Statistiken der digitalen Wirtschaft und digitalen Gesellschaft auf regionaler Ebene

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Datenauszug vom März 2018.

Aktualisierung des Artikels geplant: November 2019.

Im Fokus

In Flevoland (Niederlande) und Mellersta Norrland (Schweden) verfügten sämtliche Haushalte über einen Zugang zum Breitbandnetz.

Mehr als drei Viertel der in Hovedstaden (Dänemark), Prov. West-Vlaanderen (Belgien), Stockholm und Mellersta Norrland (Schweden) sowie Wales (Vereinigtes Königreich) lebenden Erwachsenen (im Alter von 16-74 Jahren) nutzten soziale Medien.

Quelle: Eurostat

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) hat vielfältige Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen, sowohl am Arbeitsplatz als auch zuhause, beispielsweise bei der Kommunikation oder der Beschaffung von Informationen über die neuesten Ereignisse, im Verkehr mit Behörden, beim Online-Einkauf von Waren oder in der Unterhaltung. Um jedoch in den Genuss der Vorteile technologischer Veränderungen kommen zu können, benötigen die Menschen eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung (ob im Festnetz oder per Mobilfunk).

Vollständiger Artikel

Der Zugang zu IKT wird von vielen Akteuren als entscheidende Voraussetzung für die Verbesserung sowohl des Produktivitätsniveaus als auch der Wettbewerbsfähigkeit der Regionen angesehen. Den IKT wird die Schaffung einer größeren Flexibilität in der Arbeitsumgebung zugeschrieben (da sie z. B. Heimarbeit oder Telearbeit ermöglichen); zugleich eröffnen sie vielfältige Möglichkeiten, mit Kollegen, Familienmitgliedern und Freunden in Kontakt zu bleiben. Durch diese Entwicklungen entstanden neue Dimensionen nicht nur der wirtschaftlichen, sondern auch der sozialen und politischen Teilhabe, denn die IKT eröffnen unabhängig vom geografischen Standort vollkommen neue Wege des Arbeitens, der sozialen Interaktion und des Informationsaustauschs.

Mit dem Wandel unserer Welt durch Internet und digitale Technologien entsteht durch die Innovationen der IKT eine Fülle neuer Geschäftsmöglichkeiten, von denen zu erwarten ist, dass sie das Fundament für Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und künftiges Wirtschaftswachstum bilden werden. Von dieser neuen digitalen Welt, dem „Internet der Dinge“, das Schritt für Schritt nahezu alle Aspekte der Gesellschaft durchdringt, erhofft man sich neue Instrumente, die für eine Reihe politischer Ziele der Europäischen Union (EU) auf so unterschiedlichen Gebieten wie Gesundheit, Sicherheit, Klima, Verkehr, Energie oder Modernisierung des öffentlichen Sektors eingesetzt werden können.

Obwohl das Internet bei vielen Europäern fast schon ein fester Bestandteil des täglichen Lebens ist, sind einige Teile der Bevölkerung weiterhin von der digitalen Welt ausgeschlossen. Da ein immer größerer Teil unserer täglichen Aufgaben online durchgeführt wird, sind digitale Kompetenzen ein zunehmend an Bedeutung gewinnendes Instrument, das allen Bürgerinnen und Bürgern die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht.

Dieser Artikel befasst sich mit den geografischen Aspekten dieser digitalen Kluft und stellt Statistiken über NUTS-2-Regionen, aufgeschlüsselt nach Verstädterungsgrad, vor. Dabei werden folgende Themen abgedeckt: der Anteil der Haushalte, die im Privatbereich Zugang zum Breitband haben, der Anteil der Bevölkerung, der das Internet täglich nutzt, an sozialen Netzwerken teilnimmt, mit Online-Banking arbeitet oder an Online-Telefon- und Videokonferenzen teilnimmt. Der Artikel schließt mit Informationen über den elektronischen Geschäftsverkehr bzw. elektronischen Handel (E-Commerce).

Weitere Informationen:

Die Online-Veröffentlichung von Eurostat „Digital economy & society in the EU — a browse through our online world in figures“ (Ausgabe 2018): hier klicken (auf Englisch).

Breitbandzugang

Die beliebtesten Arten des Breitbandzugangs zum Internet sind Digital Subscriber Line (DSL) (digitaler Teilnehmeranschluss) oder Kabel; DSL ist in der gesamten EU fast überall verfügbar, während (hohe Geschwindigkeiten bietende) Kabeldienste nicht so stark verbreitet sind und sich mitunter auf dichter besiedelte Gebiete beschränken; dies erklärt zumindest teilweise die geringere Internetznutzung in ländlichen Gebieten.

