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Uno, dos, tres... vier, fünf, sechs: Intensiv-Deutschkurse eröffnen neue Möglichkeiten für spanische Krankenschwestern

Auch wenn die Aufgaben von Krankenschwestern je nach Land unterschiedlich sein können, gilt in Europa im Wesentlichen überall dasselbe Pflegekonzept. Es kommt entscheidend darauf an, mit den Patienten kommunizieren zu können, und daher ist das Erlernen der Landessprache für Krankenschwestern, die in einem anderen EU-Land arbeiten wollen, von zentraler Bedeutung. Das Programm „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ bietet finanzielle Unterstützung für Sprachkurse und Umzugskosten.
 
Laura Gallego Muñoz war eine von 20 frisch examinierten Krankenschwestern, die einen sechsmonatigen Deutsch-Intensivkurs in Spanien besuchten. Jetzt zog sie mit fünf ihrer Kolleginnen aus dem Kurs nach Deutschland, um bei Vivat, einem Pflegedienstleister in Deutschland, zu arbeiten. Insgesamt elf Krankenschwestern arbeiten mittlerweile in Deutschland, drei blieben an ihrem Arbeitsplatz in Spanien. „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ hat Laura und den anderen Krankenschwestern durch die Vermittlung von Sprachkursen und Kontakten zu deutschen Arbeitgebern sowie durch die Bereitstellung finanzieller Unterstützung für die Umzugskosten geholfen.
 
Laura sagt hierzu: „Wir hatten einen EURES-Berater, der uns während des gesamten Verfahrens begleitet und beraten hat. EURES Deutschland, das auch für „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ zuständig ist, organisierte den Deutschkurs in Spanien. Sie forderten uns dann auf, ihnen für die Bewerbung auf Stellen in Deutschland unsere Lebensläufe zuzuschicken, die wir nach dem Muster des Europass-Lebenslaufs erstellt haben. Als Nächstes erfuhr ich, dass ich zu einem Vorstellungsgespräch bei Vivat eingeladen war. Der Deutschlehrer half mir bei der Vorbereitung auf das Gespräch; gleichzeitig hatten wir einen Dolmetscher, der uns während des Gesprächs unterstützte. Eine Woche später bekamen zehn von uns ein Angebot und sechs von uns entschlossen sich, den Arbeitsvertrag zu unterschreiben. „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ hat uns also während des ganzen Bewerbungsverfahrens geholfen.“

 
Als Laura und die anderen Krankenschwestern umzogen, leistete „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ einen Beitrag zu den Umzugskosten und stellte finanzielle Hilfen für die KMU bereit, die die Arbeitsplätze bereitstellten. Diese wurden als arbeitnehmerbezogene Einmalzahlungen zur Unterstützung der Eingliederung ins Unternehmen geleistet.

 
Wie ihr das Leben in Deutschland gefällt, kommentierte Laura so: „Für mich ist es eine tolle Erfahrung. Ich lerne eine neue Sprache, eine neue Kultur und eine andere Art zu arbeiten kennen; vor allem aber lerne ich mich selbst kennen. Was die Krankenpflege betrifft, gibt es Unterschiede zwischen den beiden Ländern; in Spanien studiert man an einer Universität, während die Ausbildung in Deutschland stärker berufspraktisch ausgerichtet ist. Ich bin der Meinung, dass spanische Krankenschwestern etwas mehr Eigenverantwortung haben aber insgesamt gesehen ist die Arbeit die gleiche.“
 
 
Weitere Informationen:
 
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Text zuletzt geändert am: 07/2013


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