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EURES in Grenzregionen

Eine besonders wichtige Rolle spielt EURES in Grenzregionen, d. h. in Gebieten, in denen große grenzüberschreitende Pendlerströme zu finden sind. Mehr als 600.000 Menschen, die in einem EU-Mitgliedstaat wohnen und in einem anderen arbeiten, sehen sich mit unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten und unterschiedlichen Rechtssystemen konfrontiert. Tagtäglich können sie auf rechtliche, verwaltungstechnische oder steuerliche Mobilitätshindernisse treffen.

Die EURES-Berater in diesen Gebieten bieten den Arbeitnehmern, die in einem Land wohnen und in einem anderen arbeiten, eine besondere Beratung und Unterstützung hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten an.

Es bestehen derzeit über 20 grenzübergreifende EURES-Partnerschaften, die sich geografisch auf ganz Europa verteilen und an denen mehr als 13 Länder beteiligt sind. Mit dem Ziel, dem Bedarf an Information und Konzertierung, der aus der für Grenzregionen charakteristischen Mobilität entsteht, Rechnung zu tragen, kommen in diesen Partnerschaften öffentliche Arbeitsverwaltungen und Berufsbildungsdienste, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, lokale Behörden und Einrichtungen, die sich mit Fragen der Beschäftigung und Berufsbildung befassen, zusammen. Die grenzüberschreitenden EURES-Partnerschaften dienen als wichtige Vermittlungsstellen zwischen Arbeitsverwaltungen auf regionaler und nationaler Ebene einerseits und den Sozialpartnern andererseits. Auch sind sie eine wesentliche Instanz zur Beobachtung dieser grenzüberschreitenden Beschäftigungsgebiete, die ein entscheidendes Element bei der Entwicklung eines echten europäischen Arbeitsmarktes bilden.