Die Digitale Agenda für Europa legt für die Breitband-Zugangsgeschwindigkeiten zwei Ziele fest: Jeder Bürger in der EU sollte bis 2020 über einen Anschluss mit 30 Mbit/s verfügen und die Hälfte aller Haushalte sollte zu diesem Zeitpunkt Zugang zu einem Dienst mit 100 Mbit/s haben. Zwischen dem Anteil der Haushalte mit Breitbandzugang und Investitionen in die Infrastruktur besteht ein enger Zusammenhang und die Marktkräfte bringen nicht immer sozial wünschenswerte Ergebnisse hervor. Mitunter bedarf es mit öffentlichen Mitteln finanzierter Initiativen, damit ultraschnelle Breitbanddienste auch tatsächlich auf ländliche Gebiete und Randregionen ausgeweitet werden. In Anbetracht dessen veröffentlichte die Europäische Kommission 2013 Leitlinien für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau.

In jeder Region der EU verfügte über die Hälfte aller Haushalte über einen Breitbandzugang im Privatbereich

Karte 1 ist der Anteil der Haushalte zu entnehmen, die 2017 über einen privaten Breitbandzugang verfügten; in der gesamten EU-28 erreichte dieser Anteil im Durchschnitt 85 %. Analysiert man die Ergebnisse nach NUTS- 2-Regionen, erhält man Breitband-Zugangsquoten zwischen 55 % und 100 %. Bitte beachten Sie, dass sich die für Deutschland, Griechenland, Polen und das Vereinigte Königreich dargestellten Daten auf NUTS- 1-Regionen beziehen.

Der niedrigste Anteil an Haushalten mit Breitbandzugang wurde 2017 in der französischen Überseeregion La Réunion verzeichnet; in Severozapaden (der Region mit dem niedrigsten BIP pro Kopf in der EU) lagen die Zugangsquoten dagegen zwei Prozentpunkte höher. Am anderen Ende der Skala waren die höchsten Quoten für den Breitbandzugang in Mellersta Norrland (Schweden, geringe Zuverlässigkeit der Daten) und in Flevoland (Niederlande) zu verzeichnen; in diesen beiden Regionen bestand eine vollständige Breitbandabdeckung. In sieben weiteren niederländischen Regionen und der finnischen Hauptstadtregion Helsinki-Uusimaa betrugen die Quoten 98 % bzw. 99 %.

In insgesamt 50 verschiedenen, über die EU verstreuten Regionen verfügten 2017 mindestens neun von zehn Haushalten über einen Zugang zum Breitbandnetz (zu erkennen am dunkelsten Farbton in Karte 1). Diese Regionen waren in den nordischen Mitgliedstaaten sowie den Niederlanden, Deutschland, dem Vereinigten Königreich und Luxemburg (bei diesem Grad der Detailgenauigkeit eine einzige Region) konzentriert, wobei in zwei weiteren Regionen, nämlich Southern and Eastern (Irland) und der Steiermark (Südösterreich) ebenfalls Quoten von mindestens 90 % bestanden. In den östlichen Regionen der EU wurden die höchsten Anteile an Haushalten mit Breitbandzugang in den Hauptstadtregionen Közép-Magyarország (Ungarn) und Praha (Tschechische Republik) verzeichnet; beide erreichten Anteile von 89 % und somit die gleiche Quote wie die Comunidad de Madrid, der Region mit dem höchsten Anteil im Süden der EU.
Karte 1: Anteil der Haushalte mit privatem Breitbandzugang, nach NUTS-2-Regionen, 2017
(in % aller Privathaushalte)
Quelle: Eurostat (isoc_r_broad_h) und (isoc_ci_it_h)

Nutzung des Internets und Aktivitäten im Internet

Der Zugang zum Internet war zwar ursprünglich weitgehend auf Personen beschränkt, die mit einem Desktop-Computer arbeiteten oder einen solchen besaßen, doch im Rahmen späterer technologischer (und wirtschaftlicher) Entwicklungen entstand eine breitere Palette an Geräten, mit denen man online gehen konnte. Diese Entwicklungen bedeuteten, dass die Menschen nicht mehr an einen Desktop-Computer gebunden waren und der ortsunabhängige Internetzugang zur Norm wurde. Dies wiederum führte dazu, dass die Nutzung des Internets zunahm.

Die höchsten Anteile der Einzelpersonen, die das Internet täglich nutzten, wurden in Regionen der Niederlande und der nordischen Mitgliedstaaten verzeichnet

Ein Internetnutzer ist eine Person, die das Internet in jedweder Form nutzt: sowohl zu Hause, in der Arbeit oder an anderer Stelle, sei es für private oder berufliche Zwecke und unabhängig vom genutzten Endgerät (Desktop-Computer, Laptop, Netbook oder Tablet, Smartphone, Spielkonsole oder E-Book-Reader) oder der Art der Internetverbindung. 2017 nutzten in den drei Monaten vor der Umfrage etwas weniger als drei Viertel (72 %) der Bevölkerung der EU-28 (im Alter von 16 bis 74 Jahren) das Internet täglich. Analysiert man die Umfrageergebnisse nach NUTS- 2-Regionen ergibt sich bei der Bevölkerung, die das Internet täglich nutzte, eine Bandbreite von 40 % bis 95 %. Auch hier ist zu beachten, dass sich die für Deutschland, Griechenland, Polen und das Vereinigte Königreich dargestellten Daten auf NUTS- 1-Regionen beziehen.

