Lebens- und Arbeitsbedingungen

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Deutschland


Lebensbedingungen

Gesundheitssystem

 

Eine Beschäftigung gegen Entgelt oder zur Berufsausbildung führt zur Versicherungspflicht in der Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Arbeitnehmer sind "versicherungspflichtig". Dieses bedeutet, dass Arbeitnehmer  gesetzlich dazu verpflichtet sind, sich in den verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung zu versichern.

Sobald Sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben und in Deutschland arbeiten wollen, müssen Sie als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer auf jeden Fall eine Krankenversicherung abschließen. Damit eine Krankheit nicht zu einem finanziellen Risiko wird, sichern die gesetzlichen Krankenkassen ihre Mitglieder und ihre Familien im Krankheitsfall ab. Ehepartner, die nicht arbeiten, und Kinder können mitversichert werden. Privat versichern können sich Beschäftigte deren Brutto-Monatseinkommen ein Jahr lang die Pflichtversicherungsgrenze von 4 950 € (Bemessungsgrenze für 2018) überschritten hat. 

Privat versichert sind in der Regel Selbstständige, Freiberufler und Künstlerinnen und Künstler unabhängig von der Höhe ihres Einkommens; Verbeamtete Personen und andere Beihilfeberechtigte wie Richterinnen und Richter, Landtags- und Bundestagsabgeordnete.

Die Versicherungspflichtgrenze wird jährlich vom Gesetzgeber neu festgesetzt. Es gibt eine allgemeine und eine besondere Versicherungspflichtgrenze.

Freiwillg versichern können sich Arbeitnehmer, die ein Gehalt oberhalb dieser Versicherungspflichtgrenze erzielen. 

Bei einem vorübergehenden Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat, benötigen EU-Staatsangehörige und Staatsangehöroge des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) lediglich die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC, um im Krankheitsfall medizinisch versorgt werden zu können.

Vor einem Arztbesuch sollten Sie sich zuerst  telefonisch anmelden. Bei akuten Erkrankungen oder Unfällen wird Ihnen sofort oder am selben Tag ein Termin gegeben. Andernfalls müssen Sie mit Wartezeiten von mehreren Tagen oder sogar Wochen rechnen, vor allem bei Zahnärzten oder Fachärzten. Wenige Praxen haben samstags geöffnet und sonntags sind nur Notdienste zu erreichen. 

Sollten Sie nach der Untersuchung vom Arzt ein Rezept für die verordneten Medikamente erhalten haben, berechnen  die Apotheken üblicherweise eine Zuzahlung von 5 bis 10 € pro Präparat. Bei leichten Beschwerden bekommen Sie rezeptfreie Arzneimittel. Eine kostenlose Beratung erhalten Sie auch ohne Arztbesuch in allen Apotheken.

Wenn Sie nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen plötzlich einen Arzt brauchen, hilft Ihnen der ärztliche Not- und Bereitschaftsdienst. Rufen Sie dafür bei einem Arzt in Ihrer Nähe an. Dort nennt Ihnen im Allgemeinen ein automatischer Anrufbeantworter erst die Sprechstunden des betreffenden Arztes und danach die Notfall-Vertretung. Auch haben Sie die Möglichkeit, in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu gehen. Einige Apotheken haben auch an Wochenend- und Feiertagen geöffnet. Informationen hierzu finden Sie in der Regel auf Hinweisschildern am Eingang.

Wenn Sie einen Krankenwagen benötigen, rufen Sie die 112 an.

Text zuletzt geändert am: 10/2018

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