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Erasmus - jetzt auch für Senioren

22/10/2018
Sprache: DE

Der jüngste EconPol Policy Report zeigt, dass sich viele EU-Mitbürger nicht als Europäer verstehen, betont jedoch die Wichtigkeit einer gemeinsamen europäischen Zugehörigkeit als Grundlage für den Fortgang europäischer Integration. Im Rahmen der Studie stellten derzeitige Entwicklungen von europäischer Identität im Kontext von Brexit und aufkommendem Nationalismus in EU-Ländern Sarah Ciaglia vom ZEW und der London School of Economics, sowie Ifo-Präsident Clemens Fuest und Friedrich Heinemann (ZEW) vor die zentrale Frage, wie man europäische Identität aktiv fördern kann.

Die Studie deutet auf eine erhebliche Diskrepanz zwischen älteren und jüngeren Menschen in der Identifizierung als Europäer: so fühlen sich „ältere und ärmere Menschen, die wenig über Europa wissen und auf dem Land wohnen, (…) deutlich seltener als Europäer“, während Studenten die Bevölkerungsgruppe darstellen, die sich am stärksten als Europäer identifiziert. Des Weiteren zeigen die Ergebnisse, dass es einen Zusammenhang zwischen Kontakten mit EU-Ausländern und dem Umfang des Wissens über die EU mit einer entsprechenden EU-Identifikation auf.

Aufgrund dieser Erkenntnis, dass „sich europäische Identität vor allem durch grenzüberschreitende Begegnungen ausbilden kann“ entwickelten die Studienautoren sechs Konzepte für mögliche Projekte, um den europäischen Integrationsprozess voranzutreiben. Ein bahnbrechender Vorschlag ist hierbei das Angebot des beliebten und erfolgversprechenden Erasmus-Programms – jetzt auch für Senioren. Mit dem „Pensioner’s Erasmus“ sollen so auch ältere Menschen Zuschüsse für Auslandsaufenthalte im Rahmen eines Sprachkurses oder eines kulturellen oder sozialen Projektes erhalten. Dabei soll eine Einkommensgrenze sichern, dass die Programme vorrangig denjenigen zugänglich gemacht werden, die sich solche EU-Auslandsaufenthalte nicht aus eigener Tasche nicht ermöglichen können.

Aus diesem Ansatz, sowie aus dem Vorschlag für ein gemeinsames europäisches Fernsehprogramm und transnationale Listen für die Wahlen zum Europäischen Parlament, versprechen sich die Studienautoren „die Aufmerksamkeit der Bürger für die Bedeutung europäischer Entwicklung zu gewinnen und durch mehr Information und Beteiligung rationalere und demokratischere Entscheidungen zu ermöglichen“.

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