Bei näherer Betrachtung der täglichen Internetnutzung durch Einzelpersonen ergeben sich große Ungleichheiten zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Diese Unterschiede verlaufen häufig entlang geografischer Linien, wobei die im Norden und Westen gelegenen Mitgliedstaaten im Allgemeinen ein höheres Niveau der Internetnutzung aufweisen als die Mitgliedstaaten im Süden oder Osten (und somit wiederholt sich das bereits beim Breitbandzugang der Haushalte beobachtete Muster). 2017 gab es 30 Regionen in der EU, in denen weniger als 60 % der Erwachsenen (im Alter von 16 bis 74 Jahren) das Internet täglich nutzten (veranschaulicht durch den hellsten Farbton in Karte 2). Diese Regionen lagen überwiegend in Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Frankreich, Süditalien und Portugal. Die fünf EU-Regionen mit den niedrigsten Anteilen an täglichen Internetnutzern lagen sämtlich in Rumänien, wobei der niedrigste Anteil in Nord-Est (40 %) beobachtet wurde. Die Hauptstadtregionen Yugozapaden und Bucuresti - Ilfov waren die einzigen Regionen in Bulgarien und Rumänien, in denen mindestens 60 % aller Erwachsenen das Internet täglich nutzten. In Frankreich waren alle bis auf eine Region mit vergleichsweise niedrigen Anteilen täglicher Internetnutzer Inselregionen (Corse, Martinique, La Réunion und Guadeloupe), wobei die im Osten des Festlands gelegene Region Franche-Comté die einzige Ausnahme bildete. In Portugal dagegen betrug der Anteil der täglichen Internetnutzer in allen Festlandregionen (mit einer Ausnahme) weniger als 60 %; von der Hauptstadtregion Área Metropolitana de Lisboa abgesehen gab es noch in zwei anderen portugiesischen Regionen höhere Anteile täglicher Internetnutzer, nämlich den Regiões Autónomas dos Açores e da Madeira.

Am anderen Ende der Skala gab es 19 Regionen in der EU, in denen mindestens neun von zehn Erwachsenen das Internet täglich nutzten. Der höchste Anteil täglicher Internetnutzer (95 %) war 2017 in der niederländischen Region Flevoland zu finden (dort verfügten alle Haushalte über einen Zugang zum Breitbandnetz). Flevoland war eine von acht Regionen in den Niederlanden, in denen mindestens 90 % der Erwachsenen täglich das Internet nutzten; dasselbe traf auch auf fünf Regionen in Schweden, drei in Dänemark und eine in Finnland zu. Somit bestätigte sich die in den nordischen Mitgliedstaaten zu beobachtende, relativ hohe Neigung zur Nutzung des Internets. Diese Gruppe von 19 Regionen wurde durch Luxemburg (bei diesem Grad der Detailgenauigkeit eine einzige Region) und South East (Vereinigtes Königreich — eine NUTS- 1-Region) vervollständigt.
Karte 2: Anteil der täglichen Internetnutzer, nach NUTS-2-Regionen, 2017
(Anteil der Personen im Alter von 16-74 Jahren in %; auf der Grundlage der Nutzungshäufigkeit in den drei Monaten vor der Umfrage)
Quelle: Eurostat (isoc_r_iuse_i) und (isoc_ci_ifp_fu)

Soziale Netzwerke

Da bei der regelmäßigen Nutzung des Internets durch die Bevölkerung der EU-28 die Sättigung fast erreicht ist, verlagert sich die Aufmerksamkeit der politischen Entscheidungsträger auf die Frage, welche Arten von Aktivitäten die Europäer im Internet ausüben. Die Nutzung von Mobilgeräten (wie Smartphones und Tablets) für den Zugang zum Internet außerhalb der Wohnung oder des Arbeitsplatzes hat beträchtlich zugenommen und ergänzt bzw. ersetzt somit die herkömmlichen Festnetzanschlüsse. Diese Entwicklung führte zu Veränderungen in der Art und Weise, wie die Menschen das Internet nutzen. Auch sollte man nicht vergessen, dass seit der Einführung wirtschaftlich erfolgreicher digitaler Vertriebsplattformen (App Stores) erst ein Jahrzehnt vergangen ist.

Für viele Internetnutzer zählt die Beteiligung an sozialen Netzwerken zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten. Mehr als die Hälfte (54 %) der Erwachsenen (im Alter von 16 bis 74 Jahren) in der EU-28 nutzte das Internet während der drei Monate vor der letzten Umfrage im Jahr 2017 für soziale Netzwerke, beispielsweise auf Websites wie Instagram, Facebook oder Twitter. Die Neigung zur Nutzung solcher Dienste hängt eng mit dem Alter zusammen, wobei sich ein erheblich höherer Anteil jüngerer Menschen sozialer Medien bedient. Jüngere Menschen neigen auch eher dazu, Dienste zu wechseln, wenn Gleichaltrige neue Apps und Methoden des Informationsaustausches untereinander übernehmen.

