EURES in Grenzregionen


Die Regionen an den EU-Binnengrenzen machen 40 % des Territoriums der Union aus und beherbergen knapp 2 Millionen Grenzgänger. 2016 gab es in der EU mehr als 1,4 Millionen Menschen, die in einem Land lebten und in einem anderen arbeiteten. Diese Zahl ist im Laufe der Jahre kontinuierlich gestiegen; allein im Zeitraum von 2015 bis 2016 wurde ein Anstieg von 8 Prozentpunkten verzeichnet.

Grenzgänger sehen sich tagtäglich einer Reihe von Hindernissen gegenüber, etwa unterschiedlichen nationalen Praktiken, Sozialversicherungssystemen, Steuerregelungen und Rechtssystemen. Hinzu kommt, dass der Personennahverkehr in Grenzregionen häufig schlechter entwickelt ist als die inländischen Verkehrssysteme, was die grenzüberschreitende berufliche Mobilität noch mehr beeinträchtigt.

Unter dem Dach von EaSI, dem EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation, hilft EURES Grenzgängern bei der Überwindung dieser Hindernisse, indem es grenzüberschreitende Partnerschaften finanziell unterstützt.

An diesen Partnerschaften sind EURES-Mitglieder und Partner beteiligt, die zur Förderung der Mobilität von Arbeitnehmern und Arbeitgebern grenzübergreifend zusammenarbeiten. Organisationen, die nicht Teil des EURES-Netzes sind, können sich ebenfalls beteiligen, wenn sie auf dem regionalen Markt für berufliche Mobilität von Belang sind. Zu den Partnern gehören in der Regel auch öffentliche Arbeitsverwaltungen, Sozialpartner und Organisationen wie Hochschulen, Unternehmensverbände, Gewerkschaften und Handelskammern.

Im Rahmen der Aufforderung 2018 erhalten 11 grenzübergreifende Partnerschaften, an denen 16 Länder beteiligt sind, im Jahr 2019 Fördermittel aus dem Programm EaSI. Zudem gibt es eine Reihe anderer Partnerschaften, die ohne EaSI-Förderung aktiv sind.

2019 werden diese elf grenzübergreifenden Partnerschaften aus Mitteln des Programms EaSI gefördert:

 

Das übergeordnete Ziel dieser Partnerschaften besteht darin, sich mit Arbeitsuchenden und Arbeitgebern zum Thema der grenzüberschreitenden beruflichen Mobilität auszutauschen und zu beraten, Praktikumsplätze anzubieten und Dienstleistungen vor und nach der Einstellung zur Verfügung zu stellen. Zur Unterstützung der Arbeitnehmer in jeder Phase ihres beruflichen Werdegangs und zur Beantwortung der Fragen, die sie möglicherweise zu den praktischen Aspekten der Arbeit in einem anderen Land haben, stehen Expertenpools zur Verfügung.

Im Rahmen der Partnerschaften werden jedes Jahr zahlreiche Aktivitäten zur Unterstützung von Arbeitsuchenden und Arbeitgebern gleichermaßen durchgeführt. Zu den derzeitigen Höhepunkten gehören ein Coaching für Arbeitsuchende in der Altersgruppe 50+, grenzübergreifende Lehrlingsausbildungsprogramme und eine neue App zur Besetzung von freien Stellen entlang der belgisch-niederländischen Grenze.

Die Partnerschaften überwachen aber auch die Mobilitätsströme über ihre jeweiligen Grenzen, beobachten die Entwicklung des Arbeitsmarktes und zeigen Hindernisse auf, die der Freizügigkeit auf dem regionalen grenzüberschreitenden Stellenmarkt entgegenstehen.

Klicken Sie auf einen der Links, um mehr über eine bestimmte grenzübergreifende Partnerschaft zu erfahren. Falls Sie weitere Informationen zu den Beschäftigungsmöglichkeiten in Ihrer Region wünschen, klicken Sie hier, um die Suche nach EURES-Beratern auf eine grenzübergreifende Partnerschaft zu beschränken.