Arbeitsmarktinformationen

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Spanien - Illes Balears

Kurzer Überblick über den Arbeitsmarkt

 

Die Autonome Gemeinschaft Balearen besteht aus der Inselgruppe der Balearen, die sich im Mittelmeer vor der östlichen Küste der Iberischen Halbinsel befinden. Die Balearen haben insgesamt eine Fläche von fast 5 000 km2 und die Küsten eine Länge von etwa 1 800 Kilometern. Die Bevölkerungszahl beträgt gut eine Million einhunderttausend Personen, davon sind 17,05 % ausländische Staatsbürger. Hinzu kommen jährlich etwa 12 Millionen mehrheitlich europäische Touristen, vor allem aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Nach Schätzungen des Nationalen Instituts für Statistik (INE) ist im Jahr 2018 die Bevölkerung der Balearen um 1,1 % gestiegen. Sollte dieser Trend anhalten, würden die Balearen in den nächsten Jahren eine der wenigen Autonomen Gemeinschaften mit steigender Bevölkerungszahl und positivem Migrationssaldo sein.

Die Balearen haben sich als besonders dynamische Autonome Gemeinschaft konsolidiert und die Beschäftigungsdaten vor der Wirtschaftskrise übertroffen, während sie in Gesamtspanien noch darunter liegen. Im zweiten Quartal des abgelaufenen Jahres stieg die Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2017 um 2,7 %, wobei Ibiza und Formentera das stärkste Wachstum aufwiesen.

Die Daten der Arbeitskräfteerhebung für das dritte Quartal 2018 zeigen die Besonderheiten der Wirtschaft der Balearen, die auf dem Dienstleistungssektor und besonders auf dem Fremdenverkehr mit einer Konzentration dieser Aktivität in den Hauptreisemonaten des Jahres basiert. In diesem Quartal nahm die Beschäftigung im Vergleich zum zweiten Quartal um 47 500 Personen zu und mit 621 700 Beschäftigten stieg dieser Wert gegenüber dem dritten Quartal 2017 um 6,12 % an. Die Zahl der Arbeitslosen ging um 11 700 Personen zurück, sodass sich die Arbeitslosenquote auf 9,3 % beläuft und zwei Prozentpunkte unter dem Wert des dritten Quartals 2017 liegt.

Die Unternehmenslandschaft ist unter dem Gesichtspunkt der Beschäftigung stark kleinbetrieblich strukturiert; acht von zehn Unternehmen beschäftigen einen bis zwei Mitarbeiter oder sind Einpersonen- oder Familienunternehmen. Es gibt jedoch auch einige wenige große Unternehmen in den Bereichen Fremdenverkehr, Beförderung von Reisenden, Handel, privater Sicherheitsdienst und Reisebüros. Die Zahl der Unternehmen nahm ein weiteres Jahr in Folge zu, vor allem in den Bereichen Baugewerbe sowie Verkehr und Lagerei.

Ende September waren über 550 000 Personen sozialversichert, das sind 3,1 % mehr als im Vorjahr. 20 % der Sozialversicherten waren ausländische Staatsangehörige, wobei diese Gruppe im Jahresvergleich einen Anstieg von 7,7 % verzeichnete. Die Wirtschaftszweige mit den meisten ausländischen Beschäftigten sind: Gastgewerbe, Handel und Reparatur von Kraftfahrzeugen, Baugewerbe und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen.

Nach Informationen der Beobachtungsstelle für die Entwicklung der Beschäftigungszahlen der staatlichen Arbeitsvermittlung betrug die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im September 2017 40 747 Personen, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 3,9 % darstellt. Die Entwicklung der in den vergangenen zwölf Monaten gemeldeten Neueinstellungen weist einen leichten Rückgang zum Vergleichszeitraum des Vorjahres (-0,60 %) auf. Der Anteil der eingestellten ausländischen Arbeitnehmer stieg in den vergangenen zwölf Monaten um zwei Prozentpunkte auf 28 %.

Obwohl sich die Lage verbessert hat, weist der Arbeitsmarkt nach wie vor schwerwiegende Strukturprobleme auf, wie die hohe Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen und Personen über 50 Jahren, der noch hohe Prozentsatz an Langzeitarbeitslosen und die hohe Zahl befristeter Arbeitsverträge.

 

Text zuletzt geändert am: 04/2019


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