Die EU-Regionen mit der stärksten Nutzung sozialer Medien lagen vor allem in Belgien, den nordischen Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich

In Karte 3 werden die regionalen Muster der Beteiligung an sozialen Netzwerken dargestellt. Auch hier ist wieder zu beachten, dass sich die für Deutschland, Griechenland, Polen und das Vereinigte Königreich dargestellten Daten auf NUTS- 1-Regionen beziehen. 2017 gab es 28 Regionen in der EU, in denen mindestens 70 % der Erwachsenen soziale Medien nutzten. Mit Ausnahme Maltas (bei diesem Grad der Detailgenauigkeit eine einzige Region) und der niederländischen Hauptstadtregion Noord-Holland waren die meisten dieser Regionen in Belgien, den nordischen Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich konzentriert. Der höchste Anteil an in sozialen Netzwerken aktiven Erwachsenen wurde in Mellersta Norrland verzeichnet (85 %; geringe Zuverlässigkeit der Daten) – also einer der beiden Regionen in der EU, in der alle Haushalte über einen Zugang zum Breitbandnetz verfügten – gefolgt von der dänischen Hauptstadtregion Hovedstaden (79 %) sowie drei weiteren Regionen, die jeweils einen Anteil von 76 % aufwiesen, nämlich Prov. West-Vlaanderen (Belgien), Stockholm (Schweden) und Wales (Vereinigtes Königreich). Hier ist interessant, dass im Vereinigten Königreich die höchsten Anteile von Nutzern sozialer Netzwerke in Wales, Scotland, Yorkshire and the Humber sowie der Region North West verzeichnet wurden, während im Südosten Englands und in Nordirland der Anteil der Bevölkerung, der sich sozialer Netzwerke bediente, etwas niedriger war, aber immer noch über dem Durchschnitt der EU-28 lag.

Anders als bei den in den ersten beiden Karten dargestellten Daten wurden in Ost- und Südeuropa einige der höchsten Quoten für die Beteiligung an sozialen Netzwerken gemessen, beispielsweise (wie bereits erwähnt) in Malta, in den Regionen Közép-Dunántúl und Közép-Magyarország (in Ungarn) und in der Área Metropolitana de Lisboa (in Portugal). In allen vier Regionen wurde gemeldet, dass mindestens 65 % ihrer jeweiligen erwachsenen Bevölkerung 2017 soziale Medien nutzten.

Am anderen Ende der Skala erreichte die Beteiligungsrate an sozialen Netzwerken in mehreren Regionen Frankreichs, zwei Regionen Italiens und einer Region Deutschlands weniger als 40 %. Neben der französischen Überseeregion La Réunion (das mit 34 % den geringsten Anteil in der EU aufwies) gab es vier Regionen auf dem französischen Festland, in denen weniger als zwei von fünf Erwachsenen 2017 an sozialen Netzwerken teilnahmen – und zwar die überwiegend ländlich geprägten, als Alterswohnsitz beliebten Gebiete Basse-Normandie, Poitou-Charentes und Limousin sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die einzigen weiteren Regionen, in denen weniger als 40 % der erwachsenen Bevölkerung an sozialen Netzwerken teilnahmen, waren Calabria und Puglia in Süditalien sowie Brandenburg (das Berlin umgibt) in Deutschland.
Karte 3: Anteil der Einzelpersonen, die in den drei Monaten vor der Umfrage in sozialen Netzwerken aktiv waren, nach NUTS-2-Regionen, 2017
(Anteil der Personen im Alter von 16-74 Jahren in %; auf der Grundlage der Nutzungshäufigkeit in den drei Monaten vor der Umfrage)
Quelle: Eurostat (isoc_r_iuse_i) und (isoc_bde15cua)

Online-Banking

Online-Banking ist definiert als Zugriff auf Online-Kontoinformationen oder die Durchführung elektronischer Transaktionen mit einer Bank, Zahlungen oder Überweisungen. Am Anteil der Personen, die sich des Online-Bankings bedienen, lassen sich unter anderem die Verfügbarkeit von Plattformen für das Online-Banking und das Vertrauen der Verbraucher in das Online-Banking ablesen und es lässt sich erkennen, ob der Besuch einer Bankfiliale für die Verbraucher einfach ist.

Online-Banking war bei den Einwohnern der Hauptstadtregionen Dänemarks, Finnlands und Schwedens besonders beliebt

Der Anteil der Personen, die das Online-Banking nutzten, lag etwas unter dem Anteil der Nutzer sozialer Medien, denn der Anteil der in der EU-28 lebenden Erwachsenen (im Alter von 16 bis 74 Jahren), die sich in den letzten drei Monaten vor ihrer Befragung des Online-Bankings bedienten, betrug 51 %. Karte 4 zeigt insofern recht eindeutige Muster, als ein sehr hoher Anteil der Menschen in den nordischen Mitgliedstaaten, den Benelux-Staaten und in Estland (bei diesem Grad der Detailgenauigkeit eine einzige Region) sowie in mehreren Regionen im Süden des Vereinigten Königreichs (bitte beachten: die Informationen werden für NUTS- 1-Regionen dargestellt) das Online-Banking nutzte. Die drei höchsten Quoten registrierte man in den nordischen Hauptstadtregionen Hovedstaden (93 %), Helsinki-Uusimaa (92 %) und Noord-Holland (91 %). Syddanmark in Dänemark, Drenthe und Groningen in den Niederlanden und Övre Norrland in Schweden waren die einzigen weiteren Regionen in der EU, in denen 2017 mindestens neun von zehn Personen das Online-Banking nutzten.

