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Durch die Initiative „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“ wird die Stellenvermittlung in ganz Europa verbessert

Die Initiative „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“(Your first EURES job, YfEj) feiert den ersten Jahrestag ihrer Einführung. Die im Jahr 2012 eingeführte Maßnahme YfEj beruht auf dem Konzept einer individuell angepassten Regelung für die berufliche Mobilität in Verbindung mit finanzieller Unterstützung für junge Menschen, um diesen dabei zu helfen, einen Arbeitsplatz in einem anderen Mitgliedstaat zu finden. Neben sonstiger Unterstützung sieht die Maßnahme die Finanzierung von Sprachkursen und Reisekosten für junge Arbeitssuchende (Vorstellungsgespräch und Umzug) sowie einen Beitrag zu einem Integrationsprogramm bei einer Einstellung durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor. Ziel der Initiative ist es, bis 2014 die Besetzung von etwa 5 000 offenen Stellen zu unterstützen.
 
Bei der Suche nach einem Arbeitsplatz in einem anderen EU-Mitgliedstaat oder nach hoch qualifizierten Arbeitnehmern können junge Arbeitssuchende und europäische Unternehmen die Maßnahme YfEj in Anspruch nehmen. Zwei spanische Arbeitssuchende, die einen Arbeitsplatz in Deutschland gefunden haben, sowie drei Arbeitgeber, denen es mithilfe der Initiative gelungen ist, Stellen zu besetzen, berichten von ihren Erfahrungen.
 
Die jungen mobilen Arbeitnehmer
 
„Ich persönlich finde es großartig, in einen EU-Mitgliedstaat umziehen zu können, um dort eine neue Stelle anzutreten, und durch EURES ist es einfacher als je zuvor,“ erläutert Jesus Estrada, ein Spanier, der jetzt in Deutschland lebt und arbeitet.
 
Jesus bekam eine Stelle als Softwareentwickler bei HOB, einem Unternehmen, das Softwarelösungen für Kunden aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen anbietet. Nachdem er zuvor schon in seinem Heimatland Spanien in einem ähnlichen Bereich gearbeitet hatte, bewarb er sich auf Empfehlung seines lokalen EURES-Beraters direkt bei HOB. Dank EURES und YfEj hatte er stets das Gefühl, dass ihn jemand „auf der anderen Seite“ unterstützte, und in Verbindung mit der finanziellen Unterstützung ist die Maßnahme seiner Ansicht nach eine großartige Hilfe für die berufliche Mobilität in ganz Europa.
 
„Darüber hinaus erhält man nicht nur eine neue Arbeitsstelle, sondern sammelt tolle Erfahrungen, genießt einen neuen Lebens- und Arbeitsstil, entdeckt neue Kulturen und ergänzt seinen Lebenslauf um internationale Erfahrungen, die in der Zukunft unschätzbar sein werden. Ich kann nur empfehlen, die Vorteile, die EURES und YfEj bieten, zu nutzen und einen neuen Arbeitsplatz im Ausland zu suchen – es lohnt sich“, schwärmt Jesus.
 
Eine gute Erfahrung
 
Jesus Fraile ist ein weiterer spanischer Arbeitssuchender, der jetzt bei HOB in Deutschland beschäftigt ist. Auch er fand die Maßnahme hilfreich und nützlich. „Die größte Hilfe war für mich die finanzielle Unterstützung, aber der EURES-Berater unterstützte mich und bot mir Beratung bei allen meinen Zweifeln und Fragen“, führt er aus.
 
Nach einem Studium mit einem Abschluss in Elektronik arbeitete er vor seinem Umzug nach Deutschland als Junioringenieur in Spanien. „Ich erhielt mehr Unterstützung als ich erwartet hatte, und habe sehr gute Erfahrungen mit dieser Maßnahme gemacht. Ich rate dazu, die Initiative auszuprobieren, da sie wirklich hilfreich sein kann, um ein neues Leben im Ausland zu beginnen“, erklärt Jesus.
 
Die Arbeitgeber
 
„Wir versuchten seit mehr als einem Jahr, zwei EDV-Spezialisten einzustellen, ohne Erfolg. Deshalb beschloss ich, mich an das Arbeitsamt Ludwigsburg zu wenden, damit es uns bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern unterstützt. Daraufhin nahm ich die Initiative YfEj in Anspruch“, erklärt die Geschäftsführerin des Softwareunternehmens LIB-IT DMS GmbH, Dagmar Causley.
 
Die Zusammenarbeit erwies sich als erfolgreich, denn das Unternehmen konnte einen Arbeitssuchenden aus Spanien und einen aus Bulgarien einstellen. „Mithilfe von YfEj hatten wir eine höhere Zahl von Bewerbungen, eine größere Auswahl und konnten hoch motivierte Arbeitskräfte finden“, schwärmt sie.
 
Das Erlernen einer neuen Sprache ist entscheidend
 
Die größte Herausforderung scheint die Sprachbarriere zu sein. „Wir sind sehr zufrieden mit den beiden neu eingestellten Mitarbeitern. Sie sprechen kein Deutsch, deshalb engagierten wir einen Sprachlehrer, der sie jeden Tag eine halbe Stunde unterstützt“, erklärt Dagmar. „Wir planen, künftig weitere freie Stellen über YfEj zu besetzen. Ich empfehle, stets einen umfassenden Lebenslauf zu übermitteln und bei den Sprachkenntnissen während des Bewerbungsverfahrens ehrlich zu sein“, ergänzt sie.
 
Crispin Mühlich, Geschäftsführer der Mühlich KG, einem deutschen Unternehmen, das Holzwerkstoffe herstellt, teilt diese Meinung.„Solide Kenntnisse der deutschen Sprache sind wesentlich“, erklärt er. Über YfEj konnte er zwei neue Mitarbeiter einstellen.
 
„Ein Headhunter war in Verbindung mit einem spanischen Arbeitssuchenden, der später mit mir Kontakt aufnahm und EURES und YfEj erwähnte“, führt er aus. Mithilfe der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Bonn hat er sich rasch dazu entschlossen, die Maßnahme in Anspruch zu nehmen. Crispin Mühlich fand den Ablauf „sehr gut organisiert“ und war insbesondere von dem „hohen Niveau der Beratungsleistungen“ beeindruckt. „Mithilfe von YfEj gelang es uns, hoch qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter zu finden“, ergänzt er.
 
Motivation gewünscht
 
Auch eine Investmentgesellschaft mit Sitz und Niederlassung in London, Vereinigtes Königreich, äußert sich anerkennend zur Motivation der Arbeitssuchenden.Hereford Capital hat seit letztem Sommer drei neue Mitarbeiter über YfEj eingestellt.
 
„Sie müssen engagiert und fest entschlossen sein, hierher zu kommen.Wir schätzen dieses Engagement, diese Motivation“, erklärt der Geschäftsführer von Hereford Capital, Bjorn Gravsholt.
 
Hereford Capital wurde durch Kontakte in Dänemark auf YfEj aufmerksam. „Wir haben bislang positive Erfahrungen gemacht und versuchen, uns auf die Lernaspekte der Initiative zu konzentrieren, indem wir spezifische Schulungsprogramme anbieten. Derzeit wollen wir einen weiteren Mitarbeiter einstellen und sind daran interessiert, die freie Stelle über EURES und YfEj zu veröffentlichen“, erläutert Frederik Hein Riise, Investment Portfolio Manager bei Hereford Capital.
 
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Text zuletzt geändert am: 03/2013


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