Arbeitsmarktinformationen

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Polen - Mazowieckie

Kurzer Überblick über den Arbeitsmarkt

 

Die Woiwodschaft Masowien liegt im mittleren Osten von Polen. Masowien hat eine Fläche von 35 600 km² (11,4 % der Fläche von Polen), auf der 5 365 900 Personen (14 % der Bevölkerung Polens) leben, von denen 52,2 % Frauen sind. Die größte Stadt der Region ist Warschau, die auch die Hauptstadt von Polen ist und in der fast 32,7 % der gesamten Woiwodschaft konzentriert sind, d. h. 1 754 000 Menschen. In Masowien spielen auch die folgenden subregionalen Zentren eine wichtige Rolle: Radom, Płock, Siedlce, Ostrołęka und Ciechanów. Der Urbanisierungsgrad der Woiwodschaft ist hoch und beträgt 64,3 %, während er sich landesweit etwas über 60,2 % bewegt.

Die Woiwodschaft ist der größte Exporteur und Importeur im ganzen Land. Sie exportiert unter anderem: Maschinen, Anlagen, Elektro- und Elektrotechnik-Geräte, Transportgerät, Metalle und Metallerzeugnisse. Beim Import dominieren Versorgungsgüter. Ende Dezember 2016 waren in der Woiwodschaft 788 008 Wirtschaftsunternehmen registriert (18,6 % von ganz Polen), davon waren 53,2 % in Warschau tätig. Die meisten Unternehmen waren in folgenden Bereichen tätig: Handel, Reparatur von Fahrzeugen (24,7 % aller Unternehmen), professionelle, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten (14 %), Bauwesen (9,4 %) und Industrie (8,3 %). In Masowien dominierten in der deutlichen Mehrheit (96 % aller Unternehmen) Unternehmen, die zur Gruppe der Mikrounternehmen gehören (die bis zu 9 Mitarbeiter beschäftigen).

Die Woiwodschaft zeichnet sich durch das größte Interesse von Seiten ausländischer Investoren aus. Für den Sitz ihrer Firma in Polen haben gar 4,6 % (36 200 Gesellschaften) der ausländischen Investoren Masowien gewählt. Polnische Unternehmen, mit denen das Netzwerk EURES kooperiert, sind: Fujitsu Technology Solutions sp. z o. o.,CapgeminiPolskasp. z o.o., Wipro IT Services Polandsp. z o.o., Jobhousesp. z o.o., Vedinasp. z o.o., LionbridgePolandsp. z o.o., VismaCollectorssp. z o. o.

Zu den wichtigsten Arbeitgebern der Woiwodschaft Masowien gehören: in der Bankenbranche - PKO Bank Polski SA, Bank Pekao SA; in der Versicherungsbranche - Kapitalgruppe PZU; in der Telekommunikationsbranche - Orange Polska; in der Energetikbranche - PolskaGrupaEnergetyczna SA; PGNiG SA; Erdölkonzern PolskiKoncernNaftowyOrlen SA, in der Branche Postdienstleistungen - PocztaPolska SA.

Masowien zeichnet sich durch eine höhere Erwerbsquote als im polnischen Durchschnitt aus, die im I. Quartal 2017 59,8 % (landesweit 56,2 %) beträgt sowie eine Beschäftigungsquote von 56,7 % (landesweit 53,2 %). Ende April 2017 waren bei den Arbeitsämtern 179.661 Arbeitslose registriert, was bedeutet, dass jeder 7. Arbeitslose in Polen aus Masowien stammt. Die Quote der registrierten Arbeitslosen in Masowien betrug Ende April 2017 6,7 % (bei einem Durchschnitt von 7,7 % landesweit). In Masowien ist die Arbeitslosenquote territorial sehr unterschiedlich. Die höchste Arbeitslosigkeit wurde im April in folgenden Landkreisen verzeichnet: Szydłowiec - 27,1 %, Radomsko - 21,3 %, Przysucha - 20,3 %, Sierpc -19,2 % und Maków Mazowiecki - 18,8 %. Durch die niedrigste Arbeitslosenquote zeichneten sich die Stadt Warschau (2,6 %) und die folgenden Landkreise aus: Warschau West (3,0 %), Grójec (3,1 %), Grodzisk Mazowiecki (4,3 %), Piaseczno (5,1 %), Pruszków (5,2 %) und Otwock (5,8 %). Im Hinblick auf die Arbeitslosenquote belegt Warschau den 4. Platz landesweit unter den Städten (nach Posen, Zoppot und Kattowitz) und den 7. Platz unter den Landkreisen. Der Landkreis Szydłowiec zeichnet sich durch die höchste Arbeitslosigkeit im ganzen Land aus und war im April der erste Landkreis in Polen, in dem die Arbeitslosenquote 20 % überschritt. Dieser Vergleich macht das Ausmaß der Differenzierung innerhalb der Woiwodschaft Masowien im Hinblick auf die registrierten Arbeitslosen deutlich.

Die Arbeitslosenquote gemäß BAEL betrug in der Woiwodschaft im 1. Quartal 2017 5,2 % bei einer landesweiten Arbeitslosenquote von 5,4 %, was Platz 8 in Polen ausmacht, und in Bezug auf Frauen bewegte sie sich auf dem Niveau von 5,1 % und ist die niedrigste im ganzen Land.

Text zuletzt geändert am: 09/2017


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