeit gibt Anlass zur Sorge, über eine zugrundeliegende strukturelle Arbeitslosigkeit: Im Jahr 2017 waren fast die Hälfte (45,0 %) aller Arbeitslosen in der EU-28 seit mindestens einem Jahr ohne Arbeit. In der EU gab es 61 NUTS-2-Regionen, in denen die Mehrheit der Arbeitslosen Langzeitarbeitslose waren. Dieser Anteil betrug mehr als 70,0 % in: neun griechischen Regionen – von denen der höchste Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit an der Gesamtarbeitslosigkeit in der Hauptstadtregion Attiki (77,3 %) verzeichnet wurde; drei französischen Überseeregionen – darunter Mayotte, mit dem höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen unter allen Regionen in der EU (83,8 %); und der italienischen Region Molise (72,8 %). Generell zeigt Karte 5, dass einige der Regionen mit den höchsten Anteilen an Langzeitarbeitslosen häufig als ehemalige industrielle Kernregionen eingestuft werden können – wie etwa in Nord- und Ost-Frankreich, Süd-Belgien, Ost-Deutschland, Nord-Italien oder Nord-Portugal –, die unter der Verschiebung des europäischen Produktionskerns in Richtung Osten gelitten haben könnten.

Am anderen Ende der Skala lagen im Jahr 2017 11 NUTS-2-Regionen, in denen weniger als ein Fünftel aller Arbeitslosen seit mindestens einem Jahr ohne Arbeit war. Sechs davon befanden sich in Schweden – darunter Övre Norrland mit dem niedrigsten Langzeitarbeitslosenanteil aller EU-Regionen (12,8 %); drei in der Mitte Englands – darunter Berkshire, Buckinghamshire and Oxfordshire mit dem zweitniedrigsten Anteil (13,2 %); ergänzt wurde die Liste durch einzelne Regionen aus Dänemark und Rumänien – letztere die Hauptstadtregion Bucuresti - Ilfov, die mit 13,8 % den drittniedrigsten Langzeitarbeitslosenanteil in der EU aufwies.
Karte 5: Langzeitarbeitslosenquote nach NUTS-2-Region, 2017
(Anteil der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 74 Jahren in Prozent)
Quelle: Eurostat (lfst_r_lfu2ltu)

Quelldaten für Abbildungen und Karten

Datenquellen

Bei den in diesem Artikel vorgestellten Informationen handelt es sich um den Jahresdurchschnitt der Erhebung über Arbeitskräfte (LFS/AKE). Diese Erhebung umfasst 33 Länder, darunter die 28 EU-Mitgliedstaaten, drei EFTA-Länder (Island, Norwegen und die Schweiz) und drei Kandidatenländer (Montenegro, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die Türkei). Zur Erhebungsgrundgesamtheit gehören in der Regel alle in Privathaushalten lebenden Personen ab 15 Jahren; es gelten die Definitionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO).

Bei der Analyse regionaler Informationen aus der AKE ist zu berücksichtigen, dass sich die vorgestellten Daten auf die Region beziehen, in der die Befragten ihren ständigen Wohnsitz haben, und dass dies von der Region, in der sich ihr Arbeitsplatz aufgrund von Pendlerströmen befindet, abweichen kann.

Weitere Informationen:

Kontext

Während fast alle Leitinitiativen der Strategie Europa 2020 eine gewisse Relevanz für den Arbeitsmarkt aufweisen, zielen zwei direkt auf die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitskräfte ab. Die Agenda für neue Kompetenzen und Beschäftigungsmöglichkeiten (COM(2010) 682 final) enthält 13 Leitaktionen zur Förderung einer deutlichen Erhöhung der Beschäftigungsquoten, insbesondere für Frauen, junge und ältere Arbeitnehmer. Jugend in Bewegung (COM(2010) 477 endg.) war eine Leitinitiative der Strategie Europa 2020, die im Dezember 2014 auslief. Ziel war es, jungen Menschen durch 28 Maßnahmen zu helfen, das Wissen, die Fähigkeiten und die Erfahrung zu erwerben, die sie benötigen, um sich ihren ersten Arbeitsplatz zu sichern; dies sollte durch die Stärkung der Bildung und Ausbildung, die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen und die Gewährleistung, dass junge Menschen die richtigen Fähigkeiten für die Arbeitsplätze von morgen haben, erreicht werden.

