Fokus auf...

EURES hilft bei der Vermittlung von Saisonarbeit für 1 200 Bulgarinnen in Spanien

Drohende Arbeitslosigkeit und schlecht bezahlte Arbeitsplätze waren für über 1 200 Frauen aus Bulgarien Anlass, den Schritt in ein fremdes Land zu wagen und sich mit Unterstützung der öffentlichen Arbeitsverwaltung und von EURES um Saisonarbeit in Spanien zu bemühen. Bei der Vergabe der Saisonarbeitsplätze wurden im vergangenen Jahr über 4 000 Bewerbungen gesichtet; schließlich fanden 1 273 Frauen Arbeit bei der Himbeerernte in spanischen Betrieben.
 
Die Zusammenarbeit im Agrarbereich zwischen Spanien und Bulgarien geht auf das Jahr 2004 zurück, als die Arbeitsministerien beider Länder eine Vereinbarung unterzeichneten, die bulgarischen Landarbeitern die Möglichkeit eröffnete, in Spanien Arbeit zu finden. 2009 wurde der spanische Arbeitsmarkt schließlich generell für bulgarische Arbeitskräfte geöffnet; seitdem suchen spanische Landwirtschaftsbetriebe häufig über die öffentliche Arbeitsverwaltung in Bulgarien und über EURES nach Arbeitskräften.
 
„Bei den Arbeitsuchenden handelt es sich in der Regel um arbeitslose Frauen, die bei den bulgarischen Arbeitsämtern registriert sind. Eine weitere Gruppe bilden Frauen, die zwar in Bulgarien Arbeit haben, aber nur den Mindestlohn beziehen und die mehr zum Unterhalt ihrer Familien beisteuern wollen“, schildert EURES-Beraterin Elena Vidinska die Ausgangslage.
 
Galina Viktorova Naidenova ist eine der 1 200 Frauen, die im vergangenen Jahr auf der Suche nach Saisonarbeit den Weg nach Spanien antraten. „Ich bin im März nach Spanien gefahren und im Juni zurückgekommen. Ich war froh, während dieser Zeit Arbeit gefunden zu haben, und will es dieses Jahr wieder versuchen. Es gab zwar ein paar Probleme, aber die Arbeitsbedingungen waren gut“, so ihr Resümee.
 
Landwirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrung erforderlich
 
In Zusammenarbeit mit den bulgarischen Arbeitsämtern leistet EURES Unterstützung bei der Auswahl der Saisonarbeitskräfte – hauptsächlich durch die Vorauswahl der Bewerberinnen und durch Hilfestellung für die spanischen Arbeitgeber bei der Durchführung der Bewerbungsgespräche in Bulgarien.
 
„Letztes Frühjahr haben wir vier Kampagnen durchgeführt – zwei  in Sofia, eine in Haskovo und eine weitere in Schumen. Dabei haben wir unter 4138 Bewerberinnen 1273 Frauen für die Himbeerernte in spanischen Betrieben ausgewählt“, erinnert sich Elena Vidinska. Für 2013 kündigt die bulgarische EURES-Beraterin weitere Vermittlungskampagnen an.
 
„Spanischkenntnisse sind nicht erforderlich, wichtiger sind Erfahrung und Kenntnisse in der Landwirtschaft. Die bulgarischen Frauen arbeiten hart, um während ihres Aufenthalts in Spanien möglichst viel Geld zu verdienen. Einige sind bereits seit Jahren dabei“, erläutert Elena Vidinska.
 
Großer Bedarf an Arbeitskräften
 
Aus Arbeitgebersicht hat sich die Zusammenarbeit mit EURES und der öffentlichen Arbeitsverwaltung in Bulgarien als sehr erfolgreich erwiesen und soll fortgeführt werden. „Die Nachfrage nach Saisonarbeitskräften ist in der Landwirtschaft sehr groß. Mit dem Programm von EURES ist es uns gelungen, genügend bulgarische Arbeitskräfte ins Land zu holen, um den Bedarf des Arbeitsmarkts zu decken“, so das Fazit eines Vertreters des spanischen Erdbeererzeuger- und –ausfuhrverbandes aus der Provinz Huelva.
 
 
Weitere Informationen:
 
Suchen Sie nach einem Jobtag im EURES-Veranstaltungskalender.
 
Finden Sie Ihren EURES-Berater.
 
Erfahren Sie auf dem EURES-Portal zur beruflichen Mobilität mehr über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den einzelnen europäischen Ländern.
 
Suche nach einer Arbeitsstelle in der EURES-Stellendatenbank.
 
Erfahren Sie mehr darüber, was EURES für Arbeitgebertun kann.
 
Erfahren Sie mehr darüber, was EURES für Arbeitsuchendetun kann.

EURES auf Facebook
 
EURES auf Twitter
 
Kontaktieren Sie EURES über LinkedIn
 
EURES auf Google+
 
 

Text zuletzt geändert am: 02/2013


Haftungsausschluss
Die Beiträge bei „ Fokus auf...“ dienen dazu, den Benutzern des EURES-Portals Informationen über aktuelle Themen und Entwicklungen bereitzustellen und Diskussionen und Debatten anzuregen. Sie geben nicht notwendigerweise die Meinung der Europäischen Kommission wieder.