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News

Online-Formate zur digitalen Teilhabe von älteren Menschen

28/02/2018
Sprache: DE

 

Digitale Teilhabe ist für ältere Personen oft schwierig. Denn der Zugang zu digitalen Formaten setzt oftmals spezifische Medienkompetenz voraus, die erst gelernt werden muss. Verschiedene Angebote zeigen, wie digitale Teilhabe von älteren Personen ermöglicht werden kann und welche Hürden es dabei gibt.

 

Social-Media-Begleiterinnen als Unterstützerinnen beim Umgang Facebook und Co.

Im Projekt „Voll im Leben“ unterstützen Social-Media-Begleiterinnen ältere Menschen auf dem Weg ins Internet. Das Angebot des Bildungswerks des Katholischen Deutschen Frauenbundes Diözesanverband Augsburg e.V. will SeniorInnen Zugang zu Sozialen Netzwerken ermöglichen. Es wendet sich insbesondere an ältere Frauen und Männer, die nicht oder nur schwer in der Lage sind an einem Kurs teilzunehmen, weil sie z.B. körperlich eingeschränkt sind oder das Angebot schwer erreichbar ist.

 

Dieses individuelle Lernmöglichkeit würde dabei besonders geschätzt, sei aber auch eine Herausforderung für die Social-Media-Begleiterinnen und erfordert hohe Kompetenz, berichtet die Projektverantwortliche Maria Hierl. Daher hat das Bildungswerk eine eigene Schulung angeboten. „Es ist uns innerhalb kurzer Zeit gelungen, acht Frauen für die Fortbildung zu gewinnen“, so Hierl. „Diese Frauen bringen gute Kenntnisse im Bereich Social Media mit und sind alle durchweg hoch motiviert, engagiert und auch flexibel. Das ist auch äußerst wichtig, um auf die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche der SeniorInnen eingehen zu können.“

 

Webinare als Lehr- und Lernsetting für SeniorInnen

Auch ein Webinar kann ein Lehr-/Lern-Format sein, das sich für ältere Menschen eignet. Im Rahmen der Webinar-Reihe von digi4family.at nahmen SeniorInnen an einem Webinar zum Thema “Familiengeschichte online darstellen“ teil. In Kooperation mit dem „Seniorencolleg“ lernten die Menschen im Rahmen der Veranstaltung u.a., wie sie einen Stammbaum erstellen können und welche Programme es dafür gibt.

Webinare dienen als mögliches Kommunikationsmedium, mithilfe dessen sich auch ältere Personen miteinander vernetzen können: „Ältere Menschen haben ein großes Risiko ausgegrenzt zu werden und Isolation und Einsamkeit zu erleben. Um die Chancen von Teilhabe zu erhöhen, sollten SeniorInnen an digitale Medien herangeführt werden. Videokonferenzen, an denen auch von Smartphones oder Tablets teilgenommen werden kann, eignen sich für die Kommunikation besonders, da ein sehr persönlicher Austausch über Audio und Video ermöglicht wird“ so Webinar-Experte und Projektpartner der Webinarserie digi4family David Röthler.

Gleichzeitig ist der Zugang zu solchen Formaten meistens sehr hochschwellig und setzt Medienkompetenz voraus. Dies müsse bei der Planung solcher Formate berücksichtigt werden: „Bildungsanbieter müssen sich verschiedene Konzepte überlegen, um mögliche technische Hürden zu senken oder Ängsten vor dieser Form des Austauschs und des gemeinsamen Lernens zu begegnen", sagt Röthler.

 

Unterlagen für TrainerInnen: digitalesenioren.at

Für alle, die im Bereich der digitalen Bildung mit älteren Menschen arbeiten, bietet die Plattform digitalesenioren.at (auch unter digitaleseniorInnen.at abrufbar) Informationen an. Man findet dort u.a. Studien sowie Lehr- und Unterrichtsmaterialien rund um das Thema „SeniorInnen und digitale Medien“, Informationen zu Qualitätskriterien der digitalen Bildung für Ältere sowie Good-Practice-Beispiele. Diese Materialien sollen ErwachsenenbildnerInnen dabei unterstützen, digitale Teilhabe von älteren Menschen zu fördern. Viele der Inhalte stehen außerdem auch unter einer freien CC Lizenz zur Verfügung.


Weitere Informationen:


Text/Author of original article in German: Lucia Paar/CONEDU

Redaktion/Editing of original article in German: Karin Kulmer/CONEDU

 

Titelbild: CC 0, stevepb, auf pixabay.com

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