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Während der Pandemie im Ausland arbeiten: Die Erfahrung eines belgischen Küchenchefs in Finnland

Trotz größter Bemühungen konnte der junge Küchenchef Ahmed, 35 Jahre, während der Pandemie in seiner Stadt, Brüssel, keine Arbeitsstelle finden. Als er das Angebot erhielt, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln, griff er daher ohne Zögern zu. Dank EURES Brüssel gelang es Ahmed, in kurzer Zeit Arbeit im wunderschönen Lappland, der nördlichsten Region Finnlands, zu finden.
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Entschlossenheit führt zum Ziel

Obwohl in Brüssel ein Mangel an Küchenchefs herrscht, gestaltete sich die Arbeitsplatzsuche für Ahmed sehr schwer. „Ich habe wohl rund 100 Bewerbungen verschickt. Nur in zwei oder drei Fällen bekam ich Antwort, und die war immer abschlägig. Es ist schwer, nicht die Motivation zu verlieren, wenn so gar keine Rückmeldungen kommen; ich wollte aber nicht untätig herumsitzen und die Hände in den Schoß legen“, berichtet Ahmed.

Deshalb fasste der junge Küchenchef den Entschluss, sein Glück im Ausland zu versuchen; er wandte sich an die EURES-Berater bei Actiris International − der Abteilung Internationale Mobilität der für die Region Brüssel zuständigen Arbeitsverwaltung.

„Als Actiris International mich auf ein Angebot für eine saisonale Tätigkeit in einer finnischen Ferienanlage hinwies, habe ich mich sofort beworben. Nach einem Gespräch mit dem EURES-Team wurde meine Bewerbung umgehend dem Arbeitgeber übermittelt.“

Umzug in einer Woche

Nach dem ersten Gespräch ging für Ahmed alles sehr schnell. „Gleich am nächsten Tag hatte ich ein telefonisches Bewerbungsgespräch mit dem Arbeitgeber; das verlief gut, und eine Woche später war ich bereits in Lappland. Das gesamte Bewerbungsverfahren erfolgte in englischer Sprache. Ich bin nicht zweisprachig; doch meine Englischkenntnisse müssen wohl gut genug gewesen sein“, erklärt der belgische Küchenchef.

Ahmed wurde als Chef de partie eingestellt. „Ich wechselte zwischen mehreren verschiedenen Positionen, war jedoch zumeist für die Herstellung von Desserts und Backwaren zuständig. Die Küche war international ausgerichtet, aber ich habe auch gelernt, traditionelle finnische Gerichte zuzubereiten.“

Die Pandemie

Ahmeds Vertrag lief zwar von Dezember 2019 bis April 2020, als die Pandemie aber im März in Finnland erreichte, musste die Ferienanlage schließen. Anstatt nach Brüssel zurückzukehren, entschloss sich Ahmed, ermutigt durch seine Erfahrung in Lappland, seine Reise fortzusetzen.

„Ich zog nach Helsinki und fand nach einigen Wochen Arbeit in einer Sushi-Bar. Ich lernte, Fisch zu zerlegen und Sushi zuzubereiten. Das war ungeheuer interessant! Dann brach jedoch die zweite Covid-19-Welle in Finnland aus, und alle Restaurants mussten schließen. Dieses Mal blieb mir keine andere Wahl, als nach Belgien zurückzukehren“, erinnert sich Ahmed.

Trotz der besonderen Schwierigkeiten, mit denen Ahmed während der Pandemie konfrontiert war, bereut er seinen Aufenthalt in Finnland nicht. „Ich habe mich in Finnland sehr wohl gefühlt, und ich überlege, wieder dorthin zurückzukehren, sobald ich die Möglichkeit dazu habe. Die Mentalität der Menschen in Skandinavien sagt mir wirklich zu: Sie sind so freundlich und offen. Ich kann nur jedem zuraten, der sich mit dem Gedanken trägt, im Ausland zu arbeiten. Es ist eine sehr positive Erfahrung.“

 

Möchten auch Sie in Ihr Abenteuer im Ausland starten? Trotz der Pandemie stehen unsere EURES-Berater mit Rat und Unterstützung bereit, um Arbeitsuchenden bei der Suche nach einer Beschäftigung in ganz Europa zu helfen. Wenden Sie sich an den EURES-Helpdesk, um noch heute den ersten Schritt zu tun.

 

Weiterführende Links:

Actiris International

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07/05/2021

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