Im Gegensatz dazu gab es in der EU elf, ausschließlich in Bulgarien oder Rumänien gelegene Regionen, in denen weniger als einer von zehn Erwachsenen 2017 mit Online-Banking arbeitete. Die niedrigsten Anteile verzeichnete man in Yuzhen tsentralen (Bulgarien) und Sud-Vest Oltenia (Rumänien); in diesen beiden Regionen bediente sich nur einer von fünfzig Erwachsenen des Online-Bankings. Neben den genannten Regionen in Bulgarien und Rumänien war der Anteil der das Online-Banking nutzenden erwachsenen Bevölkerung auch in allen griechischen Regionen (bis auf eine Ausnahme, nämlich der Hauptstadtregion Attiki; bitte beachten: die Informationen werden für NUTS- 1-Regionen dargestellt) und in der Region Nore in Portugal mit weniger als 25 % relativ niedrig.
Karte 4: Anteil der Nutzer von Online-Banking, nach NUTS-2-Regionen, 2017
(Anteil der Personen im Alter von 16-74 Jahren in %; auf der Grundlage der Nutzungshäufigkeit in den drei Monaten vor der Umfrage)
Quelle: Eurostat (isoc_r_iuse_i) und (isoc_bde15cbc)

Online-Telefon- und Videokonferenzen

Telefonieren über das Internet ist eine vergleichsweise kostengünstige Kommunikationsmethode. Das Protokoll zur Sprachübermittlung im Internet (Voice-over-Internet Protocol, VoIP) und Peer-to-Peer-Telefonie haben sich zu wichtigen Methoden für (kostenlose) Anrufe im Internet (oder mittels vorab eingezahltem Guthaben in das Fest- oder Mobilnetz) entwickelt. Diese Dienste haben sich weiterentwickelt und bieten heute auch visuelle Kommunikationsmöglichkeiten an, wobei sie sich zur Herstellung von Videokonferenzverbindungen häufig eingebauter Web-Kameras bedienen. Der Zugang zu diesen Leistungsmerkmalen wird häufig durch die Installation eines Programms bzw. einer App (wie Skype, Facetime oder WhatsApp) ermöglicht.

Fast zwei Drittel der Großstadteinwohner in Bulgarien und Litauen nutzten Online-Telefon- und Videokonferenzen

Abbildung 1 zeigt den Anteil der Personen, die Online-Telefon- und Videokonferenzen nutzen, nach Verstädterungsgrad. In der EU-28 insgesamt nutzten fast vier von zehn Erwachsenen (im Alter von 16-74 Jahren) in den drei Monaten vor der Umfrage im Jahr 2017 die Online-Telefonie oder Video-Konferenzen. Unter den Einwohnern von Städten wurden diese Dienste stärker genutzt (von 43 %) als dies bei Einwohnern von kleineren Städten und Vororten (38 %) oder ländlichen Gebieten (33 %) der Fall war.

Dieses Muster wiederholte sich in der überwiegenden Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten, wobei die stärkste Nutzung von Online-Telefon- oder Videokonferenzen bei in Städten lebenden Menschen verzeichnet wurde und die Einwohner ländlicher Gebiete die geringsten Anteile an Nutzern aufwiesen. Im Vereinigten Königreich nutzte ein relativ hoher Anteil der Bewohner ländlicher Gebiete (im Vergleich zu den Einwohnern kleinerer Städte und Vorstädte) diese Dienste, während auf den Mittelmeerinseln Zypern und Malta andere Muster zu beobachten waren: Auf Zypern war die Neigung zur Nutzung von Online-Telefon- oder Videokonferenzen in kleineren Städten und Vorstädten am größten, während diese Dienste in Malta am meisten von Menschen genutzt wurden, die in ländlichen Gebieten lebten.

Bei zahlreichen internetbasierten Dienstleistungen und Aktivitäten war in den östlichen EU-Mitgliedstaaten die Nutzung zwar recht gering, aber hinsichtlich der Nutzung von Online-Telefonie oder Online-Videokonferenzen ergibt sich ein anderes Bild. Fast zwei Drittel der in den Städten Bulgariens lebenden Menschen nutzten diese Dienste (jeweils 64 %); unter den EU-Mitgliedstaaten war dies (gemeinsam mit Litauen) der zweithöchste Anteil für beide Dienste, übertroffen nur von dänischen Stadtbewohnern (68 %). Dagegen wurden Online-Telefon- oder Videokonferenzen in Italien, Frankreich und Spanien (unabhängig vom Wohnort der Menschen) besonders wenig genutzt.
Abbildung 1: Anteil der Online-Telefon- oder Videokonferenzen nutzenden Personen, nach Grad der Verstädterung, 2017
(Anteil der Personen im Alter von 16-74 Jahren in %; auf der Grundlage der Nutzungshäufigkeit in den drei Monaten vor der Umfrage)
Quelle: Eurostat (isoc_ci_ac_i)