Im Februar 2013 einigte sich der Europäische Rat auf eine Beschäftigungsinitiative für junge Menschen mit einem Budget von ca. 6 Mrd. EUR für den Zeitraum von 2014 bis 2020, die weitgehend der Unterstützung junger Menschen dient, die sich weder in Aus- und Fortbildung noch in Beschäftigung befinden. Diese Initiative steht jeder Region mit einer Jugendarbeitslosenquote von über 25 % offen und dient der Unterstützung von Maßnahmen, mit denen junge Menschen (insbesondere diejenigen, die sich weder in Aus- oder Fortbildung noch in Beschäftigung befinden (NEETs)) in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Im April 2013 folgte die Jugendgarantie, mit der sichergestellt werden soll, dass alle jungen Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten nach Eintritt in die Arbeitslosigkeit oder nach Beendigung der formalen Ausbildung ein qualitativ hochwertiges Angebot an Beschäftigung, Weiterbildung, Ausbildung oder ein Praktikum erhalten. Im Dezember 2016 veröffentlichte die Europäische Kommission die Mitteilung Investieren in Europas Jugend, die sich auf drei verschiedene Maßnahmen stützt: bessere Chancen auf Beschäftigungszugang (Ausweitung der Jugendgarantie); bessere Möglichkeiten durch allgemeine und berufliche Bildung (durch Schaffung eines modernen Lehrlingsausbildungssystems); mehr Chancen für Solidarität, Lernmobilität und Engagement (durch Aufstockung des Budgets für Erasmus+).

Neben der Förderung der Arbeitsmarktsituation junger Menschen hat die EU unter anderem auch folgende ergänzende Maßnahmen zur Unterstützung der Arbeitsmärkte in einem breiteren Kontext eingeführt:

  • Eine Empfehlung des Rates (2016/C67/01) im Februar 2016 zur Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt; Investieren in Europas Jugend;
  • eine neue europäische Agenda für Kompetenzen (COM(2016) 381 final), die von der Europäischen Kommission im Juni 2016 angenommen wurde und die darauf abzielt, die Qualität und Relevanz der Ausbildung und anderer Formen des Kompetenzerwerbs zu verbessern;
  • die Europäische Säule sozialer Rechte wie sie im November 2017 proklamiert wurde, die darauf abzielt, ein besseres Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen und sozialen Zielen zu gewährleisten und wirksamere und gerechtere Arbeitsmärkte und Sozialschutzsysteme zu schaffen; sie enthält 20 Grundsätze zur Gestaltung eines gerechteren Europas durch die Stärkung der sozialen (und nicht wirtschaftlichen) Dimension Europas, indem sie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen fördert; obwohl sie hauptsächlich für den Euro-Raum konzipiert ist, gilt sie für alle EU-Mitgliedstaaten, die daran teilhaben wollen.

Die EU-Kohäsionspolitik investiert in Beschäftigung und langfristiges Wachstum in Europa und unterstützt die Strategie Europa 2020. Es wird in verschiedene Arbeitsmarktbereiche investiert, die die Beschäftigung und die Mobilität der Arbeitskräfte fördern sollen. Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist der wichtigste kohäsionspolitische Fonds zur Förderung von Beschäftigungs- und Arbeitsmobilitätsinitiativen in der EU, während der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) genutzt werden kann, um die Bedingungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen zu verbessern. Die Kohäsionspolitik der EU unterstützt ferner Arbeitsmarktreformen, die die Chancengleichheit für alle fördern, insbesondere für Frauen, junge und alte Arbeitnehmer oder ethnische Minderheiten.

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Regionale Arbeitsmarktstatistiken (t_reg_lmk)
Erwerbstätigenquote der Altersgruppe 15-64, nach NUTS-2-Regionen (tgs00007)
Erwerbstätigenquote der Altersgruppe 20-64, nach NUTS-2-Regionen (tgs00102)
Erwerbstätigenquote der Altersgruppe 55-64, nach NUTS-2-Regionen (tgs00054)
Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen (tgs00010)
Langzeitarbeitslosenquote (12 Monate und länger), nach NUTS-2-Regionen (tgs00053)
LFS-Reihe — Spezifische Themengebiete (t_lfst)


Regionale Arbeitsmarktstatistiken (reg_lmk)
Regionale Arbeitskostenstatistiken (reg_lcs)
LFS-Reihe — Spezifische Themengebiete (lfst)
Regionale LFS-Reihe (lfst_r)
Regionale Bevölkerung und Erwerbspersonen — LFS/AKE jährliche Reihen (lfst_r_lfpop)
Regionale Beschäftigung — LFS/AKE jährliche Reihen (lfst_r_lfemp)
Regionale Arbeitslosigkeit — LFS/AKE jährliche Reihen (lfst_r_lfu)
Regionale Disparitäten auf dem Arbeitsmarkt — LFS-Reihe und bereinigte LFS-Reihe (lfst_r_lmd)
Regionale Arbeitsmarktstatistiken nach Verstädterungsgrad (lfst_r_lfurb)

Mittels des Statistischen Atlasses von Eurostat können Sie alle Karten interaktiv verwenden (siehe user manual) (auf Englisch).

Dieser Artikel ist Bestandteil der wichtigsten jährlichen Veröffentlichung von Eurostat, des Eurostat-Jahrbuchs der Regionen.