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Für eine italienische Auszubildende im Mechanikerhandwerk öffnen sich die Türen zu einer beruflichen Laufbahn in Deutschland

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Die junge Italienerin Simona Trinchera zog vom heimatlichen Lecce aus zu neuen Horizonten, um eine Berufsausbildung in Bochum und Dortmund anzutreten - dank der Unterstützung durch EURES und ein deutsches Ausbildungsprogramm.

Das MobiPro-Programm „The Job of my Life“ bietet Auszubildenden die Möglichkeit, für einige Zeit in einer deutschen Berufsschule neben den für ihre spezifische Berufsausbildung notwendigen Fächern auch noch Fächer wie Deutsch, Mathematik und Sozialkunde zu lernen. Parallel dazu erfolgt eine praktische Berufsausbildung in einem Betrieb.

Simona freut sich, dass sie eine gut strukturierte Berufsausbildung bei einem namhaften Arbeitgeber in Deutschland machen kann. „Das System der dualen Berufsausbildung, wie man es in Deutschland kennt, gibt es in Italien nicht“, sagt Simona.

 

EURES Italien und MobiPro helfen jungen Menschen, die passende Ausbildung zu finden

„Ohne EURES wäre ich jetzt wahrscheinlich immer noch auf Jobsuche. Stattdessen erlerne ich ein Handwerk und wenn ich fertig bin, kann ich entscheiden, was ich machen und wo ich arbeiten will, weil ich dann für den Arbeitsmarkt ausreichend qualifiziert bin“, sagt Simona stolz.

Während des gesamten Verfahrens bekam Simona Unterstützung von der italienischen EURES-Beraterin Bernadette Greco. „MobiPro bietet aufgeschlossenen Bewerbern viele Möglichkeiten, da die Zugangsvoraussetzungen relativ locker sind. Das Programm ist gedacht für motivierte und ehrgeizige junge Menschen, die etwas erreichen wollen“, so Bernadette. „Für so manchen ist es die perfekte Chance.“

Simona stieß zum ersten Mal auf der EURES Lecce Facebook-Seite auf das Programm. „Ich ging zu einigen EURES-Gesprächen in meiner Schule und fand es interessant. Auf der Facebook-Seite sah ich dann einen Hinweis auf das Programm 'The Job of my Life'. Da habe ich mich beworben.“

Bernadette organisierte für ihre Schülergruppe einen Kurs, der sie auf die Ausbildung vorbereiten sollte. „Sie war sehr engagiert und versuchte, allen Interessenten ein Gespräch zu ermöglichen, selbst wenn sie sich sehr spät beworben hatten oder Unterlagen fehlten, wenn sie Übersetzungsbedarf hatten oder Hilfe bei der Gestaltung ihres Lebenslaufs brauchten. Sie hatte immer ein offenes Ohr für alle unsere Probleme“, fügt Simona hinzu.

Auch der Projektanbieter in Deutschland, Hans Schreiber, hat sich sehr für die jungen Leute eingesetzt und ihnen z. B. bei der Wohnungssuche geholfen. „Ich weiß wirklich nicht, was ich ohne diese Unterstützung gemacht hätte“, sagt Simona.

 

Duale Ausbildung - ein deutsches Alleinstellungsmerkmal

„Wenn man in Italien nach dem Schulabschluss nicht studieren möchte, ist es ausgesprochen schwierig, einen Ausbildungsplatz zu finden. Oftmals wird man während der Ausbildung auch nicht bezahlt“, erklärt Simona.

Vielleicht wird sich das ja in Italien bald ändern, „aber momentan würde mir kein Betrieb so etwas wie einen Ausbildungsvertrag über dreieinhalb Jahre anbieten, wie ich ihn hier in Deutschland abgeschlossen habe.“

Simona hofft, ihre Ausbildung, die sie bei der Climatic Kälte- und Klimatechnik GmbH in Bochum und bei der Gesellschaft für Bildung und Beruf in Dortmund absolviert, als qualifizierte Mechatronikerin für Kältetechnik abzuschließen. Ihre Praxisausbildung ergänzt sie durch Kurse am Max-Born-Berufskolleg in Recklinghausen.

Am Ende ihres Ausbildungsprogramms wird Simona aber nicht nur eine technische Qualifikation erworben haben. Als Vorbereitung auf die Übersiedlung nach Deutschland bietet MobiPro darüber hinaus kostenlose Deutschkurse in Italien an und fördert auch nach dem Umzug den Besuch weiterführender Sprachkurse. Simona freut sich: „Die Kurse sind einfach toll. Einen so intensiven Sprachkurs hätte ich mir niemals leisten können.“

Gibt es überhaupt etwas, was Simona sich noch wünschen würde? „Ich bin ganz aufgeregt, weil mein Freund sich auch über MobiPro beworben hat und bald hierher kommen wird, wenn sein Sprachkurs beendet ist. Zu zweit ist die berufliche Mobilität leichter, weil man kein Heimweh hat!“

 

Neue Chancen für junge Menschen als Motivation

Zum Schluss äußert sich auch Bernadette, die sich so sehr dafür einsetzt, dass die jungen Menschen in ihrer Heimatstadt Zugang zu den Möglichkeiten bekommen, die MobiPro bietet: „Ich bin wirklich sehr froh, sie bei ihren Plänen unterstützen zu können, die so ganz anders sind als bei der unfreiwilligen Migrationswelle in den Fünfzigerjahren“, erklärt sie.

„Heutzutage entscheiden sich junge Leute dafür, in einem anderen EU-Land zu arbeiten, weil sie Europäer sein wollen und nicht nur Italiener; sie sind in der Lage, die Chancen zu ergreifen, die ihnen der Europäische Binnenmarkt bietet“, sagt sie.

 

Einschlägige Links:

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Fachtheoretische Ausbildung in der Schule, praktische Ausbildung am Arbeitsplatz – das MobiPro-Programm

 

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25/03/2016

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