E-Commerce (elektronischer Handel)

Der elektronische Handel erleichtert es den Verbrauchern, von zuhause aus verschiedene Einzelhandelsangebote zu vergleichen und Einkäufe zu tätigen. In der Tat geraten einige herkömmliche Einzelhandelsformate und -branchen zunehmend unter Druck, wie die Schließung verschiedener namhafter Geschäfte bezeugt.

Für die Zwecke dieser Veröffentlichung wird der elektronische Handel als Kauf oder Verkauf von Waren oder Dienstleistungen mittels elektronischer Transaktionen definiert; eingeschlossen ist die Bestellung von Waren bzw. die Erteilung von Aufträgen für Dienstleistungen über das Internet (die Bezahlung und die letztendliche Lieferung können online oder offline erfolgen; nicht eingeschlossen sind dagegen Bestellungen oder Aufträge in Form von manuell verfassten E-Mails). In die Statistiken über den elektronischen Handel fließen neben dem Erwerb von Waren wie Büchern, DVDs, Lebensmitteln, Bekleidung und elektrischen/elektronischen Waren auch der Erwerb von Dienstleistungen wie Musik- und Videostreaming, Buchungen von Reisen und Unterkünften oder der Kauf von Lotterielosen ein.

Die in East of England, South West und South East — drei Regionen im Süden des Vereinigten Königreichs — lebenden Menschen nutzten den elektronischen Handel am meisten

Wie beim Online-Banking verhält es sich auch hier häufig so, dass die Entscheidung einer Person für oder gegen die Nutzung des elektronischen Handels eine Frage des Vertrauens ist. 2017 gaben 57 % der Bevölkerung der EU-28 im Alter von 16 bis 74 Jahren an, dass sie in den zwölf Monaten vor der Umfrage Waren oder Dienstleistungen online erworben hätten.

Legt man eine Analyse der Ergebnisse der Umfrage von 2017 nach NUTS- 2-Regionen zugrunde, so lag die Neigung der Menschen zur Nutzung des elektronischen Handels zwischen 11 % und 88 %. Bitte beachten Sie, dass sich die für Deutschland, Griechenland, Polen und das Vereinigte Königreich dargestellten Daten auf NUTS- 1-Regionen beziehen. In der EU gab es 23 Regionen, in denen mindestens vier von fünf Erwachsenen in den zwölf Monaten vor der Umfrage von 2017 den elektronischen Handel genutzt hatten (veranschaulicht durch den dunkelsten Farbton in Karte 5). Unter diesen Regionen wurde der elektronische Handeln im Süden des Vereinigten Königreichs am stärksten genutzt, denn mindestens 85 % der Menschen in East of England, South West und South East (wo ein Spitzenwert von 88 % verzeichnet wurde) bedienten sich des elektronischen Handels. Neben acht Regionen im Vereinigten Königreich bestand auch bei mindestens 80 % der erwachsenen Bevölkerung in sechs der acht Regionen in Schweden, vier Regionen in den Niederlanden, jeweils zwei Regionen in Dänemark und Deutschland sowie in Luxemburg (bei diesem Grad der Detailgenauigkeit eine einzige Region) eine Vorliebe für den elektronischen Handel. Dagegen meldeten sämtliche Regionen Bulgariens und Rumäniens, dass weniger als 30 % ihrer erwachsenen Einwohner Waren und Dienstleistungen online erwarben (veranschaulicht durch den hellsten Farbton in Karte 5). Ebenso verhielt es sich in elf weiteren Regionen, deren Mehrheit — nämlich sechs Regionen — in Süditalien lag, während dies auf jeweils zwei Regionen in Kroatien und Portugal und eine einzelne Region in Griechenland zutraf.

Der elektronische Handel hat das Potenzial zur Umgestaltung der Konsumgeografie, indem er beispielsweise in abgelegenen Regionen der EU für eine Vergrößerung der Auswahl für die Verbraucher und die Senkung der Preise sorgt und ihnen die Last abnimmt, für den Einkauf spezieller Artikel erhebliche Entfernungen zurücklegen zu müssen. Es ist interessant zu beobachten, dass auf Inseln sowie in ländlichen und dünn besiedelten Regionen der EU ein relativ hoher Anteil der Bevölkerung den elektronischen Handel nutzte. In Schweden beispielsweise (wo der elektronische Handel im Allgemeinen recht verbreitet war) wurden einige der höchsten Bevölkerungsanteile bei der Nutzung des elektronischen Handels in Mellersta Norrland (geringe Zuverlässigkeit der Daten) und Övre Norrland verzeichnet. Ähnlich verhielt es sich in Griechenland und Portugal (wo der elektronische Handel generell weniger verbreitet war); dort wurden einige der höchsten Anteile von Nutzern des elektronischen Handels in Nisia Aigaiou und Kriti bzw. in Alentejo und der Região Autónoma da Madeira beobachtet, auch dies Regionen mit ausgedehnten ländlichen Gebieten.
Karte 5: Anteil der Nutzer des elektronischen Handels nach NUTS-2-Regionen, 2017
(Anteil der Personen im Alter von 16-74 Jahren in %)
Quelle: Eurostat (isoc_r_blt12_i) und (isoc_ec_ibuy)

