Arbeitsmarktinformationen

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Deutschland - Nationale Ebene

Kurzer Überblick über den Arbeitsmarkt

 

Deutschland (83,1 Millionen Einwohner) ist die viertgrößte Volkswirtschaft und Industrienation der Welt. Die überwiegende Mehrheit deutscher Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen. 61% der Gesamtbeschäftigten in Deutschland arbeiten in solchen kleinen und mittleren Unternehmen. Deutschland war 2018 nach den USA und China die größte Außenhandelsnation. 

Nicht saisonbereinigt waren nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit im Dezember 33,76 Mio sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus von 474.000 oder 1,4 Prozent. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Dezember im Vorjahresvergleich um 167.000 oder 0,7 Prozent und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 307 .000 oder 3,3 Prozent zugenommen.

In allen Bundesländern bis auf Thüringen hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Am weitaus stärksten ist sie in Berlin gewachsen (+3,4 Prozent). Die geringsten Anstiege verzeichnete Sachsen-Anhalt (+0,1Prozent). 

Die Arbeitslosigkeit hat sich von Januar auf Februar um 29.919 oder 1,2 Prozent auf 2.395.604 bzw. 5 Prozent verringert. 

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 22.904 oder 1 Prozent zugenommen, nach 19.973 oder +0,8 Prozent im Januar. 

Die Arbeitslosigkeit hat in Ostdeutschland um 5 Prozent auf 564.000 abgenommen. In Westdeutschland ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 1.831.000 gestiegen. Den bundesweit prozentual stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. In Baden-Württemberg ist die Arbeitslosigkeit am stärksten gestiegen (10,6 %).

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen belief sich im Februar auf 5,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie gleich  In Ostdeutschland war die Quote mit 6,6 Prozent größer als im Westen mit 4,9 Prozent. Allerdings hat sich der Abstand zwischen den Quoten in den vergangenen Jahren deutlich verringert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote in Ostdeutschland um 0,4 Prozentpunkte gesunken und in Westdeutschland gleich geblieben.

Auf Länderebene wurden die niedrigsten Arbeitslosenquoten in Bayern und Baden-Württemberg, die höchste wurde in Bremen ausgewiesen.

Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen hat im Februar saisonbereinigt um 4.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand auf 690.000 Arbeitsstellen, das waren 94.000 oder 12 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von den gemeldeten Stellen waren 93 Prozent sofort zu besetzen. 

 Im Februar wurden 160.000 Arbeitsstellen abgemeldet, 37.000 oder 19 Prozent weniger als vor einem Jahr. In der gleitenden Jahressumme gab es 2.127.000 Abgänge, 160.000 oder 7 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. 6 Prozent der Arbeitsstellen wurden abgemeldet, bevor sie vakant wurden. Die durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeit im gleitenden Jahreszeitraum hat sich im Vorjahresvergleich um 13 auf 127 Tage erhöht. Die langen Vakanzzeiten sind ein Indiz dafür, dass es für viele Betriebe nach wie vor schwierig ist, ihre Stellen zu besetzen. Es kann zwar nicht von einem allgemeinen Arbeitskräfte- oder Fachkräftemangel gesprochen werden, es zeigen sich aber deutliche Anspannungen und Engpässe in technischen Berufsfeldern, bei Bauberufen sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen.

© Statistik der Bundesagentur für Arbeit – Februar 2020

 

Text zuletzt geändert am: 06/2020


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