Umweltdatenzentrum für natürliche Ressourcen

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Wachsende Weltbevölkerung und wirtschaftliche Produktion beanspruchen die begrenzten Ressourcen der Erde und die Kapazitäten der Ökosysteme, weshalb die Ressourceneffizienz im Allgemeinen und die Energieeffizienz im Besonderen auf der politischen Tagesordnung der EU weit oben stehen. Es müssen Wege gefunden werden, den Bedarf der Menschheit zu decken und gleichzeitig die natürlichen Systeme zu erhalten.

Die Förderung der Energieeffizienz bedeutet dabei, vorbeugende Maßnahmen zur Einsparung von Energie zu ergreifen und Wege für die Energieerzeugung zu geringeren Umweltkosten zu finden. Sie bezieht sich aber ebenso auf die Umweltauswirkungen, die die Folge der Gewinnung natürlicher Ressourcen aus den Natursystemen, der Abfallentstehung und der Emission von Schadstoffen sind. Erneuerbare Energiequellen werden daher in Zukunft eine immer wichtigere Rolle bei der Deckung unseres Energiebedarfs spielen.

Die wichtigsten Energiequellen derzeit sind erneuerbare Energien, fossile Brennstoffe und Kernenergie. Erneuerbare Energien stammen aus Quellen, die sich auf natürliche Weise regenerieren oder erneuern. Zu den erneuerbaren Energieträgern gehören:

  • Wasserkraft: Energie, die durch die Nutzung der potenziellen und kinetischen Energie des Wassers erzeugt wird, üblicherweise zur Energieerzeugung in Wasserkraftwerken
  • Geothermische Energie: die als Wärme aus der Erdkruste verfügbare Energie, die in der Regel in Form von heißem Wasser oder Wasserdampf vorliegt
  • Windkraft: die kinetische Energie des Windes, die in Windturbinen in Strom umgewandelt wird
  • Sonnenenergie: Sonnenstrahlung, die zur Erzeugung von Wärme oder Elektrizität genutzt wird
  • Biomasse: Organisches, nicht fossiles Material biologischen Ursprungs, das als Brennstoff zur Erzeugung von Wärme oder Elektrizität genutzt werden kann, insbesondere Holz und Holzabfälle, Biogas, Biokraftstoffe und der organische Anteil fester Siedlungs- und Industrieabfälle

Fossile Brennstoffe sind ein Oberbegriff für nicht-erneuerbare natürliche Energiequellen wie Kohle, Erdgas und Erdöl, die aus Pflanzen und Tieren (Biomasse) entstanden sind, die in der geologischen Vergangenheit existierten. Fossile Brennstoffe basieren auf Kohlenstoff und decken derzeit den Großteil des weltweiten Energiebedarfs.

Kernkraft wird aus der in den Atomkernen gespeicherten Energie gewonnen. Die Stromerzeugung aus Kernkraft nutzt vor allem die großen Energiemengen, die bei der induzierten Kernspaltung oder dem Zerfall von Atomkernen frei werden.

Die Umweltauswirkungen erneuerbarer Ressourcen sind generell weniger problematisch als die Umweltauswirkungen anderer Energiequellen. 2009 wurde ein Paket verbindlicher politischer Maßnahmen geschnürt, mit denen die Formel „3 mal 20 bis 2020“ geprägt wurde. Für das Jahr 2020 setzt dieses „Klima- und Energiepaket“ die folgenden Ziele:

  • Senkung der EU-Treibhausgasemissionen um mindestens 20 % unter das Niveau von 1990
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energiequellen am Bruttoendenergieverbrauch der EU auf mindestens 20 %
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energiequellen am Endenergieverbrauch des Verkehrs auf mindestens 10 %
  • Verringerung des Primärenergieverbrauchs um 20 % gegenüber dem prognostizierten Wert durch Verbesserung der Energieeffizienz

Die Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen ist in der Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 niedergelegt.

 

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Datenquellen

Die wichtigsten europäischen Datenquellen sind Eurostat und die Europäische Umweltagentur (EUA). Ein Überblick über die verfügbaren Daten ist in der Eurostat-Datenbank zu Energiestatistiken und auf der Homepage der EUA zu Energie zu finden.

Auch die OECD und die Internationale Energieagentur bieten eine Reihe internationaler Energiestatistiken.

Ausführliche Datenquellen sind unter den entsprechenden Energieressourcen zu finden.