Laut der 2017 durchgeführten Umfrage nutzte knapp ein Drittel (31 %) der erwachsenen Bevölkerung (im Alter von 16-74 Jahren) in der EU-28 zur Buchung von Reisen oder Urlaubsunterkünften in den zwölf Monaten vor der Umfrage internetbasierte Dienstleistungen. Abbildung 2 zeigt, dass der Anteil der Nutzer dieser Dienstleistungen in Städten (37 %) erheblich höher war als in kleineren Städten und Vororten (29 %) oder ländlichen Gebieten (24 %).

Der Markt für diese Dienstleistungen war in den westlichen Teilen der EU besonders gut entwickelt, dort nutzte über die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Dänemark, Luxemburg, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden Dienste dieser Art. Eine Analyse nach Grad der Verstädterung zeigt, dass in der überwiegenden Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten die Stadtbewohner am ehesten geneigt waren, für die Buchung von Reisen bzw. Urlaubsunterkünften internetbasierte Dienstleistungen zu nutzen. Die einzigen Ausnahmen waren das Vereinigte Königreich, wo der höchste Anteil unter den Bewohnern ländlicher Gebiete verzeichnet wurde, und Malta (dort lag der höchste Anteil bei den Bewohnern von kleineren Städten und Vorstädten).
Abbildung 2: Anteil der Personen, die für die Buchung von Reisen bzw. Urlaubsunterkünften internetbasierte Dienstleistungen nutzen, nach Grad der Verstädterung, 2017
(Anteil der Personen im Alter von 16-74 Jahren in %)
Quelle: Eurostat (isoc_ec_ibuy)

Quelldaten für die Abbildungen und Karten

Datenquellen

Die europäischen Erhebungen zur IKT-Nutzung sollen zeitnah Statistiken über die Nutzung von IKT durch Einzelpersonen und Haushalte bereitstellen. Viele dieser Statistiken werden in dem Benchmarking-Rahmen verwendet, der mit dem Fortschrittsanzeiger der Digitalen Agenda (auf Englisch) der EU im Zusammenhang steht. EU-Statistiken über die Nutzung von IKT stützen sich auf die Verordnung (EG) Nr. 808/2004 über Gemeinschaftsstatistiken zur Informationsgesellschaft. Die Verordnung bezieht sich auf Statistiken sowohl über die Nutzung von IKT in Unternehmen als auch über die Nutzung von IKT in Haushalten und durch Einzelpersonen. In diesem Artikel wird lediglich der letztgenannte Aspekt behandelt. Seit 2005 sind jedes Jahr Durchführungsverordnungen der Europäischen Kommission verabschiedet worden. Darin wurden bestimmte für die Datenerhebung relevante Bereiche festgelegt, um es den politischen Entscheidungsträgern zu ermöglichen, Daten zusammenzutragen, mit denen die Auswirkungen der neuen Technologien und Dienste auf diesem sich schnell wandelnden Gebiet gemessen werden können.

Die statistische Einheit für regionale Daten über die IKT ist entweder der Haushalt oder die Einzelperson. Die Grundgesamtheit der Haushalte setzt sich aus allen Haushalten mit zumindest einem Haushaltsmitglied in der Altersgruppe zwischen 16 und 74 Jahren zusammen. Die Grundgesamtheit der Einzelpersonen besteht aus allen Einzelpersonen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren. Fragen zum IKT-Zugang werden an die Haushalte gerichtet, während Fragen zur IKT-Nutzung von den Einzelpersonen beantwortet werden, die zum Haushalt gehören.

Die Erfassung der vorgestellten Daten erfolgte in der Regel im zweiten Quartal des Erhebungsjahres (2017). EU-28-Aggregate werden gebildet, wenn die für die Mitgliedstaaten vorliegenden Daten mindestens 60 % der EU-Bevölkerung und mindestens 55 % der 28 Mitgliedstaaten, die das EU-Aggregat bilden, repräsentieren. Wenn zusätzliche nationale Daten verfügbar werden, werden diese in überarbeitete Aggregate einbezogen. Diese Statistiken werden somit regelmäßig überarbeitet, um der Bereitstellung zusätzlicher statistischer Daten Rechnung zu tragen.

In der Regel sind Regionalstatistiken über IKT für die EU-Mitgliedstaaten für NUTS-2-Regionen verfügbar. Die neuesten Daten aus Deutschland, Griechenland, Polen und dem Vereinigten Königreich liegen allerdings ausschließlich für NUTS-1-Regionen vor.

Weitere Informationen:

Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Methodikhandbücher für die Nutzung von IKT in Unternehmen und Haushalten

Kontext

Im Mai 2015 nahm die Europäische Kommission eine Strategie für einen digitalen Binnenmarkt für Europa (COM(2015) 192 final) an, der zu ihren zehn wichtigsten politischen Prioritäten gehört. Diese Strategie erstreckt sich auf drei große Bereiche: Förderung eines besseren Online-Zugangs zu Waren und Dienstleistungen in ganz Europa; Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für die Entwicklung digitaler Netze und Dienste; Sicherstellung, dass die europäische Wirtschaft und die Unternehmen das Potenzial der digitalen Wirtschaft als Wachstumsmotor ausschöpfen können. Im Mittelpunkt der Arbeiten auf diesem Gebiet stand unter anderem die Verbesserung der Vorschriften zur Vereinfachung des grenzüberschreitenden elektronischen Handels, effizientere, bezahlbare Paketzustellungdienste, eine Beendigung des von Online-Händlern aus kommerziellen Gründen durchgeführten Geoblockings, die Einleitung einer kartell- bzw. wettbewerbsrechtlichen Untersuchung des elektronischen Handels in der EU, Vorschläge zur Modernisierung des Urheberrechts zum Zweck der Erleichterung einer größeren Online-Verfügbarkeit von Inhalten bzw. die Reduzierung des Mehrwertsteuer-bedingten Verwaltungsaufwands.

Ende 2015 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Rahmen für die Überwachung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft (monitoring the digital economy and society 2016-2021 (auf Englisch)). In diesem Dokument werden die wichtigsten politischen Entwicklungen und die dafür notwendigen Datenanforderungen skizziert und zur Messung der Fortschritte in der digitalen Wirtschaft Europas wird ein „Fortschrittsanzeiger“ eingeführt.

Die Europäische Kommission ließ 2016 eine Überprüfung des Binnenmarkts: Zwei Jahre digitaler Binnenmarkt für Europa durchführen, der im Mai 2017 eine Halbzeitüberprüfung der Strategie für einen digitalen Binnenmarkt (COM(2017) 228 final) folgte, in der bestätigt wird, dass zwei Drittel der Europäer der Meinung waren, dass die Einführung der neuesten digitalen Technologien positive Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und ihr eigenes Leben hätten. Im Rahmen dieser Überprüfung wurden auch drei neu aufgetretene Herausforderungen festgestellt:

  • Es müsse sichergestellt werden, dass Online-Plattformen der Wirtschaft und Gesellschaft auch weiterhin Nutzen bringen — mittels Sperrung rechtswidriger Inhalte online und Förderung eines stärkeren Verantwortungsbewusstseins unter den Anbietern von Online-Plattformen.
  • Weiterentwicklung der „europäischen Datenwirtschaft“, damit sie ihr volles Potenzial erreicht — beispielsweise mittels Vorschlägen für den freien Verkehr nicht personenbezogener Daten innerhalb der EU.
  • Schutz der Errungenschaften Europas mittels Bewältigung der Herausforderungen der Cybersicherheit — einschließlich eines Plans für Krisenreaktionen bei großformatigen Cyber-Zwischenfällen.

Auf regionaler Ebene wurden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Kohäsionsfonds über 20 Milliarden EUR für IKT-Investitionen während des Zeitraums 2014-2020 bereitgestellt. Diese Investitionen sind vor allem auf die Unterstützung der Maßnahmen der Europäischen Kommission zur Schaffung eines digitalen Binnenmarkts ausgerichtet. Nachstehend sind die Prioritäten im Rahmen des EFRE aufgeführt: Erweiterung des Breitbandausbaus und Einführung von Hochgeschwindigkeitsnetzen, Entwicklung von IKT-Produkten und -diensten sowie des elektronischen Handels, Stärkung der IKT-Anwendungsprogramme für elektronische Behördendienste (e-Government), e-Learning, e-Inklusion, e-Kultur und elektronische Gesundheitsdienste (e-Health). Dank regionaler Finanzierungsinitiativen erhielten über fünf Millionen Menschen zusätzlich einen Breitbandanschluss und mehr als 20 000 IKT-Projekte wurden durch EFRE-Mittel unterstützt.

Weitere Informationen:

Digital scoreboard (auf Englisch)

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Nutzung von IKT in Haushalten und durch Einzelpersonen (t_isoc_i)
Regionale Statistik der Informationsgesellschaft (t_isoc_reg)
Regionale Statistik der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft (t_reg_isoc)


Nutzung von IKT in Haushalten und von Einzelpersonen (isoc_i)
Regionale IKT-Statistiken (isoc_reg)
Regionale Statistik der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft (reg_isoc)


Mittels des Statistischen Atlasses von Eurostat können Sie alle Karten interaktiv verwenden (siehe user manual) (auf Englisch).

Dieser Artikel ist Bestandteil der wichtigsten jährlichen Veröffentlichung von Eurostat, des Eurostat Jahrbuchs der Regionen.